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Wochen der Wahrheit: Spannung pur im Abstiegskampf

Das Topspiel des 12. Spieltages der Fußball-Kreisliga steigt am Samstag (16 Uhr) zwischen der TSG Emmerthal (3.) und dem TSV Großenwieden (2.). Aber auch im Abstiegskampf ist Spannung garantiert.

veröffentlicht am 01.10.2021 um 15:02 Uhr

TSV Grohnde – BW Tündern U23 (Samstag, 14 Uhr).

Den Auftakt zum zwölften Spieltag in der Kreisliga machen am Samstag die Mannschaften des TSV Grohnde und die Oberligareserve aus Tündern. Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas hegt nach der 3:7-Pleite gegen Großenwieden nur wenig Hoffnung auf etwas Zählbares: „Wenn man in der Vorwoche gegen den Tabellenzweiten schon unter die Räder kommt, ist die Prognose für das kommende Spiel gegen den Tabellenführer eigentlich selbsterklärend. Es wird vermutlich nochmal ein ganzes Stück schwieriger, gegen diese Mannschaft ein positives Ergebnis zu erzielen. Wir müssen uns gut verkaufen und dann schauen, was am Ende dabei herauskommt. Wenn wir viele Dinge besser machen als zuletzt, kann und muss man damit schon zufrieden sein.“ Die Blau-Weißen reiten nach dem 4:1-Erfolg gegen Bisperode weiterhin auf der Erfolgswelle. Trotz dessen hat Coach Alexander Liebegott den kommenden Gegner im Vorhinein genau analysiert: „Vorne Hui, hinten pfui könnte man sagen bei diesem Torverhältnis. Da lassen sich ganz klar Stärken und Schwächen erkennen beim Gegner. Mit Engel und Thomas haben sie zwei Männer, die wir aus dem Spiel nehmen müssen. ‚Toffa‘ ist immer für eine Hütte gut und Mittelfeldmotor Engel lenkt und stabilisiert das Mittelfeld. Mit frühem Pressing und Ballgewinnen in der gegnerischen Hälfte wollen wir Grohnde am Samstag unter Druck setzen.“ Dabei stehen hinter den Einsätzen einiger Spieler noch Fragezeichen. Sicher ausfallen werden jedoch Philipp Vahlpagel, Ole Heller sowie Ayman Kamal bei den Gästen.

TSV Bisperode – MTSV Aerzen II (Samstag, 16 Uhr).

Der TSV Bisperode will am Samstag gegen die Zweitvertretung des MTSV Aerzen seinen Platz im Mittelfeld der Tabelle sichern. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen hofft Co-Trainer Konrad Voss wieder auf drei Punkte: „Wir wollen nach den letzten durchwachsenen Ergebnissen gegen Aerzen wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Unser Ziel ist es dabei dreifach zu punkten, um den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle nicht gänzlich zu verlieren. Einsatz und Bereitschaft haben die letzten Spiele gestimmt, da kann man der Mannschaft nichts vorwerfen. Wenn wir wieder an unsere Leistungsgrenze gehen und entsprechend viel investieren, bin ich mir sicher, dass wir ein gutes Spiel zeigen und uns belohnen werden.“ Die Gäste hingegen zeigten zuletzt bei der 1:3-Heimniederlage gegen Lauenstein eine ansprechende Leistung. Gegen Bisperode hofft MTSV-Trainer Oliver Kosowski die direkten Abstiegsplätze in der Liga zu verlassen: „Wir müssen da weitermachen, wo wir in der zweiten Hälfte gegen Lauenstein aufgehört haben. Dann ist vielleicht ein Punktgewinn möglich. Im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen hat sich der Kader von Bisperode sehr verändert. Wir werden schauen, was da auf uns zukommt. Wichtig ist, dass Einstellung und Wille bei jedem am Samstag stimmen.“

TSG Emmerthal – TSV Großenwieden (Samstag, 16 Uhr).

