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Hamelner in der Oberliga wieder auf Kurs, weil Torwart Frank Rosenthal überragend hält

30:26 gegen Lehrte – VfL zittert sich zum Sieg

Handball. „Das war ganz schön nervenaufreibend!“ Nach dem 30:26-Heimsieg im Oberliga-Topspiel gegen den Lehrter SV musste VfL-Coach Sönke Koß erst einmal tief durchatmen. Denn trotz einer komfortablen 17:9-Halbzeitführung wurde es nach dem Seitenwechsel noch einmal spannend …

veröffentlicht am 12.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

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Doch nach mitreißenden 60 Minuten ist der VfL Hameln, der das erste Saisonspiel 25:26 in Vorsfelde verlor, wieder auf Kurs. Die schwülwarme Luft in der Halle Nord trieb den knapp 300 Zuschauern eigentlich schon genug Schweißperlen auf die Stirn, doch dann schickten Oliver Glatz und Co. die Fans auch noch durch ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem 6:6 (12. Minute) brannte der VfL bis zum Pausenpfiff ein wahres Feuerwerk ab. Immer wieder angetrieben von Kapitän Oliver Glatz, Jannik Henke und Kreisläufer Heiko Heemann setzen sich die Hamelner kontinuierlich ab – und entzauberten den Lehrter SV.

Ganz stark im Tor war Frank Rosenthal. Wo die Lehrter auch hinwarfen, Rosenthal war schon da. „Frank war überragend. Mit seinen Paraden hat er uns heute gerettet“, sagte Flügelflitzer Dean Wood, der alle Siebenmeter eiskalt verwandelte.

17:9 stand es zur Halbzeit, die Partie schien entschieden. „Das war eine überragende erste Hälfte von uns“, sagte Koß. Ein entspannter Abend wurde es für den neuen Cheftrainer dann allerdings doch nicht. Denn der VfL gab den sicher geglaubten Sieg fast noch aus der Hand. Als die Lehrter Abwehr Oliver Glatz in Manndeckung nahm, kam beim VfL Sand ins Getriebe. Plötzlich war jegliche Leichtfüßigkeit futsch. Lehrte bekam Aufwind, holte Tor um Tor auf. 20 Minuten vor Schluss drohte die Partie beim Stand von 19:17 zu kippen. Insbesondere Leonardo Meomartimo (7) versenkte in der Phase eine Kugel nach der nächsten. Bis zum 27:25 (55.) stand das Match auf der Kippe, dann machten Marcel Engelhard, Dean Wood und Sven Hylmar mit drei Toren in Serie zum 30:25 den Sack zu. „Man darf nicht vergessen, dass Lehrte eine Spitzenmannschaft ist“, sagte Koß. „Aber es darf auch nicht sein, dass uns eine Umstellung so aus der Bahn wirft und wir den Kopf verlieren.“ Doch unterm Strich war der Sieg aufgrund der starken ersten Hälfte mehr als verdient. Das sah auch Manager Ralph Krone so: „Wir hätten noch drei Tage spielen können und trotzdem gewonnen.“ Happy war auch der starke Rechtsaußen Marcel Engelhard, der mit vier Treffern ein geglücktes Comeback feierte: „Wir haben das erste Heimspiel gewonnen. Was gibt’s Schöneres? Allerdings hätten wir in der zweiten Hälfte etwas cooler spielen müssen.“

Lehrtes Stefan Schwesinger kann Marcel Engelhard (VfL Hameln) nicht stoppen. Foto: nls/2

VfL Hameln: Rosenthal, Kinne; Heemann (7), Wood (6/4), Glatz (4), Engelhard (4), Pille (4), Hylmar (3), Henke (2), Höltje, Künzler, Emmel, Kanngießer.



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