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VfL Hameln gewinnt Duell auf der Tribüne – aber verliert beim Meister 24:33

24:33! Meister Burgdorf lässt VfL keine Chance

Handball (jko). Das Duell auf der Tribüne in der Sporthalle an der Burgdorfer Grünewaldstraße ging klar zu gunsten des VfL Hameln. Denn die etwa 80 mitgereisten Fans veranstalteten beim Oberliga-Spitzenspiel deutlich mehr Spektakel als die Zuschauer des Gastgebers. Auf dem Parkett hatte der VfL bei der deutlichen 24:33 (9:16)-Niederlage gegen die TSV Hannover-Burgdorf II dann wenig zu bestellen.

veröffentlicht am 27.05.2012 um 15:19 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:41 Uhr

Allerdings war es von Beginn an ein Kampf mit ungleichen Waffen. Während der Primus mit voller Kapelle aufmarschierte, schlitterten die Hamelner von einer Personalnot in die nächste. Torben Höltje (Entzündung im Fuß) und Heiko Heemann, der nach einem Insektenstich eine Wundrose erlitt und vom Arzt absolutes Sportverbot erhielt, konnten erst gar nicht auflaufen. Nach zehn Minute fiel auch noch Torjäger Jannis Pille mit Verdacht auf Außenbandriss im linken Knie aus und in der 45. Minute musste Thorben Kanngießer mit Verdacht auf Nasenbeinbruch vom Feld. „Am Anfang waren unsere Möglichkeiten begrenzt und nach und nach dann total erschöpft“, sagte Trainer Sönke Koß, der aufgrund des Notstandes nicht nur sich selber einwechseln musste sondern auch noch dem A-Jugendlichen Nils Colussi zu seinem ersten Oberliga-Einsatz verhalf. Der unangefochtene Spitzenreiter, wo Julius Hinz (8/4), Hendrik Pollex (5) und Frederic Repke (4) am besten trafen, marschierte von Beginn an vorne weg. Der VfL versuchte zwar mit allen Mitteln gegenzuhalten, ließ aber insbesondere in der ersten Halbzeit zu viele Chancen liegen und schloss die Angriffe auch zu früh ab. „Aus 33 Angriffen haben wir nur neun Tore erzielt. Oliver Glatz und Dean Wood haben dazu noch zwei Siebenmeter verworfen. Das rächt sich gegen eine Truppe wie Burgdorf“, resümierte Teamsprecher Reiner Glatz. In der zweiten Halbzeit kamen die Hamelner zwar noch einmal auf 18:22 (42.) heran, die Hausherren legten aber gleich wieder zwei Treffer zum 24:18 nach und der Drops war gelutscht. „In Anbetracht der Situation kann ich meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir haben toll gekämpft und alles versucht, die Ausfälle zu kompensieren. Burgdorf konnte wechseln wie sie wollten und war eindeutig das bessere Team“, lautete das Fazit von Trainer Sönke Koß. Burgdorfs Meistermacher Sven Lakenmacher freute sich über das Geburtstagsgeschenk seiner Schützlinge und war rundum zufrieden: „Wir haben einen souveränen Sieg herausgefahren und insbesondere in der ersten Halbzeit sehr konzentriert gespielt. Ich konnte noch einmal alle Spieler einsetzen und alle haben ihre Leistung gebracht.

VfL Hameln: Rosenthal, Kinne; Emmel (7), Engelhard (6), Wood (5), Kanngießer (3/1), Henke (2), Künzler (1), Glatz, Jannis Pile, Jasper Pille, Colussi, Koß.



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