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Vereinschef Thomas Möller bedauert Rücktritt: „Wir hätten gerne mit ihm weitergearbeitet“

Vor Kreisliga-Kellerduell: Thals Trainer Sen tritt zurück!

Vor dem Kreisliga-Kellerduell gegen Azadi Hameln ist Thals Trainer Muhammet Sen zurückgetreten. „Wir hätten gerne mit ihm weitergearbeitet“, bedauert Vereinschef Thomas Möller den Rücktritt von Sen.

veröffentlicht am 16.09.2021 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 16.09.2021 um 19:40 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Nach der Sieglosserie war bei Thals Trainer Muhammet Sen der Frust offenbar so groß, dass er das Handtuch geworfen hat. Vor dem Kreisliga-Kellerduell zwischen Schlusslicht Rot-Weiß Thal und Azadi Hameln (Sonntag, 15 Uhr) ist Sen ist als Trainer zurückgetreten – nach nur acht Spieltagen. Trotz des Fehlstarts hätte Thals Vereinschef Thomas Möller Sen gerne als Trainer behalten: „Wir bedauern seinen Schritt sehr. ‚Momo‘ hat der Mannschaft gesagt, dass er nicht das Gefühl hat, dass er sie noch erreicht und etwas bewirken kann. Der Vereinsvorstand hätte gerne mit ihm weitergearbeitet. Wir halten ihn für einen super Menschen und einen akribischen Trainer“, so Möller. Thal ist als Tabellenletzter zwar Abstiegskandidat Nummer eins, dass sei aber nicht die Schuld des Trainers: „Man darf nicht vergessen, dass wir bisher wirklich arge personelle Probleme hatten und auch noch haben werden“, sagt Möller, der jetzt im Eiltempo einen neuen Trainer suchen muss. „Wir arbeiten jetzt an einer Lösung, die wir hoffentlich zeitnah präsentieren können“, äußert sich Thals Vorsitzender zur offenen Trainerfrage und ergänzt: „Wir werden mit der Mannschaft am Freitagabend noch eine Besprechung durchführen, um die Zukunft zu besprechen und hoffen, dass sich unser Lazarett möglichst bald lichtet.“

SC RW Thal – SV Azadi Hameln (Sonntag, 15 Uhr).

Fest steht: Der Rücktritt von Trainer Muhammet Sen kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn am Sonntag geht es für Thal im Kellerduell gegen Azadi zu Hause um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Das weiß auch Vereinschef Thomas Möller: „Gegen Azadi wollen wir zeigen, dass wir das Potenzial für die Kreisliga haben und endlich anfangen zu punkten. Wir hoffen auf eine Trotzreaktion der Mannschaft.“ Nicht mur Thal, auch Azadi plagen seit Wochen personelle Sorgen: „Die Folgen des Wallensen-Spiels sind uns immer noch anzumerken. Drei zusätzliche verletzte Spieler und das, obwohl unser Kader von Woche zu Woche auf Kante ist. Hier erwarte ich einfach auch von allen Mannschaften im Kreis, dass mehr Rücksicht untereinander stattfindet, sonst spielen wir bald sieben gegen sieben wegen der vielen Verletzungen“, klagt Hamelns Manager Yalcin Uzun. Im Kellerduell erwartet Uzun Abstiegskampf pur: „Thal wird ein schwieriges Pflaster, ich habe großen Respekt davor, was ‚Momo‘ Sen dort geleistet hat. Wir müssen 100 Prozent Einsatz zeigen, um dort Zählbares mitzunehmen. Thal wird mit dem Rücken zur Wand ebenso gewinnen wollen wie wir.“

TSG Emmerthal – TSV Grohnde (Samstag, 16 Uhr).

In Emmerthal steigt am Samstagnachmittag das mit Spannung erwartete Gemeindederby. „Diese Spiele sind für uns immer etwas Besonderes. Da schauen wir auch gar nicht auf die Tabelle, bei so einem Derby zählt nur die Willenskraft. Es ist zu spüren, dass unsere Jungs heiß auf das Spiel sind und ihre Serie ausbauen wollen“, unterstreicht TSG-Trainer Daniel Wohlleben, der allerdings nicht persönlich vor Ort sein wird – ebenso wie Dr. Ben Schwerdtfeger, Matthias Koch und Goran Nedic, die zusätzlich zu den Langzeitverletzten ausfallen. Übernehmen wird die Mannschaft Co-Trainer Manuel Capobianco. Wohlleben: „Ich vertraue ‚Capo‘ zu 100 Prozent, dass er die Jungs optimal vorbereiten wird.“ Die Grohnder haben ebenfalls mit Personalsorgen zu kämpfen. „Auf Spiele gegen Emmerthal freuen wir uns immer, auch wenn die Rivalität von früher heutzutage nicht mehr so zu spüren ist. Wir sind personell arg gebeutelt und müssen, so komisch wie es klingt, erstmal versuchen elf plus x halbwegs gesunde Spieler auf den Platz zu kriegen. Erst dann können wir uns über einen Matchplan Gedanken machen. Nach zwei Niederlagen in Folge und der personellen Lage ist bei uns erstmal kaltes Wasser im Kochtopf“, erzählt Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas.

