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Fußball: Die Bezirksliga wird zur Fahrstuhl-Liga im Kampf gegen den Relegationsplatz

Zwischen Freudentanz und Trauer

BEZIRK HANNOVER. Heute tanzen, morgen trauern – und umgekehrt. Nichts ist im Moment so spannend und nervenaufreibend wie der Verhinderungskampf um den Relegationsplatz 13 in der Fußball-Bezirksliga. Wer siegt, nimmt kurzfristig den Fahrstuhl nach oben, wer verliert, driftet wieder runter in Richtung Keller.

veröffentlicht am 12.04.2017 um 15:13 Uhr

Lange Gesichter auf der Bisperoder Bank. Foto: nls
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite
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Ein Zitterspektakel der allerersten Güteklasse. So geht das nun Woche für Woche. Nur im direkten Abstiegskampf sind die Würfel wohl schon gefallen. Der MTV Bevern (12 Punkte) und FC Stadtoldendorf (13) können schon jetzt für die Rückkehr in die Kreisliga Holzminden planen, denn der Abstand auf die sorgenfreien Plätze der 7. Liga ist einfach schon zu groß. Da wird nicht mehr viel passieren. Auch kein Wunder.

Ein Fünkchen Hoffnung besteht dagegen noch beim TSV Bisperode (17) als Drittletzter. Der direkte Klassenerhalt ist zwar bei der momentanen Tabellenkonstellation nicht mehr das ganz große Thema im und um das Pappelstadion, aber eben der besagte Relegationsplatz irgendwie doch noch dezent im Blickfeld. Dort fristet die SSG Halvestorf mit 24 Punkten ihr Dasein. Aber auch das muss nicht so bleiben, schließlich sind noch sieben weitere Mannschaften unfreiwillig dem „Zitterklub der Bezirksliga“ beigetreten und noch lange nicht am Klassenziel. Gilt aus der heimischen Region für Keller-Shooting-Star Germania Hagen (13 Punkte nach der Winterpause) genauso wie für den MTSV Aerzen, der sich mit dem jüngsten 3:0-Sieg gegen den TSV Bisperode zumindest optisch in die Wellness-Zone zurückbeamte. Doch wer jetzt beim großen Nachsitzen über Ostern vergisst, die Eier einzusammeln, ist schnell wieder mittendrin im engen Gerangel um den Platz, den keiner will. Erst recht nicht Trainer Uwe Filla. Sein größter Albtraum: Er müsste in der Relegation mit dem MTSV gegen seinen künftigen Klub FC Preussen als möglicher Kreisligazweiter antreten. Ein Tanz auf der Rasierklinge ist sicher einfacher. Alles natürlich nur reine Spekulation, wenn auch im Fußball nichts unmöglich ist. Aber da die Tabelle noch ein schiefes Bild abgibt, kommt erst nach der Begradigung Licht in die wahren Verhältnisse. Abwarten, wer sich dann noch ernsthaft um Platz 13 bewirbt.

Freudentänzchen in Aerzen. Foto: nls
  • Freudentänzchen in Aerzen. Foto: nls
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