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Genge-Elf reicht 3:2-Heimsieg gegen Limmer, weil Renshausen in Hannover patzt / Eintracht Hameln nur 2:2

Wundersame Rettung! Hastenbeck hebt ab vor Glück

Fußball (aro/kf/ako). Sie haben es geschafft – und er war geschafft. Die Frauen des SV Hastenbeck waren nach der Last-Minute-Rettung im an Spannung kaum zu überbietenden Oberliga-Saisonfinale überglücklich – und Trainer Detlef Genge fix und alle.

veröffentlicht am 15.05.2011 um 23:29 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:21 Uhr

Denn der Weg zum Klassenerhalt war ein Ritt auf der Rasierklinge! Während seine Spielerinnen vor Glück weinten oder sich jubelnd in den Armen lagen, musste der Vater des Erfolges nach dem 3:2-Zittersieg gegen Limmer erst einmal tief durchatmen. Die tapfer kämpfenden Hastenbeckerinnen sind nämlich gerade noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen, weil der TSV Renshausen (nur 2:2 gegen Schlusslicht 1. FFC Hannover) patzte. Die Freudenszenen, die sich nach dem Schlusspfiff abspielten, hätten bei einem Meisterschaftstriumph nicht besser sein können. Nachdem das rettende Ufer erreicht war, brachen am Reuteranger alle Dämme.

Den wichtigsten Sieg der Saison hatte der SVH laut Genge mehr als verdient: „Meine Spielerinnen haben bis zum Umfallen gekämpft. Alle sind heute an ihre Leistungsgrenze gegangen.“ Das 1:0 durch Carolin Schulz (31.) glich Hölzer (45./Handelfmeter) aus. Nach der Pause trafen Annika Arlt (62.) und Daniela Schliebe (63.) zum 3:1. Als Schliebe (80.) mit einem Foulelfmeter an Limmers Torhüterin Julia Hagedorn scheiterte und Bakici (82.) auf 2:3 verkürzte, begann noch einmal das große Zittern. Doch Hastenbecks Abwehr um Torhüterin Sandra Dahmen ließ nichts mehr anbrennen. In der letzten Minute tat auch die Gelb-Rote Karte für Schliebe nicht mehr weh.

Landesligist Eintracht Hameln wurde beim mageren 2:2-Unentschieden in Schwüblingsen seiner Favoritenrolle nicht gerechnet. Eintracht-Coach Markus Mende, der maßlos enttäuscht war, sprach hinterher von „zwei verlorenen Punkten“. Nach dem 1:0 (30.) von Katrin Suchta lief nicht mehr viel. Erst kassierte die Eintracht durch einen umstrittenen Handelfmeter (39.) den Ausgleichstreffer, dann lag man zwischenzeitlich sogar mit 1:2 (62.) hinten. Wenigstens rettete nach einer Ecke Miriam Böttcher (75.) das Remis, über das sich Mende allerdings nicht so richtrig freuen konnte: „Ich bin total unzufrieden mit unserer Leistung.“ Keine Mühe hatte Bezirksliga-Tabellenführer SG Diedersen beim 9:1 gegen den Heesseler SV, der allerdings mit nur neun Spielerinnen angereist war. Als sich dann auch noch die HSV-Keeperin verletzte und nicht weiterspielen konnte, brachen bei Heessel alle Dämme. Insbesondere die sechsfache Torschützin Sabrina Paechs bekam die total überfordert wirkende HSV-Abwehr nicht in den Griff. Neben Paech (10., 33., 55., 59., 68., 77.) trafen auch Lisa Wedekind (25.), Jana Runge (48.) und Lea Brandt (85.) für den noch ungeschlagen Tabellenführer. Trotz des klaren Sieges war SG-Coach Alexander Stamm nicht ganz zufrieden, „weil wir die Anfangsphase total verschlafen haben“. Respekt zollte er dem Gegner, der trotz der vielen Ausfälle angetreten sei.

Die Rekordjagd des TSV Nettelrede geht weiter. Nach einem souveränen 3:0-Heimerfolg über MTV Derental braucht die Elf von Yvonne Frank nur noch vier Zähler, um die beste Saisonleistung von 2008/09 zu übertreffen. „Wir haben einen tollen Lauf. Es wäre gigantisch, wenn wir die restlichen Punkte noch einfahren würden“, freut sich die Trainerin. Schon nach sieben Spielminuten köpfte Anna-Lena Oltrogge nach einer Ecke den Ball in die Maschen. Nur 240 Sekunden später gelang Henriecke Sustrath ein Traumtor. Mit einem ebenfalls spektakulären Volley-Schuss machte Oltrogge dann alles klar. Der FC Latferde 80 spielte 1:1 gegen Hohenbostel Das 1:0 (75.) durch Jennifer Kanikowski glich Sophia Kästner postwendend aus.

Total happy: Ines Woltemate macht mit dem SV Hastenbeck den Klassenerhalt in der Oberliga perfekt.

Foto: nls



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