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31:29 – und Springe ist wieder im Rennen

Handball. Springe, Sporthalle Süd. Die Nervosität bei den HF Springe ist förmlich greifbar. Es sind noch wenige Sekunden zu spielen. Springe liegt in der Drittliga-Partie gegen GWD Minden II mit 30:29 vorne und hat einen Freiwurf zugesprochen bekommen. Die Uhr ist angehalten, Nikolaos Tzoufras steht mit dem Ball in der Hand an der Neun-Meter-Linie, bereit, ihn Claus Karpstein zuzuspielen, der dreimal anläuft – und immer wieder zurückgepfiffen wird, weil die Schiedsrichter den Ball noch nicht freigegeben haben.

veröffentlicht am 17.09.2012 um 00:02 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:41 Uhr

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Handball. Springe, Sporthalle Süd. Die Nervosität bei den HF Springe ist förmlich greifbar. Es sind noch wenige Sekunden zu spielen. Springe liegt in der Drittliga-Partie gegen GWD Minden II mit 30:29 vorne und hat einen Freiwurf zugesprochen bekommen. Die Uhr ist angehalten, Nikolaos Tzoufras steht mit dem Ball in der Hand an der Neun-Meter-Linie, bereit, ihn Claus Karpstein zuzuspielen, der dreimal anläuft – und immer wieder zurückgepfiffen wird, weil die Schiedsrichter den Ball noch nicht freigegeben haben. Endlich ist es soweit. Karpstein bekommt den Ball, steigt hoch, wirft – und der Ball schlägt im oberen linken Eck ein. Erleichterter Jubel von Spielern, Fans und Verantwortlichen der HF erfüllt die Halle und übertönt die Schlusssirene. Der erste Saisonsieg ist geschafft. Es war ein hartes Stück Arbeit, doch mit dem mit 31:29 (11:14) sind die Springer wieder im Geschäft, weil Tarp und Potsdam, neben den HF die vermeintlichen Top-Favoriten auf den Titel, ihre Spiele verloren.

„Diese Saison wird schwierig. Jedes Spiel wird sein wie heute“, sagte HF-Trainer Oleg Kuleshov und warb um Geduld: „Die Mannschaft braucht noch Zeit.“ Vor allem in der Abwehr, eigentlich Springes große Stärke, war die fehlende Abstimmung sichtbar. Immer wieder kam Minden zu einfachen Toren aus dem Rückraum, besonders Marius Traue, der gerade erst der A-Jugend entwachsen ist, bekamen die HF nicht in den Griff.

Dabei startete Springe stark, führte schnell mit 3:0. „Aber wir haben es versäumt, den Schwung mitzunehmen“, sagte Springes Torwart Jendrik Meyer. Seine Vorderleute hatten Probleme mit der 3:2:1-Deckung der Gäste, leisteten sich einmal mehr zu viele Ballverluste im Angriff. Minden glich beim 6:6 erstmals aus und setzte sich kurz vor der Pause mit drei Treffern in Folge auf 14:11 ab.

Nach dem Seitenwechsel schienen die HF das richtige Mittel gefunden zu haben. Die Abwehr stand nun sicher, die Gegenstöße wurden konsequent verwandelt. Binnen fünf Minuten wurde aus dem Rückstand eine 17:15-Führung. Kontrolle über das Spiel bekamen die Gastgeber aber nicht. Sie verfielen in die gleichen Fehler wie im ersten Durchgang. Minden kam wieder ins Spiel, ging erneut in Führung. Die HF fingen sich rechtzeitig, brachten noch einmal Ordnung in ihre Abwehr – und kamen so auch zu ihren Toren. Daniel Deutsch machte aus der Bedrängnis heraus das wichtige 29:27 (56.), Fabian Hinz zwei Minuten später per Siebenmeter das 30:28. Traue verkürzte noch einmal auf 30:29. Minden kam nach einem Stürmerfoul von Charalampos Mallios in Ballbesitz, doch Meyer verhinderte den Ausgleich – wie auch 45 Sekunden später nach einem Ballverlust von Eichenberger. Als kurz darauf Karpstein per Freiwurf traf, war das Spiel entschieden.

„Sehr kurze Phasen haben uns den Sieg gekostet“, sagte Mindens Jugendkoordinator Dietmar Molthahn, der dem verhinderten Trainer Aaron Ziercke vertrat. „Wir hatten das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite“, meinte HF-Torwart Meyer, „und vielleicht ein bisschen mehr den Willen zum Sieg.“

HF Springe: Meyer, Stange – Tzoufras (8), Hinz (7/3), Deutsch (5), Karpstein (4), Mallios (4), Eichenberger (3), Kolditz, Riganas, Gorpishin.



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