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Viererpack beim 9:0-Schützenfest! Daniel Wins schießt Großenwieden auf Platz eins

Der TSV Großenwieden ließ beim 9:0-Heimsieg dem TuS Rohden keine Chance und ist neuer Tabellenführer in der Fußball-Kreisliga, weil der TSV Grohnde in Bisperode eine 3:5-Niederlage kassierte.

veröffentlicht am 08.09.2021 um 21:33 Uhr
aktualisiert am 08.09.2021 um 22:40 Uhr

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HAMELN-PYRMONT. Fast wäre es sogar zweistellig geworden: Mit einem 9:0 -Heimsieg gegen TuS Rohden stürmte der TSV Großenwieden am Mittwochabend mit 16 Punkten auf Platz eins, weil der bisherige Tabellenführer TSV Grohnde (15 Pkt.) eine 3:5-Niederlage in Bisperode kassierte. Im Verfolger-Duell holte die TSG Emmerthal mit dem 3:1-Heimsieg gegen den MTV Lauenstein drei „Big Points“ und steigt mit 15 Punkten auf Platz drei. Den ersten Saisonsieg feierte Azadi Hameln im Kellerduell mit 5:3 bei Aerzens Reserve und kletterte auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

TSG Emmerthal – MTV Lauenstein 3:1 (1:0).

Emmerthal siegt im Verfolgerduell gegen Lauenstein! Bereits in der 6. Spielminute gab es Strafstoß für die Mannschaft von Trainer Daniel Wohlleben. Andrej Vorrat wurde im Strafstoß zu Fall gebracht und ließ sich anschließend die Chance nicht nehmen den Ball im Tor unterzubringen. „Es war eine zerfahrene erste Halbzeit mit wenig Chancen. Wir hatten mehr Ballbesitz und die Halbzeitführung war verdient“, beschrieb Wohlleben die erste Spielhälfte. In der zweiten Halbzeit bauten die Ostkreisler immer mehr Druck auf und sollten belohnt werden. Nach einer knappen Stunde setzte sich Linus Zorn gegen einen Verteidiger durch und traf zum Ausgleich. „Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt verdient. Danach hat meine Mannschaft dagegengehalten und Mentalität gezeigt“, freute sich Wohlleben über die Reaktion seines Teams. Nur kurze Zeit später zeigte Schiedsrichter Gunnar Kersten erneut auf den Punkt. Tony Deck wurde im Strafstoß zu Fall gebracht und Vorrat verwandelte auch seinen zweiten Strafstoß zur erneuten Führung. Eine Viertelstunde vor dem Ende setzte Deck den Schlusspunkt der Begegnung. Nach einem langen Ball auf die rechte Seite setzte sich Deck durch und verwandelte mit einem Linkschuss unter die Latte. „Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten. Es ist nicht alles schön, aber es war heute ein Sechs-Punkte-Spiel und das haben wir verdient gewonnen“, zog Wohlleben ein zufriedenes Fazit und lobte abschließend seinen Doppeltorschützen Vorrat: „Er hat erst im Sturm begonnen und musste dann verletzungsbedingt auf die Innenverteidigerposition, wo er uns in einigen Situationen gerettet hat. Auch die Strafstöße hat er souverän verwandelt.“

Tore: 1:0 Andrei Vorrat (6./Strafstoß), 1:1 Linus Zorn (59.), 2:1 Vorrat (66./Strafstoß), 3:1 Anatoli Deck (75.)

MTSV Aerzen II – SV Azadi Hameln 2:5 (1:2).

