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Die kuriose Demission in Halvestorf machte ihn krank / Neuer Verein noch nicht in Sicht

Wo jubelt Meistertrainer Fehrmann heute?

Geheuert, gefeiert, gefeuert! Die Demission von Trainer Ralf Fehrmann nach zweieinhalb überaus erfolgreichen Jahren bei der SSG Halvestorf bleibt auch rund vier Monate danach immer noch ein großes Rätsel. Auch wenn es angeblich nur am zu hohen Gehalt des Trainers gelegen haben soll. Einer wie Fehrmann verschwindet deshalb zwar nicht gleich vom Erdboden, dennoch ist es still geworden um den Meistermacher vom Piepenbusch und Doppel-Pokalsieger. Aber was macht der erfolgreiche Fußballtrainer heute – mit 47 Jahren etwa schon in Frührente? „Nein, auf keinen Fall, ich musste nur erst einmal alles in Ruhe verarbeiten und Abstand gewinnen. Und das war nicht einfach, ließ mich bis an meine gesundheitlichen Grenzen stoßen“, gibt Fehrmann Einblicke in seine Gemütslage. Denn die kuriosen Vorkommnisse beim Landesliga-Aufsteiger, die ihn trotz Erfolg quasi über Nacht zur persona non grata werden ließen, schlugen nicht nur tiefe Kerben in seine Seele, sondern ließen auch immer mehr seinen Körper rebellieren und machten ihn schließlich sogar krank. „Ich bekam ganz starke Schmerzen in der rechten Schulter, was dann als Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule diagnostiziert wurde“, berichtet der einstige Oberligaspieler von Preußen 07. Was folgte, war eine dreiwöchige Rehabilitation in Salzkotten und natürlich noch ein bisschen mehr Abstand vom Thema Halvestorf.

veröffentlicht am 22.10.2010 um 15:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:07 Uhr

Das waren noch Zeiten: Trainer Ralf Fehrmann bejubelt mit Björn
Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

„Da konnte ich noch einmal alles Revue passieren lassen. Nur am Geld kann es nicht gelegen haben, denn da wäre ich immer gesprächsbereit gewesen. Man hat mich einfach eiskalt abgesägt, so sieht das eben aus. Aber jetzt ist die Sache für mich endgültig erledigt“, hat der 47-Jährige seinen Frieden mit der SSG Halvestorf geschlossen. Ein Spiel seiner ehemaligen Mannschaft in der neuen Umgebung Landesliga hat er allerdings noch nicht verfolgen können. „Die Zeit war einfach noch nicht reif dafür, aber jetzt werde ich eine der nächsten Möglichkeiten sicher nutzen und mir mal eine Begegnung ansehen“, kündigt der ehemalige SSG-Trainer einen Besuch am Piepenbusch an. Aber in erster Linie auch deshalb, weil er „die Spieler, die bis zum Ende loyal mit mir durchgezogen haben“, mal wiedersehen möchte. Warum es sportlich in Halvestorf allerdings unter seinem Nachfolger Milan Rukavina noch nicht so richtig läuft, kann sich aber auch Ralf Fehrmann nicht wirklich erklären. „Vielleicht war nach der langen Bezirksliga-Saison die Regenerationsphase einfach zu kurz und die Jungs brauchen noch ein bisschen Zeit“, mutmaßt er. Wann er allerdings wieder das Geschehen bei einem anderen Klub von der Außenlinie bestimmen wird, steht noch in den Fußball-Sternen. „Ich habe eigentlich noch keine Lust, wieder Verantwortung zu übernehmen. Aber das kommt sicher wieder, denn ich bin mit Leib und Seele Trainer“, weiß Fehrmann, dass auch seine Stunde wieder schlagen wird. Und damit er bis dahin nicht komplett einrostet, leitet er derzeit aus reinem Vergnügen ein paar Trainingseinheiten beim Nachwuchs des FSC Eisbergen, dem Klub an seinem Wohnort in Westfalen.

Außerdem geht hier auch Fehrmanns achtjähriger Sohn Niklas bei den F-Junioren auf Torejagd und freut sich, dass sein Papa jetzt viel mehr Zeit für ihn hat.



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