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Kein Erfolg in erster Instanz / Vorsitzender Westenfeld kündigt Rechtsmittel an

„Wir werden in die nächste Instanz gehen“

Der FC Eldagsen ist mit seinem Einspruch gegen das Aufstiegsverbot in die Landesliga vor dem Bezirkssportgericht zwar gescheitert, aber Vereinschef Karl-Heinz Westenfeld kündigte an: „Wir werden in die nächste Instanz gehen.“   

veröffentlicht am 10.06.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:21 Uhr

Fußball (jab). Der FC Eldagsen ist mit seinem Einspruch gegen das Aufstiegsverbot in die Landesliga vor dem Bezirkssportgericht gescheitert. Der Beschluss des Gerichts vom Mittwochabend: „Der Anrufung wurde nicht stattgegeben“, so Vorsitzender Thomas Hesse. Die Begründung steht noch aus, für den FCE-Vorsitzenden Karl-Heinz Westenfeld ist aber klar: „Wir werden in die nächste Instanz gehen.“ Das heißt: Die Eldagsener legen Widerspruch beim NFV-Sportgericht ein.

Die Zusammensetzung der Landesliga für die kommende Saison dürfte sich also noch etwas länger hinziehen. Leidtragender ist dabei auch der HSC BW Tündern, der als Vizemeister aufsteigen würde, wenn die Gerichte den Beschluss des Spielausschusses, nach dem Eldagsen wegen fehlender eigener Jugendteams nicht aufsteigen darf, bestätigen, aber nicht sicher planen kann, solange das Verfahren nicht abgeschlossen ist. Das gilt zwar auch für die Eldagsener, die aber, so versichert Westenfeld, auch für die Landesliga ihren Kader nicht weiter verändern wollten.

Um in der Landesliga spielen zu dürfen, sind laut Anhang 3 der NFV-Spielordnung mindestens eine weitere Herrenmannschaft sowie eine eigene A-, B- oder C-Juniorenmannschaft erforderlich. Eigene Nachwuchsteams vom FCE nehmen in den geforderten Altersklassen allerdings nicht am Spielbetrieb teil.

Die Eldagsener argumentieren in ihrem Widerspruch aber, dass sie sehr wohl eine eigene C-Juniorenmannschaft zum Spielbetrieb melden wollten, eine entsprechende Staffel aber nicht zustande kam. Um das zu bestätigen, waren auch FCE-Jugendleiter Mario Theska und Trainer Axel Geide als Zeugen zur Verhandlung in Hildesheim geladen. „Sie wurden aber nicht gehört, weil schnell anerkannt wurde, dass wir eine Meldung für eine Elfer-Mannschaft abgegeben haben“, so Westenfeld.

Der Knackpunkt, der möglicherweise auch das Gericht beeinflusste: Bei der Staffel, die letztlich nicht zustande kam, handelte es sich um eine Staffel für Mannschaften des älteren D-Juniorenjahrgangs, die als C-Junioren firmiert hätten. Hintergrund: Im Kreis Hannover-Land waren Elfer-D-Jugendmannschaften nach kurzer Zeit wieder abgeschafft worden. Den Vereinen, die mit ihren älteren D-Junioren-Teams weiter auf dem Großfeld spielen wollten, wurde die Gründung einer eigenen Staffel in Aussicht gestellt, die letztlich aber nicht zustande kam, weil außer dem FCE nur fünf weitere Klubs Interesse bekundeten. „Das kann man uns doch nicht zum Vorwurf machen“, so Westenfeld.

Der FCE stellt aber auch die in der Spielordnung geforderte Gründung von Jugendfördervereinen, falls ein Klub keine eigenen Jugendmannschaften stellen kann, infrage. Das würde gerade für kleine Klubs einen zu hohen Aufwand bedeuten. Dazu, so Westenfeld, habe sich in einer Verhandlungspause auch der Vorsitzende des NFV-Bezirks Hannover, August-Wilhelm Winsmann, geäußert: „Er will sich dafür einsetzen, dass die Regelung geändert wird.“



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