Azadi Hameln feiert den ersten Saisonsieg! Ilias Karabalidis brachte seine Mannschaft nach einer Viertelstunde mit einem Distanzschuss in Führung. Nur fünf Minute später glich Max Dobisha nach Flanke per Kopfball aus. „Azadi hat von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben für den Sieg“, so Aerzen Trainer Oliver Kosowski. Kurz vor der Halbzeit erzielte Gezim Musliji nach einem Konter die erneute Führung. Nach einer Stunde erhöhte Ibrahim Seyyar auf eine Zwei-Tore-Führung für das bis dato punktlosen Schlusslicht. „Wir haben versucht dagegenzuhalten und haben die Tore gut rausgespielt, aber Azadi war heute einfach stark“, bedauert Kosowski. In der 69. Spielminute sollte es noch einmal Hoffnung für seine Mannschaft geben. Dobisha erzielte sein zweites Tor per Kopf. Doch kurz vor Ende der Begnung machten erneut Seyyar und Saad Azad Haji Haji den Auswärtssieg und somit die ersten drei Punkte der Hamelner perfekt. „Der Sieg für Azadi ist verdient. Sie waren heute immer am Mann dran und haben alles für den Sieg getan“, gab sich Kosowski als fairer Verlierer. Ein Sonderlob auf Seiten der Gastgebern verdiente sich Doppeltorschütze Dobisha. Bei den Gästen zeigten Ibrahim Seyyar und Gezim Musliji eine gute Leistung.

Tore; 0:1 Ilias Karabalidis (15.), 1:1 Max Dobisha (20.), 1:2 Gezim Musliji (40.), 1:3 Ibrahim Seyyar (60.), 2:3 Dobisha (69.), 2:4 Seyyar (82.), 2:5 Saad Azad Haji Haji (88.).

TSV Bisperode – TSV Grohnde 5:3 (2:1).

Heimsieg für den TSV Bisperode gegen den bisherigen Tabellenführer aus Grohnde! Nach gut zehn Minuten brachte Kapitän Robert Voss seine Mannschaft nach einem Foul an Joshua-Dave Anders per Strafstoß in Führung. Nach einem Abwehrfehler in der Hintermannschaft von Bisperode glich Ezzat Azad Haji Haji aus. Doch noch vor der Pause traf Tim Schonscheck zur erneuten Führung der Ostkreisler. „Es war ein häufiges Hin und Her, wobei wir die bessere Mannschaft waren“, gab Bisperodes Co-Trainer Konrad Voss zu Protokoll. Kurz nach dem Seitenwechsel erhöhte Jan Schonscheck auf eine Zwei-Tore Führung für die Gastgeber. Doch Grohnde gab sich nicht geschlagen und kam durch Robert Engel nach einer Stunde zum 2:3-Anschluss. Erneut Voss stellte den alten Abstand nach einem Strafstoß wieder her. Eine Viertelstunde vor dem Ende sorgte Anders für die Vorentscheidung. „Das Tor war toll herausgespielt, mit einem gespflegten Kurzpassspiel über den ganzen Platz“, beschrieb Voss die Entstehung. Das schönste Tor des Tages sollte allerdings Patrick Zimmermann für die Gäste erzielen. Kurz vor Spielende setzte er das Spielgerät aus 17 Metern direkt unter die Latte. Zu mehr sollte es für die Gäste nicht mehr reichen und somit feierte Bisperode den dritten Heimsieg in dieser Saison. Ein Sonderlob verdienten sich Joshua-Dave Anders und Jannic Schlotter im Tor der Gastgeber: „Er hat uns einige Male gerettet. Gerade nach den Anschlusstreffern hat er gut gehalten“, lobte Voss und hob auch die Leistung von Schiedsrichter Roman Klodnyckyi hervor.

Tore: 1:0 Robert Voß (11./Strafstoß), 1:1 Ezzat Azad Haji Haji (25.) , 2:1 Tim Schonscheck (36.), 3:1 Jan Schonscheck (48.), 3:2 Robert Engel (59.), 4:2 Voß (68./Strafstoß), 5:2 Joshua-Dave Anders (74.), 5:3 Patrick Zimmermann (87.).

TSV Großenwieden – TuS Rohden-Segelhorst 9:0 (7:0).

