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Pyrmont muss gegen Eilvese gewinnen – sonst droht die Relegation

„Wir schaffen das!“

Bad Pyrmont. So viel Optimismus wie in den letzten beiden Trainingseinheiten wurde an der Südstraße seit Wochen nicht mehr versprüht.

veröffentlicht am 29.05.2015 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:37 Uhr

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Die Landesliga-Fußballer der SpVgg. Bad Pyrmont warten zwar schon seit zehn Wochen auf einen Sieg, sind auf den 13. Tabellenplatz abgerutscht, doch ausgerechnet im letzten Saisonspiel gegen den punktgleichen STK Eilvese will die Spielvereinigung „den Bock umstoßen“.

Von der drohenden Relegation sprach beim Training am Donnerstag niemand. Vor allem Trainer Philip Gasde wollte von solch einem Szenario nichts hören: „Wir werden es schaffen!“ Nur, wie er nach zwei mageren Punkten und 3:17 Toren aus den letzten acht Partien ausgerechnet im finalen Kick gegen den unmittelbaren Konkurrenten den Hebel umlegen will, bleibt vorerst sein Geheimnis. Taktische Finessen gegen die Eilveser, bei denen eher Kampf Trumpf ist und die Spielvereinigung in der Hinserie mit 0:4 abblitzte, wollte Gasde nicht verraten. Aber drei wichtige Voraussetzungen erwartet er von der ersten bis zur letzten Minute: „Kampf, Tempo, Leidenschaft.“ Drei Dinge, die zwischenzeitlich in der Kurstadt schon ein wenig verloren gegangen waren. Doch nicht nur Gasde, auch Daniele Luggeri, der in der kommenden Saison die Aufgabe des Cotrainers übernimmt, sieht vor dem letzten Akt in der zweiten Landesliga-Saison Licht am Ende des Tunnels: „Gegen Ramlingen und in Burgdorf haben wir uns deutlich gesteigert. Mit der Leistung müssen wir uns nicht verstecken.“

Für die Spieler ist das Thema Relegation tabu. Auch für Torjäger Christopher Loges, der mit 26 Treffern die Torschützenliste der 6. Liga vor dem Bavenstedter Jane Zlatkov (22) anführt: „Wir werden uns in diesem Spiel nicht aus der Spur bringen lassen.“ Doch er hat so eine Situation, wo es im Kampf um den Klassenerhalt Spitz auf Knopf steht, noch nie mitgemacht. Deutlich mehr Erfahrung in Sachen Klassenerhalt können da schon Torhüter Stefan Schmidt und Abwehrspieler Roland Stuckenberg vorweisen. Der 28-jährige Schlussmann, der mit Preußen Hameln 07 schon mal den Verbleib in der Oberliga gesichert hat, weiß, worauf es ankommt: „Ich halte den Kasten sauber und am Ende werden wir mit 2:0 gewinnen.“ Jannik Denker beschreibt die derzeitige Lage mal aus einer ganz anderen Sicht: „Es geht gar nicht anders. Wir müssen gewinnen, denn die Mannschaftsfahrt ist schon gebucht.“ Immerhin, ein Optimist in allen Lebenslagen!

Stuckenberg, im Vorjahr mit Germania Hagen aus der Bezirksliga abgestiegen, muss seine Spielweise nicht umstellen. Er setzt in der Abwehr von Spiel zu Spiel auf 100-prozentigen Einsatz. Seine Einstellung stimmt auf jeden Fall: „90 Minuten kämpfen bis zum Umfallen.“ Und das gilt natürlich nicht nur für die Kampftruppe, sondern auch für die Abteilung „Technik“ in Pyrmonts Reihen. Alle Hebel hat auch Pyrmonts Vorstandsriege für das große Finale in Bewegung gesetzt. Freier Eintritt und Freibier nach dem Spiel. Doch das dürfte den Fans nur schmecken, wenn tatsächlich der große Coup „Klassenerhalt“ gelingt.



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