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Hinter der Zukunft von Kreisliga-Schlusslicht Hessisch Oldendorf stehen viele Fragezeichen

Wie geht’s weiter bei Rot-Weiß?

Hessisch Oldendorf. Nur drei magere Zähler auf dem Konto und einsames Schlusslicht: Im Tabellenkeller der Fußball-Kreisliga könnte es im Moment für Rot-Weiß Hessisch Oldendorf sportlich wohl nicht trauriger und dunkler aussehen. Und bei schon acht Zählern Rückstand auf das rettende Ufer und einem miserablen Torverhältnis von 11:94 wird es so schnell auch nicht mehr heller werden. Auch Vereinschef Ramazan Demirkaya (53) gibt zu: „Ich bin ratlos.“ Aber wie geht es weiter, ist der Abstieg in die 1. Kreisklasse überhaupt noch zu verhindern? Fakt ist: Das wird schwer, sehr schwer.

veröffentlicht am 30.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

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Dabei sah alles in der vergangenen Saison noch viel rosiger aus. Die Hessisch Oldendorfer beendeten die Spielzeit im gesicherten Tabellenmittelfeld, waren zeitweise sogar Spitzenreiter und im Kreispokal gelang immerhin der Halbfinaleinzug.

Alles nur noch Geschichte, denn im aktuellen Wettbewerb war bereits in Runde eins Schluss. Auch ein Sinnbild für die missliche Lage. Coach Mustafa Sariboga verließ die Mannschaft vor fünf Monaten. Seine Nachfolge übernahm der ehemalige Co-Trainer Ismail Bildik. Mit der schlechten sportlichen Situation habe Saribogas Entscheidung aber nichts zu tun gehabt. Der Aufwand sei zu groß gewesen, sagte der ehemalige Trainer bei seinem Rücktritt. Am Dilemma hat sich seither aber nichts geändert. Deshalb soll nach der Winterpause auch ein neuer Trainer an der Seitenlinie stehen. „Es ist ein Kandidat im Gespräch“, lässt Demirkaya durchblicken, ohne einen Namen zu nennen.

Der Vereinsboss hofft, bald Vollzug melden zu können. Aber auf alle Fälle soll der Spielbetrieb in Hessisch Oldendorf weitergehen. Ein schon hartnäckig in der Gerüchteküche hochkochender freiwilliger Rückzug aus der Kreisliga ist trotz der angespannten Situation kein Thema bei Rot-Weiß. „Am letzten Sonntag gab es noch einmal eine Mitgliederversammlung. Mit dem Ergebnis: Wir werden weiter in der Kreisliga spielen und eine Mannschaft auf den Platz bringen“, macht Vorstandsmitglied Durmus Dogan deutlich.

Das rot-weiße Trainergespann: Coach Ismail Bildik (re.) und Co-Trainer Hakan Avci. awesa

Doch woran liegt es, dass die einst so leistungsstarke Mannschaft auf einmal mittendrin im Existenzkampf steckt?

Ein Grund sind zweifellos die Abgänge einiger Leistungsträger. Mit Özkan Ünsal, Imam Al Bardawil, Daniel Schütten und Mehdi Dragusha zog es gleich ein Quartett zum FC Preußen Hameln in die zweite Kreisklasse. Nun wechselte auch noch Torjäger Soner Aslan zum SV Lachem in die Bezirksliga und auch Salim Fardous (SG Königsförde/Halvestorf) verließ das sinkende Schiff. Um diese Abgänge zu kompensieren, sollen zur Rückrunde noch vier neue Spieler kommen. Auch ein neuer Torwart ist im Gespräch. Angeblich sind die Wechsel von Cemil Teke (TuS Rohden) und Erhan Hüseyin (Stadthagen) bereits unter Dach und Fach.

Ein weiteres Problem ist offenbar die mangelnde Disziplin. So kassierte Rot-Weiß in der Hinrunde bereits 47 Gelbe Karten und rekordverdächtige 13 Platzverweise. Eine echte Hausnummer. Fest steht: Den Fairplay-Preis werden die Hessisch Oldendorfer in dieser Saison auf diese Weise nicht mehr erhalten. Aber Klubchef Ramazan Demirkaya verspricht Besserung. „Das wird so nicht mehr passieren.“

Auch wenn der Rückzug der Mannschaft vom Tisch ist, bleiben noch viele Fragen – die wichtigste ist zweifellos: Wer wird neuer Trainer?



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