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Fußball-Bezirksliga: Bisperodes Manager Thilo Becker plant trotz Verletzungsmisere keine Winter-Transfers

„Wir gehen auf dem Zahnfleisch“

veröffentlicht am 13.10.2016 um 16:42 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

BISPERODE. „Die Tabelle lügt nicht“, sagt Bisperodes Teammanager Thilo Becker. Als Tabellen-13. steht das Team von Trainer Paul Bicknell in der Fußball-Bezirksliga mit neun Punkten zurzeit zwar auf einem Nicht-Abstiegsplatz, aber nach dem Stotter-Start mit drei Siegen und sieben Niederlagen ist für den Aufsteiger die Luft im Kampf um den Klassenerhalt zuletzt ziemlich dünn geworden.

Die Abstiegszone ist nur noch einen Punkt entfernt. Während der Tabellen-14. Germania Hagen am vergangenen Spieltag durch den 1:0-Heimsieg gegen Aerzen in der Tabelle Boden gutmachen konnte, ging die Bicknell-Elf beim 2:3 in Volkersheim erneut leer aus. Und das ausgerechnet gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. „Wir sind momentan in einer schwierigen Situation“, sagt Becker. Ein Grund sei die Verletzungsmisere, die sich beim Ostkreisklub vom ersten Spieltag an wie ein roter Faden durch die Saison zieht.

„Wir gehen personell zurzeit auf dem Zahnfleisch.“ Auch im Heimspiel gegen den Tabellendritten SC Harsum (Sa., 16 Uhr) werden neben Yannick Wagner und Marvin Dohme, die aus beruflichen Gründen nach Göttingen bzw. Hannover umgezogen sind und dem TSV nur noch sporadisch zur Verfügung stehen, wieder etliche Spieler ausfallen. Dustin Anders, Manuel Ungermann, Timon Scharmann und Jannik Denker sind verletzt. Abas Jaber und Daniel Ivicic sind gesperrt. Ob Linus Karl, der sich nach einem Kreuzbandriss immer noch mit Knieproblemen herumplagt, spielen kann, entscheidet sich erst im Abschlusstraining.

Die prekäre personelle Lage ist für Bisperodes Teammanager aber kein Grund zum Jammern. Auch Winter-Transfers sind nicht geplant. „Da müssen wir durch. Bis zur Winterpause müssen wir unsere Kräfte bündeln und das Beste aus der Situation machen.“ Das gilt insbesondere für Trainer Paul Bicknell, der aufgrund von Verletzungen, Studium und Beruf im Training oft nur einen Mini-Kader zur Verfügung hat. „Paul tut mir ein bisschen leid. Die Saison läuft nicht so, wie Paul und wir uns das vorgestellt haben. Aber wir müssen realistisch sein. Unter diesen personellen Voraussetzungen ist momentan nicht mehr drin“, sagt Becker.

„Wir können froh sein, dass auch einige andere Mannschaften schwächeln.“ Mit nur drei Punkten Rückstand zum einstelligen Tabellenplatz „ist für uns der Zug nach oben zum Glück noch nicht abgefahren“. Um den Grundstein für den Klassenerhalt zu legen, will Bisperodes Teammanager bis Weihnachten mindestens 18 Punkte holen. „Das können wir schaffen“, glaubt Becker, denn mit Neuhof, Bavenstedt, Hagen, Bevern und Hüddesum trifft Bisperode in diesem Jahr noch auf einige direkte Konkurrenten, „die wir schlagen können.“

MTSV Aerzen - SSG Halvestorf (So., 15 Uhr). „Ich erwarte einen Sieg. Alles andere wäre eine größere Enttäuschung als die Niederlage auf dem Hagen“, spricht Aerzens Fußball-Chef Karsten Hoppe vor dem Derby Tacheles. „Ich wünsche mir, dass wir endlich mal ein gutes Spiel machen. Spielerisch fehlt einiges. Dabei haben wir einen stärkeren Kader als letzte Saison.“ Die Heimschwäche des MTSV (ein Sieg, vier Niederlagen) könnte die Chance der Halvestorfer sein, die bisher auswärts mehr Punkte geholt haben als zu Hause. „Wir wollen nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. Das Wichtigste wird sein, hinten kompakt zu stehen“, sagt Halvestorfs Fußball-Chef Burkhard Büchler. Bei der SSG kehrt Christopher Liebal nach seiner Rotsperre wieder in den Kader zurück. Bei Aerzen ist der Einsatz von Eduard Mittelstedt noch fraglich.

FC Stadtoldendorf - HSC BW Tündern (So., 15 Uhr). Auf dem Papier ist Tündern klarer Favorit. Der noch ungeschlagene Tabellenführer reist zum Bezirksliga-Schlusslicht. Eine lösbare Aufgabe, die laut Teamsprecher Karsten Leonhart auch eine gewisse Gefahr birgt: „Deshalb werden wir Stadtoldendorf auf gar keinen Fall unterschätzen und genauso konzentriert an die Aufgabe herangehen, wie in den Partien zuvor.“

SV Lachem - FC Ambergau- Volkersheim (So., 15 Uhr).Lachems Höhenflug wurde erst einmal gestoppt. Im Topspiel gegen Tündern kassierte die Elf von Tarik Önelcin mit 0:3 die erste Saisonniederlage. Zu Hause ist der Tabellenzweite noch ungeschlagen. Und das soll laut Önelcin auch so bleiben, auch wenn mit Marco Elias und Mehmet Terzioglu zwei Spieler gesperrt sind. Zudem drohen Egcon Musliji und Andreas Helmel auszufallen. SpVgg. Hüddesum - TuS Germania Hagen (So., 15 Uhr). Durch den 1:0-Heimsieg gegen Aerzen schöpft Hagens Interimscoach Eldar Zahirovic im Abstiegskampf neue Hoffnung: „Wenn wir an die kämpferische Leistung anknüpfen, ist auch in Machtsum einiges möglich.“ Georgios Konstantinidis und Felix Gerigh sind gesperrt, dafür ist Markus Trompa wieder dabei. aro/awa



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