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Spielvereinigung-Vorsitzender Lars Diedrichs: „Zur Zeit tauchen bei uns zu viele Spieler ab“

Was nun? Pyrmont hängt in den Seilen

Bad Pyrmont. Gerade erst den Aufstieg in die Landesliga gefeiert, und schon träumte man bei der SpVgg. Bad Pyrmont wieder von großen Zeiten. Oberliga, DFB-Pokal – „da wollen wir mal wieder hin“ – hatte Lars Diedrichs, der neue Vorsitzende des Traditionsvereins bei einem Sponsorentreffen in lockerer Runde schon mal verkündet. Und dabei präsentierte er gleich noch einmal das alte Plakat der legendären Pokalpartie (1:2) aus dem Jahre 1978 gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt. Doch nun sieht die sportliche Perspektive plötzlich ganz anders aus. Was nun?

veröffentlicht am 24.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

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Klaus Frye

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Klaus Frye Sportreporter zur Autorenseite

Zunächst lief es ja durchaus planmäßig. Zwei Siege gegen den HSC Tündern (3:2) und beim HSC Hannover (3:2) – und schon schwebten einige an der Südstraße wieder auf Wolke sieben. Doch in der sechsten Liga wachsen die Bäume ebenfalls nicht in den Himmel. Schon beim 1:1 gegen Fortuna Sachsenross lief es im Stadion längst nicht mehr so rund, wie beim Wunschkonzert im nahe gelegenen Kurpark. Was dann folgte, hatten sich selbst die ewigen Pessimisten kaum vorstellen können. Gleich viermal in Folge traf es die Rot-Weißen wie „eine volle Gerade“. Vier Niederlagen, und schon hängt die Spielvereinigung nach sieben Runden wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen. Vor allem die 2:3-Heimpleite gegen Schlusslicht Mühlenfeld erwischte die Kurstädter am Sonntag fast schon wie ein Schlag mit der Keule.

Und der traf auch Vereinschef Lars Diedrichs. Der vermisste vor allem Leidenschaft und Einsatzwillen. „Momentan tauchen bei uns zu viele Spieler ab“, stellte er fest. Was ihn vor allem ärgerte, war die mangelnde Bereitschaft der Offensivabteilung, auch Abwehraufgaben zu übernehmen. „Da haben mich die Routiniers enttäuscht“, ließ er durchklingen. Wer gemeint war, ließ Diedrichs allerdings offen.

Zu seinen Sorgenkindern gehört bestimmt auch Torjäger Christopher Loges. Das der zuletzt nicht nur Ladehemmungen hatte, sondern auch den Rückwärtsgang nur schwer fand, war selbst den Fans auf der Tribüne nicht entgangen. „Das ist bei Ballverlusten wichtig. Das hat selbst Ribèry bei Bayern München schnell gelernt“, machte Diedrichs deutlich. In den kommenden Wochen erwartet er von den erfahrenen Spielern deutlich mehr Führungsqualitäten.

Nicht in den Seilen, aber im Tornetz hängt Abwehrspieler Lukasz Skorski. haje

Schließlich hat er mit Sebastian Schmidt, Daniele Luggeri, Steve Diener – der sich vor dem Mühlenfeld-Spiel mal kurz für einen Wochenendtrip verabschiedete – und natürlich auch Christopher Loges einige Akteure in seinen Reihen, denen er diese Aufgabe durchaus zutraut. „Doch derzeit setzt von ihnen niemand ein Zeichen“, musste der Vorsitzende erkennen. Eine Erklärung für die Negativserie der letzten Wochen hatte auch Neuzugang Jannik Denker nach dem Mühlenfeld-Debakel nicht parat: „Ich weiß nicht warum. Im Training läuft es bestens, doch in den letzten Spielen konnten wir das nicht mehr richtig umsetzen.“

Gestern traf sich der Vereinschef mit Pyrmonts Fußball-Boss Heiko Begemann und Trainer Philipp Gasde, um die Niederlagen-Serie zu analysieren. Doch Diedrichs gab schon im Vorfeld zu verstehen, dass dieses Treffen „keine Krisensitzung ist“.



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