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Dewezet-Teamcheck vor dem Bezirkspokalfinale zwischen der SG 74 und Alfeld

Wer ist Favorit?

Hameln. 2010 gewann zuletzt die SSG Halvestorf das Double, jetzt hat die SG Hameln 74 erstmals in ihrer 40-jährigen Vereinsgeschichte die Chance, nach dem Gewinn der Bezirksliga-Meisterschaft auch Bezirkspokalsieger zu werden und damit die Super-Saison zu krönen. Morgen trifft die Elf von Trainer Paul Bicknell um 16 Uhr im Hamelner Weserbergland-Stadion auf das Landesligateam der SV Alfeld. Wer holt den Pokal? Die Dewezet-Sportredaktion nimmt im Teamcheck die beiden Endspielgegner und die wichtigsten Duelle näher unter die Lupe.

veröffentlicht am 27.06.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:53 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Die Torwart-Frage: Auf der Torwartposition gibt es gleich die erste faustdicke Überraschung, denn bei der SV Alfeld wird voraussichtlich der neue Trainer Michael Menge (47) das Tor hüten, weil mit Tobias Schneider und Bastian Fleisch beide Keeper auszufallen drohen. Der ehemalige Torhüter, der offiziell erst ab dem 1. Juli neuer Trainer in Alfeld ist, ist zwar mit 47 Jahren nicht mehr der Jüngste, aber immer noch topfit. Die SG 74 hat zwar keine unangefochtene Nummer eins, aber mit dem jungen, talentierten Frederik Quindt und „Elfmeterkiller“ Artjom Grincenko, der den Verein Richtung Halvestorf verlassen wird, zwei gleichwertige Keeper.

Die Abwehrstrategen: Die Abwehr war lange die Achillesferse der SG 74, aber in der vergangenen Meister-Saison kassierten die Hamelner um die Abwehr-Chefs Tobias Schulz und Yves Hackl nur 25 Gegentore – die wenigsten aller Bezirksligateams. Der Ausfall von Manuel Ungermann (Kreuzbandriss) wiegt zwar schwer, wird aber nicht spielentscheidend sein. In Alfelds Abwehr spielte Linus Schnack eine starke Saison. Gleiches gilt für Dustin Jeckstadt – ein Typ wie Uli Borowka. Robust und extrem zweikampfstark.

Die Chefs im Mittelfeld: Die beiden Kapitäne Josef Selensky (SG 74) und Hilmar Teschner (SVA) sind nicht nur die Häuptlinge ihrer Teams, sondern auch die Mittelfeld-Motoren, die das Spiel ankurbeln. Selensky hat – wie auch Egcon Musliji – aber mehr Zug zum Tor. Mit seinen 20 Saisontoren war Selensky der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Bezirksliga. Hilmar traf in der Landesliga nur dreimal für Alfeld. Ein Nachteil für die SG 74 ist, dass mit Jannik Hilker (Kreuzbandriss) der beste Spieler ausfällt. Hilker ist nicht gleichwertig zu ersetzen.

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Hütet Alfelds neuer Trainer Michael Menge heute das Tor? Nebe

Das Duell der Torjäger: Spannung verspricht im Pokalfinale das Duell der Torjäger: Robin Tegtmeyer ist mit 32 Saisontoren der Top-Torjäger der Bezirksliga. Alfelds Jan Laumann traf in der Landesliga „nur“ 23 Mal. Die Torausbeute spricht eindeutig für die SG 74, die in der vergangenen Saison im Schnitt über vier Treffer pro Spiel erzielte. Insgesamt waren es 133! Zum Vergleich: Alfeld traf gerade einmal 45 Mal. Während bei der SVA ohne Laumann im Sturm oft Flaute herrscht, gehören bei der SG 74 mit Robin Tegtmeyer (32 Tore), Josef Selensky (20), Flamur Dragusha (17) und Marc-Robin Schumachers (16) vier Spieler in der Torjägerliste der Bezirksliga zu den Top 10.

Die Trainer: Alfeld hat mit Michael Menge einen neuen Trainer. Der Trainerwechsel könnte nach dem Klassenerhaltungskampf in der Landesliga für das Pokalfinale zwar neue Impulse geben. Weil unter Menges Regie aber erst ein lockeres Training absolviert wurde, ist der Einfluss des neuen Coaches gering. Sollte Menge das Tor hüten, wird Co-Trainer Jaro Henkel, der die Stärken und Schwächen der Spieler gut kennt, die Mannschaft coachen. Bei der SG 74 sitzt der beste Mann auf der Bank: Trainer Paul Bicknell. Sein Name steht für Erfolg. Seine beeindruckende Bilanz: Drei Aufstiege in sechseinhalb Jahren. Bicknell hat die Mannschaft von der ehemaligen Leistungsklasse (heute 1. Kreisklasse) bis in die Landesliga geführt. Nach dem Gewinn der Bezirksliga-Meisterschaft ist mit dem Pokalsieg jetzt sogar das Double möglich.

Wer ist Favorit? „Die Chancen stehen 50:50“, glaubt Alfelds Trainer Michael Menge. Doch die SG 74 hat mehr als nur Außenseiterchancen. Auf dem Weg ins Finale hat die Bicknell-Elf schon einige Landesligisten aus dem Pokal gekegelt – unter anderem auch im Halbfinale das Top-Team von Armina Hannover mit 4:2 nach Elfmeterschießen. Ein Sieg gegen die Alfelder ist durchaus drin. Die SVA dürfte aber etwas dagegen haben, denn im fünften Versuch soll der zweite Titel her. Der einzige Pokalgewinn war 1977: Beim 4:2 gegen Osterode war damals übrigens Günter Schmidt mit vier Treffern der Matchwinner.



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