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Bezirksliga-Derby zwischen Bad Pyrmont und Tündern / Erster Sieg für Klein Berkels Trainer Holger Biester?

Zwei Kapitäne, ein Ziel: Aufstieg in die Landesliga

Fußball. Kopfschmerzen bereitet Tünderns Kapitän Tim Piontek nicht die frisch geklebte Platzwunde, sondern nur der Blick auf die Bezirksliga-Tabelle. Denn durch den 5:3-Sieg gegen Eintracht Exten steht jetzt der FC Eldag-sen mit 43 Punkten auf Platz eins – vor Tündern (42 Pkt.) und Bad Pyrmont (38 Pkt.).

veröffentlicht am 15.04.2011 um 09:49 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:37 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Allerdings haben die Deisterkicker im Gegensatz zu den Schwalben schon 22 Spiele absolviert. Wenn Tündern am Sonntag (15 Uhr) in Pyrmont gewinnt, „dann sind wir wieder Erster“, kündigt Piontek vor dem Derby selbstbewusst an. Nach dem 4:0-Sieg gegen Springe („Das war eines unserer stärksten Spiele“) fahren Piontek und Co. mit breiter Brust in das Stadion an der Südstraße. „Wir sind richtig gut drauf. Nicht nur unsere Abwehr macht einen super Job, die ganze Mannschaft verteidigt sehr gut“, lobt Piontek seine Elf. Das könnte im Saisonfinale der Schlüssel zum Erfolg sein. Piontek erwartet einen Zweikampf mit Eldagsen. „Die haben zwar das leichtere Restprogramm als wir. Aber wir haben das Zeug, den Titel zu holen.“

Pyrmonts Kapitän Daniele Luggeri erinnert sich an das Hinspiel gegen Tündern nur ungern, obwohl die Spielvereinigung das Derby mit 3:0 gewann. Denn kurz vor Schluss musste der 33-Jährige nach einem Tegtmeyer-Foul ausgewechselt werden. Es folgte durch den erlittenen Bänderriss und eine Schambeinentzündung eine viermonatige Verletzungspause. Seit vier Wochen ist Luggeri zwar wieder dabei. „Richtig fit bin ich aber noch nicht. Ich habe immer noch Schmerzen.“ Doch beim Derby will der Kapitän auf die Zähne beißen: „Ich will unbedingt spielen“, sagt Luggeri, der vor Saisonbeginn verkündete: „Ich will Meister werden!“

Doch nach dem mageren 1:1 in Ronnenberg sind die Chancen der SpVgg. gesunken. Abgeschrieben hat der Ex-Oberligakicker den Titel aber noch nicht: „Wenn wir das Derby gegen Tündern gewinnen, ist vielleicht noch was möglich.“ Das ist für beide Mannschaften ein Sechs-Punkte-Spiel, sagt Luggeri, der unbedingt in die Landesliga aufsteigen will: „Vielleicht ist das meine letzte Chance. Ich bin schließlich mit 33 Jahren nicht mehr der Jüngste.“

Nach viermonatiger Verletzungspause noch nicht ganz fit: Pyrmonts Kapitän Daniele Luggeri. Foto: haje

Katerstimmung herrscht beim dritten Hameln-Pyrmonter Bezirksligisten. Nicht nur Klein Berkels neuer Coach Holger Biester war nach der 1:4-Pleite gegen Evesen ganz schön angefressen. Auch sein Abwehr-Chef Jan Seifert machte nach dem Schlusspfiff seinem Unmut Luft. Nicht nur die völlig unnötige Rote Karte für Fabian Kowalski, der wegen Beleidigung für drei Spiele gesperrt wurde, wurmte ihn. Auch dass einige Spieler nach einer durchzechten Nacht wieder völlig neben sich standen, war ihm ein Dorn im Auge. „So landen wir in der Kreisliga“, schimpfte Seifert.

Biester, der als Trainer immer noch auf seinen ersten Saisonsieg wartet, stimmte ihm zu: „Wer jetzt nicht mitzieht, guckt zu“, drohte der 49-Jährige vor der heutigen Partie in Nienstädt (16 Uhr) mit personellen Konsequenzen. Denn für die Biester-Elf, die auf einen Abstiegsplatz abgerutscht ist, wird die Luft in der Bezirksliga langsam immer dünner. Es ist es fünf vor zwölf – eine weitere Niederlage darf man sich eigentlich nicht erlauben. Fehlen wird dem TSV Dominik Glaubitz, dafür ist Dominic Meyer nach seiner Zahn-OP wieder fit.



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