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Zwischenbilanz und Ausblick: Die Hameln-Pyrmonter Bezirksligateams im Winter-Check

Wer wird Meister? Wer steigt ab?

Bezirk Hannover. Die Winterpause der Fußballer ist vorbei, die Bezirksliga-Saison geht in die heiße Phase. In den nächsten Wochen entscheidet sich, wer Meister wird und wer absteigt. Wir haben die Hameln-Pyrmonter Teams unter die Lupe genommen. Wie fällt die Zwischenbilanz aus? Und was ist für die Klubs noch drin?

veröffentlicht am 05.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:41 Uhr

MTSV Aerzen (1. Platz/ 40 Punkte): Aerzens Bezirksligakicker sind klar auf Titelkurs. 13 Siege, ein Remis und nur drei Niederlagen. Eine beeindruckende Zwischenbilanz des MTSV, den vor Saisonbeginn niemand als Titelkandidat auf der Rechnung hatte. Schon jetzt hat die Elf von Neu-Trainer Uwe Filla mehr Punkte auf dem Konto, als in der gesamten vergangenen Saison. Die beendete der MTSV unter Ex-Coach Stephan Meyer, der aufgrund der vielen Verletzungen oft improvisieren musste, mit 36 Punkten auf dem zehnten Platz. Die Vorbereitung lief laut Aerzens Fußball-Chef Karsten Hoppe zwar „schleppend“, weil ein Training auf Rasen, der immer noch gesperrt ist, zurzeit nicht möglich ist. Personell sieht es laut Hoppe aber gut aus: „Bis auf Dennis Koch sind alle Spieler fit.“ Auch André Preuß ist nach seinem Kreuzbandriss wieder dabei. Der Titel ist laut Hoppe zwar kein Muss, aber der Gewinn der Meisterschaft ist das Ziel, auch wenn der MTSV – wie berichtet – nicht in die Landesliga aufsteigen darf.

Dewezet-Prognose: Der Traum vom Landesliga-Aufstieg ist zwar durch die NFV-Statuten jetzt schon geplatzt, aber mit fünf Punkten Vorsprung ist Aerzen der klare Top-Favorit auf den Titel.

SSG Halvestorf (7./20 Punkte): Mit Ralf Fehrmann übernimmt nun bereits der dritte Cheftrainer in dieser Saison das Zepter am Piepenbusch. Aber beim Blick auf die Tabelle fällt auf: Oben ist weit weg und der Abstiegskampf irgendwie auch. Und so geht es für ihn und Halvestorf eigentlich nur noch um die „Goldene Ananas“. Doch Fehrmann hatte unlängst schon angekündigt, dass er viel weiter denkt und eben auch plant. Und so wird er die Restsaison schon als Vorbereitung für die neue Spielzeit sehen. Seine Ziele: Die Mannschaft festigen und von seinem Spielsystem überzeugen. Denn mit dem Image der grauen Maus will sich die SSG Halvestorf in Zukunft in der Bezirksliga nicht mehr abfinden. Denn ein ehrgeiziger Trainer wie Ralf Fehrmann hat immer den Anspruch, Meister zu werden. Nur in dieser Spielzeit wird das nichts mehr.

Dewezet-Prognose: Halvestorf wird wesentlich geordneter auftreten und unter Fehrmann auch wieder zu alter Heimstärke finden. Oberes Mittelfeld kommt dabei am Ende heraus.

SV Lachem (8./20 Punkte): Tarik Önelcin, der übrigens seinen Trainer-Vertrag noch nicht verlängert hat, geht mit großem Selbstbewusstsein in die Restserie. „Wir werden noch einige Mannschaften richtig ärgern und mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, macht dem Coach vor allem die gut verlaufene sechswöchige Vorbereitungszeit Mut. „Wir haben vor allem an der taktischen Disziplin gearbeitet. Ich hoffe, das wird sich nun auszahlen.“ Die erste Reise führt am Sonntag nach Schliekum. Keine einfache Aufgabe, aber mit einem gut aufgestellten Kader nicht unlösbar. Neben Torjäger Soner Aslan fanden auch Baris Demirkaya und Denis Anklam im Winter den Weg nach Lachem, außerdem kehren mit Bujamin Kiki und Andreas Helmel zwei Langzeitverletzte ins Aufgebot zurück. Önelcin hat nun die Qual der Wahl.

Dewezet-Prognose: Der SV Lachem ist im Laufe der Saison immer stabiler geworden und wird sich im gesicherten Mittelfeld etablieren. Der Abstieg ist kein Thema.

TSV Bisperode (10./18 Punkte):

Bisperodes Coach Werner Brennecke will „den Klassenerhalt so schnell wie möglich perfekt machen und der Relegation aus dem Weg gehen“. Der aktuelle Dewezet-Supercupsieger überwinterte zwar als Tabellenzehnter. Aber der Relegationsplatz ist nur vier Punkte entfernt, weil Bisperode in der Hinrunde einige Punkte liegen ließ. Doch Brenneckes Blick richtet sich eher nach oben als nach unten. Der TSV-Coach hat mit seiner jungen Truppe Platz sieben im Visier. Das wird aber wohl nur gelingen, wenn Bisperode die Abwehrschwäche in den Griff bekommt. Der TSV kassierte in 15 Spielen 44 Gegentore. Das sind fast drei pro Spiel. Am Sonntag soll in Dielmissen (Hinspiel 4:4) endlich mal die Null stehen. Nicht dabei sind Marvin Dohme, Yannik Wagner und Roman Bandorski. Und auch Dustin Anders wird voraussichtlich fehlen.

Dewezet-Prognose: In der Hinrunde musste die stark verjüngte Bisperoder Elf noch ab und zu Lehrgeld zahlen. Da der TSV noch zwei Nachholspiele in petto hat, scheint der Sprung in die Top Ten nur eine Frage der Zeit sein. Mehr als Platz sieben ist aber nicht mehr drin.

WTW Wallensen (13./14 Punkte): Wallensen ist mit ehrgeizigen Zielen gestartet, aber der Aufsteiger legte mit acht sieglosen Spielen einen klassischen Fehlstart hin. „Wir mussten uns in der Bezirksliga erst einmal akklimatisieren. Hinzu kam unsere Verletzungsmisere“, blickt Wallensens Fußball-Chef Thomas Schütte auf den verpatzten Saisonstart zurück. Doch zuletzt ging es bergauf. In den letzten sechs Spielen vor der Winterpause holte die Elf von Stefan Gluba, die mit 14 Punkten zurzeit auf einem Relegationsplatz steht, elf von 18 möglichen Punkten. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Schütte, der nicht am Klassenerhalt zweifelt. Selbst ein einstelliger Tabellenplatz sei noch drin. Marc Ehlerding (Knie-OP) und Dominik Heintz (Muskelbündelriss) werden zwar noch länger ausfallen, aber dafür ist Benjamin Edeler nach monatelanger Verletzungspause wieder fit fürs Comeback.

Dewezet-Prognose: Die Formkurve zeigt nach oben, der Nicht-Abstiegsplatz ist nur noch einen Punkt entfernt. WTW ist auf dem Weg zum Klassenerhalt.aro/ro



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