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Deal vorm Derby: Nach 3:1-Sieg gegen Tündern verlängert Halvestorfer Coach seinen Vertrag

Weil SSG gewinnt, bleibt Schwarz Trainer

Totgesagte leben bekanntlich länger. Das gilt offenbar auch für den Fast-Absteiger SSG Halvestorf, der mit dem 3:1-Sieg im Landesliga-Derby gegen Blau-Weiß Tündern wieder ein Zeichen setzte: „Hurra, wir leben noch!“ Dazu griff Trainer Markus Schwarz mal wieder ganz tief in seine immer prall gefüllte Motivationskiste. Der Deal vorm Derby: Schwarz verprach den Spielern, „meinen Vertrag als Trainer zu verlängern, wenn wir gegen Tündern gewinnen“.

veröffentlicht am 23.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

Klaus Frye

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Sportreporter zur Autorenseite

Mit dieser Aussage gab er seinen Jungs einen Motivationsschub der besonderen Art mit auf den Weg. Und der wirkte wie Doping für die in akuter Abstiegsgefahr schwebende Mannschaft. Die nahm den Steilpass von Markus Schwarz und seinem Co-Trainer Steffen Nehrig, der ebenfalls verlängerte, dankend an. Danach wirkte auch der Anpfiff von Schiedsrichter Steffen Bosselmann für die SSG wie ein Weckruf.

Im Gegensatz zu den Tünderanern, die „Schwalben“ kamen nämlich überhaupt nicht in die Gänge. Und die Strafe folgte auf den Fuß. Eugen Fabrizius (18.) und Tim Möller (20.) brachten den Tabellenvorletzten schon früh mit 2:0 in Führung. Wenig später verpasste Matthias Günzel (28.) die frühe Entscheidung, als er einen Freistoß aus 25 Metern an den Pfosten hämmerte. Bei Tündern kam nach dem 1:2-Anschlusstor durch Tim Piontek (31.) zwar noch einmal Hoffnung auf, die verpuffte jedoch ziemlich schnell wieder.

Die Vorteile lagen weiter bei den Halvestorfern. Die spielten auch nach der Pause völlig entspannt auf und setzten in der 81. Minute durch einen umstrittenen Strafstoß – Hackl sollte Fabrizius gefoult haben – den Schlusspunkt. Günzel verwandelte problemlos zum 3:1-Endstand.

HSC-Coach Siegfried Motzner hatte schon in der Halbzeit ein ganz mulmiges Gefühl: „Wenn wir hier einen Punkt mitnehmen, bin ich absolut zufrieden.“ Doch daraus wurde nichts. Am Ende hätte der Sieg der SSG sogar höher ausfallen können. Doch Tünderns Keeper Sebastian Kelle war zweimal Retter in höchster Not. Den Tünderanern fiel in der Offensive auch zu wenig ein, um die Abwehr um Kapitän Matthias Günzel, der erneut für den verletzten Josef Selensky die Spielführerbinde trug, in Schwierigkeiten zu bringen. So geht für die Blau-Weißen das Zittern im Kampf um den Klassenerhalt weiter. „Abgerechnet wird erst am letzten Spieltag“, sagte Motzner, der weiter auf den ersten Auswärtserfolg nach der Winterpause warten muss. Halvestorf: Moniac – Hill, Günzel, Bierwirth, Bleil, Kowalski, René Hau, Schimanski (72. Meyer), Schmidt (80. Vorrath), Möller, Fabrizius. Tündern: Kelle – Hackl, Robin Hau (78. Fischer), Achilles, Gurgel, Engel, Junker, Piontek, Blum, Bloß (72. Barnert), Tegt-meyer.



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