MTSV Aerzen II – TuS Rohden (Samstag, 16.30 Uhr).

Kellerduell in Aerzen! Der MTSV empfängt den TuS Rohden. Während Aerzen sich noch ans rettende Ufer krallt, versucht Rohden aktuell mit aller Macht die Abstiegsränge zu verlassen. „Wir müssen liefern am Samstag gegen Rohden, um uns noch ein Stückchen weiter von ihnen abzusetzen. Der Punkt gegen Hemeringen am Sonntag war sehr wichtig. Ich hoffe, dass so ein Tor kurz vor Schluss und der Punktgewinn die Moral und das Selbstvertrauen stärken. Rohden hat sicherlich in den letzten Partien zwei deftige 0:9-Niederlagen kassiert aber, ich sehe sie mit uns auf Augenhöhe. Letztes Jahr konnten wir in zwei Spielen nur einen Punkt ergattern. Wir sind gewarnt und dürfen uns nicht von den Ergebnissen blenden lassen. Personell wird es sicherlich wieder eng bei uns. Ich hoffe, dass die Urlaubszeit irgendwann nach nun fast zwei Monaten Punktspielbetrieb zu Ende ist“, so Aerzens Trainer Oliver Kosowski.

SpVgg. Bad Pyrmont II – SG Hajen/Latferde (Sonntag, 12 Uhr).

Im Stadion an der Südstraße steigt ein Duell mit Topspiel-Charakter. Der Dritte empfängt den Fünften. „Ich bin der Meinung, dass Hajen/Latferde eine super Mannschaft geformt hat, die in allen Bereichen sehr gut aufgestellt ist. Über die unsere personelle Lage möchte ich nichts mehr sagen. Ich kann das Gejammer über personelle Probleme nicht mehr hören, vor dieser Herausforderung stehen wir alle. Wir versuchen eine möglichst schlagfertige Truppe aufs Feld zu bekommen, haben einen großen Kader und die Jungs haben Lust. Wir möchten weiterhin auf der Erfolgswelle schwimmen“, bekräftigt Pyrmonts Trainer Eldar Zahirovic. Die SG um Trainer Werner Brennecke muss auf Benjamin Bohne verzichten, kann dafür aber wieder auf Jan Knoesel zurückgreifen. „Das Spiel am letzten Sonntag war bis auf eine Phase vor der Halbzeit richtig gut, darauf müssen wir weiterhin aufbauen. Wir wollen in der Abwehr kompakt stehen und dann nach Balleroberung möglichst schnell in die Tiefe kommen, das hat am Sonntag gegen einen zugegebenermaßen verunsicherten Gegner sehr gut funktioniert. Zum Teil gehen wir aber immer noch fahrlässig mit unseren Torchancen um, und spielen vor dem Tor noch einmal quer, anstatt sofort den Abschluss zu suchen, wenn sich die Gelegenheit bietet“, erklärt SG-Sprecher Marc Knoesel, der zuletzt einen 4:1-Sieg gegen Schlusslicht Thal feiern durfte. „Das sollten wir gegen Bad Pyrmont II besser machen, denn wir haben einen hochmotivierten, sehr spielstarken Gegner und Meisterschaftsanwärter vor der Brust, gegen den wir uns nicht allzu viele Fehler erlauben dürfen. Pyrmont ist seit vier Spielen ungeschlagen, wir seit drei Spielen – das wird ein sicher intensives, spannendes Spiel zwischen zwei Tabellennachbarn werden. Ich sehe Pyrmont aber dennoch in der Favoritenrolle, schon allein deshalb, weil sie zu Hause bisher noch keinen Punkt abgegeben haben.“

WTW Wallensen – VfB Hemeringen (Sonntag, 15 Uhr).

Mit Hemeringen gastiert ein direkter Konkurrent der Wallenser auf der Thüster Platte. „Hemeringen hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie sehr kampfstark auftreten, die auf dem Platz vollen Einsatz zeigt. Aufgrund unserer angespannten Personallage beim 5:0 gegen Azadi Hameln gezeigt, dass wir trotz schwerwiegender Ausfälle gewinnen können und das wollen wir auch gegen den VfB beweisen“, erklärt WTW-Sprecher Dominik Heintz. Die Hemeringer peilen hingegen ihrerseits Punkte an. „Das Auswärtsspiel beim WTW Wallensen wird mit Blick auf die Tabelle bzw. Tordifferenz sicher kein Selbstläufer. Bei den Gastgebern traten in dem bisherigen Saisonverlauf die Offensivabteilung aber auch die Defensive stabil auf. Hier gilt es von der ersten Minute an konzentriert auf allen Positionen zu agieren. Wir wollen unbedingt weitere Punkte sammeln“, verdeutlicht VfB-Sprecher Michael Albrecht.