Heiß her geht es am Samstagnachmittag in Emmerthal. Die TSG empfängt den TSV Großenwieden zum absoluten Topspiel. Die Gastgeber haben nach der schmerzhaften 1:2-Niederlage gegen Preussen vor dem Duell etwas Selbstvertrauen eingebüßt und in der Tabelle gleichzeitig die Plätze mit dem kommenden Gegner getauscht. TSG-Trainer Daniel Wohlleben gibt sich dennoch optimistisch: „Sagen wir mal so: wir werden nicht auf eine Punkteteilung spielen. Aus fußballerischer Sicht müssen wir uns nach der unglücklichen und vermeidbaren Niederlage gegen Preussen nun wieder auf die Dinge besinnen, die uns ausmachen. Dazu zählt beispielsweise, niemals aufzustecken. Ich habe die Mannschaft auch frühzeitig gewarnt, dass wir irgendwann mal wieder nicht gewinnen werden. Die Jungs dürfen jetzt nur nicht in eine Negativspirale geraten. Mit Großenwieden erwartet uns nun die stärkste Offensive der Liga. Daniel Wins und André Zurmühlen sind da hervorzuheben. Die Jungs haben viele Tore geschossen und sind immer torgefährlich. Deshalb müssen wir uns defensiv etwas einfallen lassen.“ Aus diesem Grund kommt den Coach die Genesung von Daniel Magaschütz gelegen. Dadurch habe man in der Defensive nun wieder mehr Optionen, erklärt Wohlleben. Dafür wird neben den Langzeitverletzten auch Andrej Vorrat mit einer Gelbsperre ausfallen. Im anderen Lager wird der TSV an den 7:3-Erfolg gegen Grohnde anknüpfen wollen. Dazu der Co-Trainer der Gäste, Rassan Abdi: „Die Tabellensituation hat bei diesem Topspiel kein Gewicht. Hier wird es auf die Tagesform ankommen. Die Mannschaft mit den größeren Nerven wird das Spiel an sich reißen. Emmerthal hat eine starke Mannschaft mit viel Qualität. Wir wollen an der Emmer jedoch nicht baden gehen, sondern um die Punkte kämpfen und das bestmögliche Resultat mitnehmen.“

SpVgg. Bad Pyrmont II – FC Preussen Hameln (Sonntag, 12 Uhr).

Nach dem knappen 2:1-Erfolg gegen Azadi Hameln hat die Spielvereinigung Bad Pyrmont tabellarisch wieder den Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt. Beim kommenden Spiel gegen den FC Preussen Hameln soll die Tabellensituation deshalb gefestigt werden: „Wir wollen den Anschluss nach oben halten. Unser Anspruch ist nicht aufzusteigen, sondern unter die ersten fünf Plätze zu kommen. Deshalb sind am Sonntagmittag auch ganz klar drei Punkte angepeilt. Ich freue mich außerdem auf Rik Balk und ‚Rolli‘ Schünemann. Ich denke, Preussen steht zurecht da, wo sie sich aktuell befinden. Wir schauen allerdings nicht auf den Gegner sondern nur auf uns selbst. In der Klasse kann aktuell vermutlich eh jeder jeden schlagen,“ gibt Pyrmonts Trainer Eldar Zahirovic vor der Partie zu Protokoll. Durch die Rückkehr einiger Studenten in den Kader entspannt sich die Personalsituation bei der Spielvereinigung. „Es beruhigt und erleichtert mich einfach, dass ich wieder aus den Vollen schöpfen kann“, erklärt der Coach deshalb. Nach ebenfalls einem 2:1-Erfolg gegen Emmerthal wollen die Gäste unterdessen die nächsten drei Punkte. FC-Trainer Rik Balk gibt sich deshalb siegessicher: „Die Auswärtshürde ist hoch aber nicht zu hoch. Bad Pyrmont ist zwar der Favorit, aber wenn wir so engagiert und mannschaftlich geschlossen auftreten wie gegen die TSG, können wir drei Punkte mit in die Kurstadt nehmen.“ Dabei unterschätzt Balk keineswegs die Stärke des Gegners: „Die Mannschaft spielt sehr guten und attraktiven Fußball. Man erkennt die Handschrift von Eldar. Nicht umsonst haben sie schon sieben Siege auf dem Konto.“ Auch bei den Gästen entspannt sich die Personalsituation.

