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Georgios Konstantinidis setzt heute beim EM-Duell gegen Deutschland auf Gekas und den Kampfgeist seiner Griechen

„Wenn wir gewinnen, tanze ich die ganze Nacht Sirtaki“

Bei der Fußball-Europameisterschaft weiß man nie, was die „alten Griechen“ so alles aus dem Hut zaubern. 2004 immerhin deutlich mehr als Ouzo und Gyros, denn da trugen sie mit Trainer Otto Rehhagel keine Eulen, sondern überraschend EM-Titel und Pokal nach Athen. Deshalb hat sie im Duell gegen Deutschland heute auch ihr Landsmann Georgios Konstantinidis nicht abgeschrieben. Mit dem Neu-Hagener und ehemaligen Pyrmonter Mittelfeldspieler sprach die Dewezet-Sportredaktion vor dem EM-Duell in Danzig.

veröffentlicht am 22.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:41 Uhr

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Georgios, was machst Du, wenn Griechenland heute gegen Deutschland tatsächlich gewinnt?

Dann werde ich richtig feiern, mir aber auf gar keinen Fall im Übermut eine Glatze schneiden lassen. Höchstens auf dem Brunnenplatz eine Nacht Sirtaki tanzen.“

Und was, wenn Griechenland verliert?

Dann feiere ich mit meinen deutschen Freunden im „Marcello“ den Sieg. Schließlich habe ich ja die doppelte Staatsbürgerschaft.

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Haben die Griechen denn überhaupt eine Chance?

Im Fußball weiß man nie, was passiert. Als wir 2004 Europameister wurden, hatte mit uns auch niemand gerechnet. Trotzdem muss man auf dem Teppich bleiben, das wird eine ganz schwere Aufgabe.

Wer soll denn die nötigen Tore schießen, schließlich fehlt der gesperrte Altmeister Karagounis?

Der ist kaum zu ersetzen. Aber ich setze auf Theofanis Gekas. Er könnte schon mal eine Bude machen.

Was zeichnet den griechischen Fußball aus und wo liegen seine Schwächen?

Die Schwächen liegen im spielerischen Bereich. Da sehe ich gegen Deutschland große Probleme. Was stimmt, ist auf jeden Fall das konsequente Abwehrverhalten. Dazu kommen das gute Zweikampfverhalten und die tolle kämpferische Einstellung.

Und wo liegen Deiner Meinung nach die Stärken und Schwächen der

deutschen Elf?

Die Stärken liegen in allen Bereichen. Egal, ob technisch, kämpferisch oder läuferisch, die haben fast überall Vorteile. Wenn es um Schwächen geht, muss man schon überlegen. Die sehe ich im Moment höchstens bei Standards. Und vielleicht können sie auch mal ausgekontert werden.

Von Papadopoulos und Sokratis einmal abgesehen, warum spielen eigentlich so wenige Griechen in der Bundesliga?

Die beiden bringen die nötige Robustheit für die Bundesliga mit. Ich glaube, dass bei einigen griechischen Topspielern vor allem in diesem Bereich die nötige Qualität fehlt.

Es gibt kurioserweise auch keine deutschen Nationalspieler mit griechischen Wurzeln.

Woran liegt das?

(Er lacht) Ich bin ja nicht entdeckt worden. Vielleicht hätte ich es ja bis in die Nationalmannschaft geschafft.

Hast Du einen griechischen Lieblingsspieler oder eher einen Deutschen?

Sowohl, als auch. Bei den Deutschen ist es Mario Götze. Der ist für sein Alter schon unheimlich weit in seiner Entwicklung. Auch wenn er bislang bei der EM noch nicht gespielt hat, dem gehört die Zukunft. Und bei den Griechen ist es Sotirios Ninis von Panathinaikos Athen, der auch im EM-Kader steht. Der ist auch erst 22 Jahre alt geworden und hat schon mit 17 einen Profivertrag bei Panathinaikos unterschrieben.

Georgios Kon-stantinidis – der Bad Pyrmonter drückt heute der griechischen Nationalmannschaft die Daumen. Doch gefeiert wird auch, wenn Deutschland gewinnt.

Foto: pox



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