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Vor dem Klassiker in Hameln: Interview mit DFB-Coach Böger

Probe für den Ernstfall: Die U 17-Nationalmannschaft testet beim 4-Nationen-Turnier in Hannover, Hameln und Havelse gegen Israel, Italien und die Niederlande. Es ist der Härtetest für das Team von DFB-Trainer Stefan Böger vor der ersten Runde der EM-Qualifikation (29. September bis 9. Oktober) in Finnland. Dann heißen die Gegner neben dem Gastgeber noch Andorra und San Marino. Die beiden Gruppen-Ersten spielen im Frühjahr 2013 um die Teilnahme an der EM-Endrunde in der Slowakei.

veröffentlicht am 11.09.2012 um 15:01 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:21 Uhr

DFB-Coach Stefan Böger

Deutschlands U17-Nationaltrainer Stefan Böger spricht im DFB-aktuell-Interview über seine Erkenntnisse aus den ersten Wochen mit der Mannschaft, den Stellenwert des 4-Nationen-Turniers und die Perspektiven für die EM-Qualifikation.

 

Stefan Böger, Sie haben die Mannschaft nach dem Weggang von Steffen Freund kurzerhand übernommen. Welche Erkenntnisse konnten Sie zuletzt sammeln?

Stefan Böger: Die neue Aufgabe kam überraschend. Gedanklich war ich mit dem 97er-Jahrgang beschäftigt und hatte die Saison geplant. Über Nacht musste ich mich auf einen neuen Jahrgang einstellen, was nicht unproblematisch ist. Aber ich stelle mich gemeinsam mit meinem Trainerteam dieser Herausforderung. Die Planung von Steffen Freund war darauf ausgerichtet, noch einmal jeweils 20 Spieler beim Toto-Cup in Österreich und beim 4-Nationen Turnier zu testen. Jetzt schauen wir uns die Spieler an und werden die 18 Jungs finden, mit denen wir in die erste Qualifikationsrunde in Finnland gehen.

Wie wichtig ist das bevorstehende 4-Nationen Turnier im Hinblick auf die EM-Qualifikation?

Stefan Böger: Nach der Beobachtung beim Toto-Cup bietet das 4-Nationen Turnier nun die Gelegenheit, weitere Spieler zu sichten. Für mich ist es die erste und einzige Möglichkeit, die Spieler kennenzulernen, um dann den Kader für die EM-Qualifikation zusammenzustellen. Dementsprechend akribisch werden wir uns vorbereiten.

Wie gut lernt man die Spieler in dieser kurzen Zeit kennen?

Stefan Böger: Vereinzelte Spieler kenne ich aus den Leistungszentren der Bundesligisten. Wie sie in einer Mannschaft agieren, muss ich sehen. Es ist eine besondere Situation, weil wir wenig Zeit haben. Aber wir werden es gut hinbekommen: durch hohe Qualität in den wenigen Trainingseinheiten und Kommunikation mit den Spielern. Die gemeinsamen Tage in Hannover und die Länderspiele werden uns gut tun, schnell zueinander zu finden und die Kräfte zu bündeln.

Wie schätzen Sie die Gegner Israel, Holland und Italien ein?

Stefan Böger: Eine Möglichkeit, die Gegner zu beobachten, hatte ich bisher nicht. Und Dinge vom Profifußball auf die Junioren zu übertragen, ist immer schwierig. Beim letzten 4-Nationen Turnier waren alle drei Mannschaften tolle Gegner. Große Fußballnationen wie die Niederlande oder Italien sind traditionell stark. Aber auch die Israelis haben im Jugendbereich aufgeholt. Es wird eine Herausforderung für uns – ganz klar.

Wie wichtig ist dabei die Unterstützung der Fans für die Mannschaft?

Stefan Böger: Es ist immer schön, wenn das Publikum für Stimmung sorgt. Es motiviert alle, in erster Linie die Spieler. Wir freuen uns daher natürlich sehr, wenn viele Zuschauer zu unseren Spielen kommen, um die Mannschaft zu unterstützen. Jedes Länderspiel ist etwas besonderes, und wenn es ein Heimspiel ist, umso mehr.

Das Turnier ist der Testlauf für die Qualifikation zur EURO 2013 in der Slowakei. Wie beurteilen Sie die Perspektiven Ihrer Auswahl?

Stefan Böger: Perspektiven zu formulieren ist derzeit noch nicht möglich. Unser erstes Ziel wird sein, eine gute Mannschaft für die Qualifikationsrunde in Finnland zusammenzustellen. Jeder Spieler hat die Möglichkeit, sich zu empfehlen. Wir werden uns das im Trainerteam aufmerksam anschauen und den Kader nominieren.

 

 



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