SC RW Thal – VfB Eimbeckhausen (Sonntag, 15 Uhr).

Im Kellerduell zwischen Rot-Weiß Thal und dem VfB Eimbeckhausen hoffen am Wochenende beide Teams, sich von den direkten Abstiegsplätzen zu entfernen. Nach dem 4:1-Erfolg über Rohden wünscht sich Thals Trainer Markus Nickel einen ähnlichen Auftritt seiner Elf: „Ich hoffe, wir machen da weiter, wo wir aufgehört haben. Damit meine ich gar nicht unbedingt das Siegen, sondern die Einstellung, den Respekt und die Disziplin aus dem letzten Spiel. Die Jungs haben zuletzt gezeigt, dass sie wieder richtig Fußball spielen wollen. Mit Eimbeckhausen erwartet uns nun ein Kellergegner mit klitzekleiner Favoritenrolle, was die Situation für den Kopf auch nicht einfacher macht. Das Spiel wird also kein Zuckerschlecken. Wenn wir Trotz und Wehmann in den Griff bekommen, haben wir aber gute Chancen, einen Punkt zuhause zu behalten.“ Tobias Masur wird den Gastgebern noch längere Zeit mit zwei angebrochenen Rippen fehlen. Für VfB-Spielertrainer Michael Wehmann zählen am Sonntag indes „nur drei Punkte.“ Die Gäste haben allerdings erneut mit Personalproblemen zu kämpfen: „Aus verschiedenen Gründen fehlen wieder sechs Spieler. Wir haben in den vergangenen Wochen aber gelernt, personelle Engpässe wegzustecken. Ich hoffe, dass uns das auch am Sonntag gelingt. Letzte Woche haben wir beim 1:2 gegen Wallensen nur knapp verloren und wenig zugelassen. Allerdings hat Thal nach dem Trainerwechsel letzte Woche den ersten Dreier eingefahren. Von daher sind wir gewarnt genug“, schildert der Gästecoach.

MTV Lauenstein – WTW Wallensen (Sonntag, 15 Uhr).

Im Ostkreis steigt am Sonntag das Derby zwischen dem MTV Lauenstein und dem WTW Wallensen. Die Gastgeber haben am vergangenen Wochenende nach zwei sieglosen Spielen in Folge beim 3:1 gegen die Reserve des MTSV Aerzen wieder drei Punkte eingefahren. Gegen Wallensen hofft MTV-Trainer Stefan Gluba auf einen selbstbewussten Auftritt seiner Mannschaft: „Im Derby haben wir Heimrecht und ich verlange von meinem Team, dass man das auch als Zuschauer erkennt. Wir spielen auf Sieg.“ Dennoch weiß der Coach auch um die Stärken des Gegners: „Bereits vor der Saison hatte ich den WTW als Aufstiegsfavoriten eingestuft. Nach dem eher mäßigen Start ist die Mannschaft nun seit Wochen in Topform. Wir können nur Punkte einfahren und bestehen, wenn wir keine Sekunde lang nachlässig sind. Die entscheidenden Schlüsselstellen müssen wir ausschalten und selbst immer wieder den Torabschluss suchen.“ Auf der anderen Seite will Wallensen nach dem 2:1 gegen Eimbeckhausen den fünften Sieg in Folge einfahren. „Es haben alle Bock auf das Derby und wir wollen unseren positiven Trend fortsetzen. Der Trainer hat im Training angesprochen, was im letzten Spiel falsch gelaufen ist, und das Ganze mit den Jungs aufgearbeitet. Die Zielsetzung gegen Lauenstein ist auf jeden Fall ein Sieg. Aber auch Lauenstein wird gewinnen wollen. Die haben nur drei Punkte Rückstand auf uns und können an einem guten Tag auch jede Mannschaft schlagen“, erklärt WTW-Sprecher Dominik Heintz vor der Partie.

