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Genge-Elf gegen Celle nur Außenseiter / Eintracht-Coach Mende vermisst Mut zum Abschluss

„Wir werden über uns hinauswachsen müssen“

Fußball (aro/ako). 55 geschossene Tore in nur acht Spielen. Die Oberliga-Frauen des SV Hastenbeck müssen sich warm anziehen, denn am Sonntag (13 Uhr) kommt mit dem Tabellenzweiten Fortuna Celle die Torfabrik der Liga an den Reuteranger. Auf die Hastenbecker Abwehr kommt Schwerstarbeit zu, denn Celle hat mit Lisa Zimmermann (15 Tore), Jana Voelker (13) und Laura Kantert (10) die drei Top-Torjägerinnen der Oberliga in seinen Reihen.

veröffentlicht am 22.10.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:41 Uhr

Trotzdem rechnet sich SVH-Coach Detlef Genge gegen den Favoriten aus Celle, der schon drei Punkte hinter dem Tabellenführer VfL Wolfsburg liegt und sich im Kampf um die Meisterschaft möglichst keinen weiteren Ausrutscher erlauben darf, etwas aus: „Wir werden über uns hinauswachsen müssen, um Celle zu schlagen.“ Aber schon bei der knappen 2:3-Niederlage in Wolfsburg machten die Hastenbeckerinnen dem klaren Favoriten das Leben schwer. Und das ist auch morgen das Ziel. Schließlich hat die Genge-Elf in diesem Spiel nichts zu verlieren. Der SVH-Coach muss auf Ines Woltemate (Bänderdehnung) verzichten, dafür rückt Nora Fricke wieder ins Team. „Vielleicht gelingt uns ja eine faustdicke Überraschung“, so Genge.

Im Vergleich zur Vorsaison müssen die Landesliga-Frauen von Eintracht Hameln gegen Eintracht Bückeberge einiges besser machen. Damals verlor man beide Saisonspiele gegen den jetzigen Tabellenzweiten mit 1:3 und 2:4. Am Sonntag um 11 Uhr kann die Elf von Markus Mende beweisen, ob sie etwas aus ihren Fehlern gelernt hat. „Mit einem Punkt wäre ich zufrieden“, so Mende. Mit jeweils sieben Gegentoren treffen dabei die stärksten Abwehrreihen der Liga aufeinander. Jedoch machten die Gäste in dieser Spielzeit mehr als doppelt so viele Buden wie der ESV, dem laut Mende „oft der Mut zum Abschluss fehlt“. Katrin Suchta, Ann-Kathrin Gaulke und Carmen Bockstiegel fallen aus. Auch die Einsätze von Meike und Claudia Becker-Bubat sind noch ungewiss.

Der SC Diedersen möchte am Samstag (16 Uhr) dem eigenen Publikum endlich den ersten Heimerfolg in der laufenden Saison bescheren. Mit dem Vorletzten TSV Havelse II hat der Aufsteiger zudem eine machbare Aufgabe vor sich. Deshalb zeigt sich Coach Alexander Stamm optimistisch: „Wenn wir das zeigen, was wir können, werden wir ganz klar gewinnen.“ Verzichten muss er auf Lara Kaller und Jennifer Motzner. Nach zwei Auswärtspartien in Folge überwiegt beim Liganeuling hauptsächlich die Vorfreude auf den heimischen Rasen. „Wir haben jetzt die längsten Auswärtsfahrten abgehackt, so dass wir uns freuen, endlich wieder zu Hause spielen zu dürfen“, so Stamm.

Nach der überraschenden Niederlage in Hohenbostel möchte Trainer Mario Reinhold mit Bezirksligist Inter Holzhausen gegen die FSG Lauenhagen (Sonntag, 11 Uhr) wieder dreifach punkten: „Wir werden uns nicht verstecken, sondern zu Hause auf Sieg spielen“, kündigt der Inter-Coach selbstbewusst an. Große Sorgen bereitet ihm aber Tochter und Torjägerin Jennifer Reinhold, die aufgrund von Kniebeschwerden zuletzt nicht mittrainieren konnte. Zudem werden Kelly Stratmann und Manuel Bürgel ausfallen. Dennoch ist sich Reinhold sicher: „Wir haben immer noch die nötige Qualität, um zu gewinnen.“

Während der MTV Lauenstein die letzte Begegnung nur zu zehnt antreten konnte, hat sich die personelle Lage inzwischen deutlich entspannt. So kann das Schlusslicht am Sonntag (11 Uhr) mindestens auf eine elfköpfige Mannschaft setzen. Mit Inter-Bezwinger VSV Hohenbostel steht jedoch ein sehr motivierter Kontrahent bevor. „Für das nächste Spiel rechnen wir uns nicht allzu viel aus“, gibt Teamsprecher Alexander Weber zu. Dennoch stirbt auch bei ihm die Hoffnung erst zuletzt: „Wir können eigentlich nur gewinnen, und vielleicht ist ja eine Überraschung drin.“

Ohne Nora Köhler und Sabrina Muth, die gemeinsam schon elf Saisontore zu verbuchen haben, wird TSV Nettelrede am Sonntag (11 Uhr) nach Hildesheim reisen. Außerdem steht auch Verteidigerin Julia Schwekendiek nicht zur Verfügung. Deshalb meint Coach Werner Schwekendiek: „Sicherlich kann das Spiel zum Stolperstein werden, besonders weil wir auswärts ran müssen. Dennoch bin ich vom Sieg überzeugt.“ Gleichzeitig beschreibt er die aktuelle Lage seiner Elf: „Im Moment passen wir uns schwächeren Gegnern schnell an, während wir gegen starke Teams sehr gut aussehen.“ Mit Hildesheim wartet auf dem Tabellenzweiten ein dicker Brocken, den man aus dem Weg räumen muss.



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