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Spielabbruch in Groß Berkel / TC-Trainer hofft, dass die Gerechtigkeit im Vordergrund steht

Wellhausen: „Das habe ich noch nicht erlebt“

Groß Berkel. „Das habe ich noch nie erlebt, dass in einem Spiel gleich zwei Spieler zweimal die Gelbe Karte bekommen und weiterspielen können“, ärgerte sich Klaus Wellhausen gewaltig. Geschehen im Spiel der 2. Kreisklasse zwischen den TSV Groß Berkel und dem TC Hameln. Daraufhin nahm Trainer Wellhausen seine Jungs vom Turn-Club eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie vom Spielfeld, und Schiedsrichter Ömer Akin (SG 74) brach das Spiel ab.

veröffentlicht am 08.09.2014 um 17:05 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Aber nicht nur die Sache mit den beiden Gelben Karten führte letztlich zu dem ungewöhnlichen Entschluss des TC-Trainers: „In meiner mehr als 30-jährigen Tätigkeit habe ich so etwas noch nie gemacht, aber ich wollte meine Spieler schützen. Schließlich möchte ich am kommenden Wochenende noch eine spielfähige Mannschaft haben.“ Die Sache kam bereits ins Rollen, als der Unparteiische nach einer Unsportlichkeit eines Groß Berkeler Spielers gegen einen Hamelner gleich beiden Akteuren die Rote Karte zeigte. „Als einer meiner Spieler fragte, warum er auch unseren Spieler vom Platz gestellt habe, gab er ihm auch noch Rot“, schilderte Wellhausen die strittige Situation.

Richtig hektisch wurde es aber erst, als ein weiterer TSV-Spieler zum zweiten Mal Gelb sah und der Schiedsrichter die Aktion mit dem Hinweis begründete, dass der Spieler das Trikot getauscht habe. Hektik und reichlich Unruhe bestimmten danach das Geschehen, so dass Wellhausen seine Mannschaft beim Spielstand von 3:2 für Groß Berkel vom Feld holte. „Das Spiel könnte zwar gegen uns gewertet werden, doch ich hoffe, dass die Sache gut abläuft und die Gerechtigkeit im Vordergrund steht. Ansonsten muss ich eben in den sauren Apfel beißen“, beurteilte der TC-Trainer einen Tag später die Situation.

Kreis-Schiedsrichterwart Michael Rieke war per Mail über den Vorgang kurz informiert worden, kannte aber keine Details. Deshalb wollte er sich zu der Sache nicht äußern und verwies erst einmal an Staffelleiter Hendrik Wustrack. Dem lag der Bericht des Schiedsrichters gestern noch nicht vor, seine Aussage war aber deutlich: „Die Angelegenheit geht vor das Sportgericht, dort wird die Sache entschieden.“



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