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Thilo Klotz – der fast vergessene Trainer

Was macht eigentlich Thilo Klotz?

Fußball (ro). Viele Vereine suchen einen guten Trainer – doch keiner denkt an Thilo. Oder? Thilo Klotz, der scheinbar vergessene Coach, hat sich irgendwie rar gemacht im heimischen Fußball.

veröffentlicht am 19.12.2012 um 17:28 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 19:41 Uhr

Die Runden auf dem Kandidaten-Karussell drehen derzeit nur andere. Eben aus den Augen – aus dem Sinn. Doch was macht der 46-Jährige eigentlich heute? Die Antwort: Nichts mit Fußball. Nach seinem Rücktritt im August 2011 beim Kreisligisten VfB Hemeringen wollte er sich zwar eine kleine Auszeit gönnen, über anderthalb Jahre sollte die aber nicht dauern. „Nur kurz danach haben noch ein paar Vereine angerufen, dann war Funkstille“, meint der gebürtige Berliner.

Dort in der Nähe der deutschen Hauptstadt lernte Klotz einst bei Motor Teltow sein Fußball-ABC, stand auch kurz in Diensten von Union Berlin und dem SV Babelsberg. Später landete er dann in der 90er Jahren zunächst als Abwehrspieler in Hemeringen, wo er nach einem kurzen Abstecher in Hameln übrigens heute wieder wohnt. Schon bald übernahm Thilo Klotz dort aber auch das Traineramt und führte den VfB 2006 als souveräner Meister der Leistungsklasse zurück in die Kreisliga. Bislang sein größter Erfolg.

Sechs Jahre stand er dort als Chef an der Linie und erlebte alle Höhen und Tiefen des Provinzfußballs hautnah mit. Doch die immer größer werdenden personellen Sorgen in Hemeringen und ausbleibende Erfolgserlebnisse hatten ihn auch immer mehr zermürbt. Das Ende der Fahnenstange war erreicht. Klotz zog die Notbremse und machte Platz für Nachfolger Hamadi.

Die erhoffte neue Herausforderung bei einem anderen Verein ließ aber bis heute auf sich warten. „Es juckt zwar schon lange wieder, aber irgendwo anbieten werde ich mich trotzdem nicht“, gab Klotz auf Anfrage Auskunft.



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