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35:36 – Am Ende flattern die Nerven

HSG Freiberg reißt Hamelns A-Junioren bei der Bundesliga-Premiere in letzter Minute aus den Siegträumen.

veröffentlicht am 15.09.2013 um 14:06 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:21 Uhr

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VON KLAUS FRYE

Hameln. Sie waren ganz nah dran am Sieg bei ihrer Bundesliga-Premiere. Doch am Ende flatterten die Nerven. Die HSG Freiberg schlug eiskalt zu und riss mit einem 36:35 (17:18)-Erfolg den Jungs von Trainer Michael Thierauf nicht nur aus den Siegträumen, sondern auch einen fast schon sicher geglaubten Punktgewinn aus den Händen. Das sah auch Thieraufs Kollege Andreas Bolansky aus Freiberg so: „Für uns ein ganz hartes Stück Arbeit und ein absolut glücklicher Sieg.“ Doch das konnte ihm letztlich egal sein, schließlich hatte er die ersten Saisonpunkte im Sack.

Die Schlussphase bot den 300 Zuschauern, von denen es in den letzten drei Minuten niemanden mehr auf den Tribünenbänken hielt, Dramatik pur. Nach einem 30:33-Rückstand erwachte noch einmal Hamelns Kampfgeist, die Youngster von der Weser bogen die Partie um und gingen wieder mit 35:34 in Führung. Was dann folgte, war nichts mehr für schwache Nerven. Auch nicht für VfL-Trainer Michael Thierauf, der in seiner langen Handballzeit schon viele Höhen und Tiefen miterlebt hat. Die letzten 90 Sekunden reichten der bereits bundesligaerfahrenen Nachwuchsriege aus Sachsen, um den VfLern um Torwart Yannick Rüter, der bei seinem ersten Bundesligaauftritt gleich drei Siebenmeter meisterte, zu demonstrieren, wie brutal Handball sein kann. Auf der einen Seite scheiterte erst Noah Cardoso, dann Christopher Brünger aus aussichtsreicher Position am Gästetorwart, vor dem VfL-Tor ließen sich die Freiberger ihre letzten beiden Chancen nicht aus der Hand nehmen und wendeten tatsächlich noch einmal das Blatt zum 36:35-Sieg.

Für Michael Thierauf war die Niederlage zwar fast ein Stich ins Herz, doch für die starke Leistung seiner Mannschaft fand er trotzdem nur lobende Worte: „Wir sind in der Bundesliga angekommen. Trotz der Niederlage haben wir das Beste gezeigt. Leider fehlten uns durch die drei Ausfälle von Aaron Rojczyk, Sebastian Maczka und Georg Brendler ein wenig die Alternativen.“ Auch gegen die offensive und teilweise recht unorthodox agierende Abwehr der Freiberger hatten Thieraufs Jungs fast immer die passende Antwort parat: „Gegen die Indianerabwehr haben wir gut gegengehalten.“

VfL Hameln: Rüter, Larisch – Ringe, Dohme (1), Brünger (2), Jürgens (6/2), Dettmering (7), D. Maczka, Brodhage, Jasarevic (4), Taylor (6), Cardoso (2), Emmel, Otto (7).

Bundesliga-Debüt für Hamelns A-Jugend-Handballer

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