VfB Hemeringen – SV AZADI Hameln (Sonntag, 15 Uhr).

Mit einem Sieg gegen das Tabellenschlusslicht Azadi Hameln könnte der VfB Hemeringen am Sonntagnachmittag seinen Vorsprung auf die Abstiegszone ausbauen. Nach der 0:3-Niederlage gegen Hajen will VfB-Sprecher Peter Reese nun gegen einen „unmittelbaren Konkurrenten“ wieder drei Punkte holen: „Am Sonntag gilt es, die Punkt in Hemeringen zu behalten. Die Adler reisen zwar als Tabellenletzter an, haben aber zuletzt mit den Leistungen gegen Hajen und Bad Pyrmont aufhorchen lassen. Deshalb bedarf es einer konzentrierten und beherzten Leistung. Aussetzer wie zuletzt in Hajen, wo man das Spiel in drei Minuten verloren hat, dürfen sich nicht wiederholen. Positiv bleibt allerdings hervorzuheben, dass das Team nie aufgesteckt und an sich geglaubt hat. Das zeugt von einer guten Moral. Um beim Super-Sonntag einen schönen Abschluss zu finden, wird es wichtig sein, die Gäste nicht ins Spiel kommen zu lassen und von Beginn an unter Druck zu setzen.“ Die Hamelner hingegen wollen nach den guten Leistungen beim 1:1 in Hajen und dem 1:2 in Pyrmont endlich drei Punkte einfahren: „Es war letzte Woche wieder einmal ein gutes Spiel ohne Punkte von uns. Jedes Mal bekommen wir Lob vom Gegner. Davon können wir uns aber nichts kaufen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Mannschaft bei all dem Pech und der Pleiten nie den Kopf hängen lässt. Zudem erspielen wir uns häufig Chancen heraus, wenn auch zu wenig Zählbares dabei herausspringt. Um gegen das favorisierte Hemeringen etwas mitzunehmen, müssen wir unser Spiel durchsetzen und uns weiterhin in Abschlusspositionen bringen.“


TuS Rohden-Segelhorst – SG Hajen/Latferde (Sonntag, 15 Uhr).

Für den Tabellenvorletzten des TuS Rohden wird die Situation auch am zwölften Spieltag nicht einfacher. Nach der 1:4-Niederlage gegen Thal kommt nun die SG Hajen/Latferde. Damit das rettende Ufer nicht zu weit entrinnt, findet Rohdens Trainer Jörg Pydde vor der Partie klare Worte: „Wir wollen am Sonntag gewinnen, auch wenn die Trauben gegen Latferde/Hajen sehr hoch hängen. Die personelle Situation ist zwar nicht gut, aber trotzdem müsse die Spieler endlich mal zeigen, dass sie im Moment zu Recht auf dem Platz stehen.“ Dreifach punkten will allerdings auch die SG. Nach dem 3:0-Erfolg gegen Hemeringen könnten die Gäste mit einem weiteren Sieg auf Platz drei springen. Dazu SG-Sprecher Marc Knoesel: „Wir haben uns jetzt oben festgesetzt und da wollen wir nach Möglichkeit auch bleiben. In den letzten Spielen gab es allerdings immer unterschiedliche Halbzeiten von uns. Wir müssen deshalb versuchen, mehr Konstanz in unser Spiel zu bringen, um nicht unnötig unter Druck zu stehen. Die Abläufe in den verschiedenen Spielsituationen müssen noch viel intuitiver werden. Darauf liegt unser Fokus in den Trainingseinheiten. Von Rohden weiß ich, dass wir uns da immer schwergetan haben. Rohden spielt keine gute Saison, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht trotzdem jeder Mannschaft das Leben schwermachen können.“ Auch wenn die Kaderplanung der Gäste noch nicht abgeschlossen ist, wird die SG wohl auf einige Stammspieler verzichten müssen.



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