weather-image
×

Trainer Frank-Uwe Schmidt traut Aufsteiger SG 74 II in der 1. Kreisklasse einiges zu

„Wir werden uns etablieren“

Hameln. Tatenlos zum Titel. Bei der SG Hameln 74 II knallten die Korken schon 90 Minuten früher als geplant, denn Gegner Rot-Weiß Thal wollte sich wohl nicht mit der drohenden Statistenrolle an der Heinestraße anfreunden und blieb einfach weg. Fair Play im Fußball sieht gewiss anders aus.

veröffentlicht am 02.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

Roland Giehr

Autor

Sportredakteur zur Autorenseite

Denn drei Punkte am grünen Tisch und fünf Tore können einen auf dem Rasen erkämpften Sieg nun mal nicht ersetzen. Sieht auch SG-Trainer Frank-Uwe Schmidt so. „Wir wollten uns mit einer guten Leistung so richtig in Stimmung bringen. Aber in diesen Klassen ist das ja einfach nichts Neues“, ärgerte er sich dann auch nur kurz über die Verweigerer aus Thal.

Krachen ließen es seine Mannen dann mit etwas Anlauf trotzdem. Und zwar richtig. Schließlich legte die wohl beste Reservemannschaft in der Vereinsgeschichte der SG 74 eine traumhafte Saison in der 2. Kreisklasse, Staffel 2, hin. 18 Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage am 3. Spieltag gegen den TSV Klein Berkel II (1:3) sind schon eine echte Hausnummer auf dem Weg in die 1. Kreisklasse. Und ganz nebenbei stellten Schmidts sturmstarke Schützlinge mit dem sensationellen 28:0-Schützenfest gegen die Pyrmonter Bergdörfer auch noch einen neuen Tor-Rekord im Kreisgebiet auf. „Wir haben die Meisterschaft wirklich verdient, waren eindeutig das beste Team“, bilanziert der SG-Coach, vergisst aber im Triumph auch die direkten Konkurrenten nicht. „Aerzen II und Klein Berkel II haben uns schon ein wenig geärgert“, gibt er zu. Und so konnte sich die SG Hameln 74 II auch erst spät von den beiden ärgsten Verfolgern deutlich absetzen. Nun sind es vor der letzten Saisonpartie am Samstag bei Königsförde II sechs Punkte. Thema erledigt. Zwar präsentierte sich der frischgebackene Meister von der Heinestraße stets als kompakte Einheit; mit Torhüter Marvin Kämper, dem enorm einsatzfreudigen Torben Böhm (Schmidt: „Der ist überall auf dem Platz“) und Markus Schaaf haben sich dennoch drei Hauptdarsteller herauskristallisiert. Als Glücksgriff erwies sich zudem die Winterverpflichtung von Torjäger Erhan Yalcin.

Vor der neuen Umgebung hat Frank-Uwe Schmidt derweil keine Bange. „Ich bin sicher, dass wir uns schnell im Mittelfeld etablieren werden“, blickt er optimistisch in die sportliche Zukunft. Und wie es das Schicksal will, stehen nun auch zwei brisante Hamelner Stadt-Derbys gegen Mitaufsteiger FC Preußen auf dem Programm. „Das wird sicher interessant“, orakelt der SG-Coach.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige
Anzeige