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18:38 – VfL Hameln II in Springe chacenlos

Während die HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf nach dem 31:24-Heimsieg gegen den TSV Anderten III zumindest vorübergehend Tabellenführer der Handball-Landesliga ist, steckt die Oberliga-Reserve des VfL Hameln nach der deftigen 18:38-Pleite in Springe weiter im Abstiegskampf.

veröffentlicht am 07.11.2021 um 09:23 Uhr

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HSG Deister Süntel – VfL Hameln II 38:18 (19:8).

Im Landesliga-Derby zwischen der HSG Deister Süntel und der Oberliga-Reserve des VfL Hameln setzten sich die Hausherren aus deutlich mit 38:18 durch. „Wir wollten das Derby gewinnen und das ist uns auch eindrucksvoll gelungen“, so HSG-Sprecher Jens Buchmeier nach der Partie. Die Grundlage für diesen Erfolg war laut Buchmeier die sicher stehende Abwehr. „Dadurch ist es uns über 50 Minuten gelungen Tempo nach vorne zu machen.“ Über 4:0 (5.) und 11:5 (14.) setzten sich die Gastgeber bis zum Pausenpfiff auf 19:8 ab. VfL-Coach Dennis Werner erklärte: „Wir wollten keine Konter zulassen, haben vorne aber zu viele technische Fehler gemacht und waren dann nicht schnell genug zurück. Wenn es in den Positionsangriff ging, haben wir eine gute Abwehr gestellt.“ Zur Halbzeit war das Spiel damit quasi schon entschieden. Die Gastgeber ließen nichts mehr anbrennen und machten dort weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatten. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir aber in der Abwehr ein paar Gegentore bekommen, die man nicht unbedingt kriegen muss“, wusste Buchmeier.

HSG-Spieler Jürgensmeier erwischt „Sahnetag“

In den letzten Spielminuten drehte die heimische HSG nochmal auf. So war es Milian Temps, der mit seinem Treffer zum 36:16 die erste 20-Tore-Führung für die Gastgeber festhielt (58.). Dieser Vorsprung sollte bis zum Abpfiff, bei dem ein 38:18 auf der Anzeigetafel stand, bestehen bleiben. „Wir haben heute an die ersten 40 Minuten des Spiels gegen Hessisch Oldendorf und an unser Training angeknüpft“, zeigte sich Buchmeier auf Seiten der HSG zufrieden und ergänzte: „Unser Rechtsaußen Andre Jürgensmeier hat heute einen Sahnetag erwischt. Bei zwölf Versuchen, macht er elf Dinger rein.“

Werner: „Wir nehmen das heute gelassen“

Beide Parteien waren sich nach Abpfiff der Partie einig: Der VfL hat sich zu keinem Zeitpunkt hängen gelassen und sich bis zum Ende kämpferisch gezeigt. „Da kann man dann auch mit der Niederlage leben. Wir nehmen das heute gelassen. Wir wussten, dass wir auf Grund der vielen personellen Ausfälle unterbesetzt werden sein und freuen uns auf das Rückspiel, wenn uns wieder mehr Spieler zur Verfügung stehen“, so Werner, der seinen beiden Torhütern Niklas Frank und Lou Kielhorn eine gute Leistung attestierte. Jens Buchmeier ist sich sicher: „Wenn beim VfL wieder einige Spieler zurückkommen, dann werden sie in der Liga noch ihre Punkte holen.“

HSG Deiser Süntel: Andre Jürgensmeier (11), Maximilian Glimm, Andrian Semke, Nils Ertel (je 5), Niklas Röpke, Marcel Krüger, Milian Temps (je 3), Christoph Tegtmeyer (2), Nico Sandin (1).

VfL Hameln II: Alexander Nitschke (5), Vedran Marjanovic (4), Dennis Lüttge, Joel Höger, Hagen Bente (je 2), Florian Zang, Max Dettmering, Til Wustrack (je 1).

HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf – TSV Anderten III 31:24 (15:13).

Die Handballer der HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf feierten gegen die dritte Mannschaft des TSV Anderten einen 31:24-Heimsieg. Die erste Halbzeit der Partie gestaltete sich noch recht ausgeglichen. „Wir haben vorne einige freie Würfe nicht verwandelt. Dadurch ist Anderten in der ersten Hälfte immer wieder rangekommen. Es ist unangenehm gegen sie zu spielen, da sie Angriffe lange ausspielen“, meinte Hessisch Oldendorfs Trainer Frank-Michael Wahl.

Es gelang den Gastgebern in der ersten Halbzeit nicht, sich entscheidend abzusetzen, sodass es mit einem knappen Halbzeitergebnis von 15:13 in die Kabinen ging. „In der zweiten Halbzeit waren wir im Torabschluss und auch taktisch besser. Auch die Deckung war geschlossener, aber eben noch nicht über die vollen 60 Minuten“, so Wahl. Durch die besser stehende Abwehr gelang es den Hausherren immer wieder in die erste und zweite Welle zu kommen. Verbunden mit den konzentrierteren Torabschlüssen führte dies dazu, dass sich die Hausherren um den Toptorschützen Sören Meyer immer weiter absetzten. „Auf Nils Grote war heute im Tor Verlass. Auch deshalb konnten wir unter anderem über Sören Meyer die erste und zweite Welle ausspielen“, erklärte Wahl.

Über 19:17 (42.) und 25:20 (48.) bauten die Hausherren ihren Vorsprung aus, sodass am Ende der Partie ein Sieben-Tore-Heimsieg in Form von einem 31:24 auf der Anzeigetafel stand. „So wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, stelle ich mir das schon vor. Vorne und hinten war das da eine geschlossene Mannschaftsleistung. Es wurden uns heute aber auch einige Punkte aufgezeigt, an denen wir noch arbeiten müssen. Dafür werden wir die nächsten zwei Wochen, in denen wir spielfrei haben, nutzen. Die Spieler müssen die letzte Verunsicherung ablegen. Wir müssen uns nicht so viel mit dem Gegner beschäftigen, sondern einfach das spielen, was wir können“, gab Wahl bekannt.

HSG Fuhlen/Hessisch Oldendorf: Sören Meyer (9), Jan Torben Weidemann, Siegfried Buss (je 6), Jan-Philipp Böhlke, Fabian Weidemann (je 3), Christoph Bauer (2), Oliver Riemenschneider, Jonas Völkel (je 1).



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