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Torhüter Jäger beendet seine Karriere

Ab in die Alpen: Jetzt jagt „Jagger“ nur noch Skihasen

Handball (kf). Einmal steht er noch im Tor der Handball-Freunde Aerzen. Dann heißt es ab in die Alpen. Hier jagt „Jagger“ dann nicht mehr dem Handball nach, sondern den Skihasen auf den Pisten. Das macht ja auch Spaß! Nach dem Spiel mit seinen HF Aerzen II in der WSL-Liga gegen den VfL Hameln II, das am Sonntag (15.15 Uhr) im Hohen Feld angepfiffen wird, hängt Andreas Jäger die Handballschuhe an den Nagel und tauscht sie gegen die schweren Skischuhe aus.

veröffentlicht am 08.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:41 Uhr

Schon ab Mitte Dezember spielt sich das Leben des 52-jährigen Torwart-Denkmals bis Ende April im Skizirkus von Saalbach-Hinterglemm ab. Drei, vier Tage in der Woche ist er hier bei einer Hausverwaltung schwer beschäftigt, ansonsten macht „Jagger“, wie er nicht nur in Handball-Kreisen genannt wird, die WM-Skipisten von 1991 rund um den Schattberg, Kohlmaiskogel oder Asitz unsicher. Für den Handballer ein Traum: „Einen Winter ohne Skifahren kann ich mir gar nicht vorstellen.“

Für den routinierten Altmeister ist morgen Nachmittag das Spiel gegen den VfL Hameln II genau das richtige zum Abschluss einer langen Karriere. Schon vor 41 Jahren hat ihn der Handball in seinen Bann gezogen. Und morgen trifft er noch einmal auf einige Weggefährten, mit denen er schon oft die Klingen kreuzte oder auch gemeinsam in einer Mannschaft stand. Denn die VfL-Reserve tritt mit gestandenen Handball-Größen an. „Nur schade, dass Hajo Wulff nicht dabei ist,“ bedauert „Jagger“. Er freut sich trotzdem auf seinen letzten Auftritt. Denn Ralf Rösemann, Manfred Ortmann, Udo Berg und Thorsten Evert sind bestimmt dabei. Und die haben oft genug alt ausgesehen, wenn sie frei vor Torwart-Ikone Jäger auftauchten.

„Das wird ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, ließ sich das Urgestein schon mal entlocken. „Weinend, weil es einfach immer eine Supersache war. Lachend, weil in zwei Wochen eine tolle, aber ganz andere Zeit beginnt.“



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