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Zwölf Treffer von Oliver Glatz / Hamelns Coach Sönke Koß: „Es war kein schönes Spiel“

27:26 in Stadtoldendorf: VfL quält sich zum Sieg

Stadtoldendorf. Mit einem hauchdünnen 27:26 (13:14)-Auswärtssieg beim TV 87 Stadtoldendorf feierte der VfL Hameln einen erfolgreichen Saison-Abschluss in der Handball-Oberliga. Die Zuschauer in der Sporthalle am Rumbruchsweg sahen ein emotionsgeladenes Derby, das noch einmal alles zu bieten hatte.

veröffentlicht am 02.06.2013 um 14:08 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:41 Uhr

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Während es für den Tabellenvierten nur noch um die Ehre ging, kämpften die Hausherren verbissen um ihre letzte Chance um den Klassenerhalt. Nach der finalen Heimniederlage müssen die Homburgstädter als Vorletzter aber den direkten Weg zurück in die Verbandsliga antreten. „Wenn wir immer so gespielt hätten, würden wir gar nicht da unten stehen. Es wäre heute alles in Ordnung gewesen, wenn das Ergebnis andersherum gewesen wäre“, machte der scheidende TV 87-Trainer Michael Hensel seinem Team kein Vorwürfe. Von Beginn an war ordentlich Feuer unter dem Dach. Beim VfL begann es aber erst in der zweiten Halbzeit so richtig an zu brennen. Im ersten Durchgang fehlte im Angriff etwas die Sicherheit und in der Deckung ließ man zeitweise den nötigen Biss vermissen. Dem TV 87 wurde es streckenweise zu einfach gemacht, so dass man permanent einem Rückstand nachlief. „Ich musste in der Kabine noch einmal etwas lauter werden“, sagte Trainer Sönke Koß.

Die Ansagen saßen, denn im zweiten Durchgang präsentierten sich die Hamelner um den zwölffachen Torschützen Oliver Glatz mit einer ganz anderen Körpersprache deutlich zielgerichteter. Beim Stand von 23:21 nach 52 Minuten versäumte man es, den Vorsprung auszubauen. Stadtoldendorf kam noch einmal zurück und zum Ausgleich. Den Sieg machte der VfL dann erst in der hochdramatischen Schlussphase perfekt. Nach dem 27:26-Führungstreffer durch Thorben Kanngießer entschärfte Torwart Frank Rosenthal 45 Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter von Dominik Niemeyer und hielt den Sieg fest.

„Es war kein schönes Spiel und am Ende auch etwas glücklich für uns“, lautete das Fazit von Sönke Koß. Die phasenweise überforderten Schiedsrichter hatten mit dem packenden Derby alle Hände voll zu tun, verhängten 19 (!) Zeitstrafen (11 VfL/8 TV 87) und schickten zudem den Stadtoldendorfer Florian Scharberth nach einer harten Attacke gegen David-Niclas Emmel (38.) mit Roter Karte vorzeitig zum Duschen. Lediglich mit einer Zeitstrafe kam hingegen Timo Heiligenstadt (8/1 Tore) davon, dem bei einem Kopfstoß gegen Thorben Kanngießer die „Gäule durchgingen“. Oberliga-Meister wurde übrigens nach einem „Zielfoto-Entscheid“ aufgrund des um einen Treffer besseren Torverhältnisses der MTV Vorsfelde.

VfL Hameln: Glatz (12/8), Höltje (6), Heemann (3), Wood (2), Emmel (1), Kanngießer (1), Henke (1), Jasper Pille (1).

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