FC Preussen Hameln – TSV Bisperode (Sonntag, 15 Uhr).

Für Hamelns Spielertrainer Rik Balk steht am Sonntag eine besondere Begegnung an, er trifft auf seinen Ex-Verein. „Ich freue mich auf bekannte viele Gesichter und das Spiel. Wir wissen um die Stärke des TSV und werden versuchen, dass Bisperode sich so wenig wie möglich an die eigenen Stärken halten kann. Momentan ist ein wenig der Wurm drin, was sich in der Punkteausbeute der letzten vier Punktspiele widerspiegelt. Was aber zum Glück nicht dazu beiträgt, dass die Stimmung schlecht ist. Wir haben personell, wie auch die meisten Mannschaften aus der Kreisliga, einfach große Probleme. Das soll aber keine Entschuldigung sein, sondern die Jungs, die auf dem Platz stehen, haben die nötige Qualität und vor allem den Anspruch Erfolge einzufahren. Wir werden gut vorbereitet sein und hoffen auf drei Punkte. In dem Spiel gibt es keinen Favoriten, sondern die Tagesform wird den Sieg entscheiden“, erklärt Balk. Die Bisperoder wollen vor dem Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Trainer keine vorzeitigen Geschenke verteilen. „Am Sonntag sind wir zu Gast bei Preussen Hameln, es wird ein großes Wiedersehen geben. Allerdings wollen wir an diesem Tag keine Geschenke mitbringen zur Party. Im Gegenteil, wir möchten gerne am Ende des Tages die Punkte entführen und mit nach Bisperode nehmen. Die Kreisliga ist gerade im Mittelfeld noch sehr eng beieinander. Daher wollen wir nach unserem letzten Fehltritt gegen Emmerthal wieder zurück in die Erfolgsspur finden und punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren“, so Bisperodes Co-Trainer Konrad Voss.

TSV Großenwieden – MTV Lauenstein (Sonntag, 15 Uhr).

Der aktuelle Spitzenreiter steht gegen Lauenstein vor der schwierigen Aufgabe seinen ersten Rang zu verteidigen. „Wir möchten an unsere Stärken aus den letzten Spielen anknüpfen und wollen diesen Schwung mitnehmen. Mit Lauenstein erwartet uns ein Gegner, der uns Kämpferisch viel abverlangen wird. Allerdings werden wir dagegenhalten und versuchen die Punkte zuhause zu lassen“, meint Großenwiedens Co-Trainer Rassan Abdi. Der MTV will hingegen für eine Überraschung sorgen. „Gegen den Spitzenreiter anzutreten, ist immer die perfekte Motivation. Wir fahren am Sonntag dorthin, um zu gewinnen“, so Lauensteins Trainer Stefan Gluba, der allerdings erneut personell durchrotieren muss. „Wir erwarten einen angriffslustigen Gegner, der gezeigt hat, dass er torgefährlich ist. Ich habe Großenwieden oben erwartet, allerdings sind die Verfolger – und dazu gehören wir auch – ebenfalls nicht zu unterschätzen. Der Ausgang ist völlig offen.“

BW Tündern U23 – VfB Eimbeckhausen (Sonntag, 15 Uhr).

Klare Voraussetzungen herrschen beim Duell zwischen Tündern und Eimbeckhausen: Der Tabellenzweite empfängt den Dreizehnten. „Aufgrund der Tabellensituation ist die Rollenverteilung klar. Aber schaut man auf die Ergebnisse des VfB, fällt schnell auf, dass die Spiele immer eng waren im bisherigen Saisonverlauf – meist nur mit einem Tor Unterschied. Sie sind sehr diszipliniert in der Defensive und vorne kann der eine oder andere auch durch Einzelleistungen glänzen. Wir brauchen wieder viel Bewegung im offensiven Bereich und Spielideen. Auch kleine Räume müssen genutzt werden. Eins-gegen-Eins-Situationen müssen entstehen im letzten Drittel, um den Gegner vor Probleme zu stellen“, kennt BW-Trainer Alexander Liebegott den Weg zum drei Punkten. Fehlen werden den Blau-Weißen dabei Niklas Berndt, Dominik Herrmann, Kai Vahlpagel und Ayman Kamal. Dazu gibt es noch eine oder andere Fragezeichen. VfB-Spielertrainer Michael Wehmann wird nach wie vor von Personalsorgen geplagt: „Personell haben wir nach wie vor keine Entlastung, sodass wir wieder einmal arg gebeutelt ins Spiel gehen. Bei Tündern hängen die Trauben besonders hoch. Wir müssen das beste draus machen – mit einem Punkt wäre ich bereits zufrieden.“



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