Großenwieden schoss sich mit einem Schützenfest zurück an die Tabellenspitze! Bereits in der ersten Halbzeit machte die Mannschaft von Spielertrainer Latif Kiki alles klar. Torjäger Daniel Wins brachte seine Mannschaft mit einem Hattrick innerhalb von sechs Minuten auf die Siegerstraße. „Wir haben von Anfang an unseren Fußball gespielt und den Ball laufen lassen“, war Großenwiedens Co-Trainer Rassan Abdi hochzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. Bujamin Kiki, nach einer tollen Kombination über mehrere Stationen, Marco Sacco und Andre Zurmühlen schraubten das Ergebnis bis zur Halbzeit in die Höhe. „Das Halbzeitergebnis war natürlich der Knock-Out für Rhoden. Sie haben in der zweiten Halbzeit versucht das Ergebnis niedrig zu halten“, beschrieb Abdi den Verlauf der zweiten Halbzeit. Dies sollte den Gästen in Maßen gelingen. Nach einer guten Stunde trafen erneut Kiki und Wins per Doppelschlag und stellten somit das Endergebnis her. „Wir haben das umgesetzt, was ich sehen wollte. In der zweiten Halbzeit hätten wir noch mehr Tore erzielen können, aber es war wirklich ein Bombenspiel von uns“, so abschließend ein zufriedener Abdi, der die geschlossene Mannschaftleistung lobte.

Tore: 1:0 Daniel Wins (7.), 2:0 Wins (10.), 3:0 Wins (13.), 4:0 Bujamin Kiki (14.), 5:0 Marco Sacco (20.), 6:0 André Zurmühlen (27.), 7:0 B.Kiki (35.), 8:0 B.Kiki (65.), 9:0 Wins (67.). Besonderes: André Zurmühlen verschießt Strafstoß (66.).

SpVgg. Bad Pyrmont II – SC RW Thal (Donnerstag, 19 Uhr).

Das Pyrmonter Derby bestreiten am Donnerstagabend die Männer der Spielvereinigung und des Sportclubs von Rot-Weiß Thal. Auch wenn das Duell von geographischer Nähe geprägt ist, liegen die beiden Teams aus sportlicher Sicht etwas weiter auseinander. Die Gastgeber rangieren nach dem 1:1 in Bisperode nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Grohnde. Auf der anderen Seite befinden sich die Rot-Weißen nach der 1:9-Pleite gegen Wallensen auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Es ist immer wieder etwas Besonderes“ schwärmt SpVgg.-Trainer Eldar Zahirovic von den zurückliegenden Begegnungen. „Das letzte Spiel war sehr hitzig. Thal hat alles gegeben und muss das am Donnerstag auch aufgrund des Tabellenplatzes. Wir können hingegen frei aufspielen.“ Gleichzeitig freut er sich auf das Wiedersehen mit Trainerkollege Muhammet Sen: „Muhammet macht eine gute Arbeit. Er versucht alles, damit sie aus dem Keller rauskommen.“ Auch Zahirovics Gegenüber ist vor der Partie guter Dinge: „Wir freuen uns auf das Derby. Trotz der letzten Niederlage sind wir optimistisch. Wir wollen mindestens einen Punkt holen“, berichtet Sen.

WTW Wallensen – SG Hajen/Latferde (Donnerstag, 19 Uhr).

Nach den Siegen gegen Preussen Hameln und Rot-Weiß Thal bestätigt sich der Aufwärtstrend des WTW Wallensen. Am Donnerstag steht nun das Duell gegen die SG Hajen/Latferde an. WTW-Sprecher Marcel Woyciechowski ist zufrieden mit den neuesten Auftritten seiner Mannschaft: „Am Sonntag gegen Thal haben wir die Fehler abgestellt und das umgesetzt, was wir vorhatten. Wenn wir weiter an uns arbeiten und auf unsere Stärken setzen, sehe ich dem Saisonverlauf positiv entgegen.“ Laut Woyciechowski wolle man gegen Hajen die drei Punkte in jedem Fall in Thüste behalten und alles daran setzen, den positiven Trend fortzusetzen. Ebenfalls positiv war am Wochenende der Auftritt der Gäste. Die Männer von Trainer Werner Brennecke fuhren am Sonntag einen souveränen 6:0-Heimsieg gegen die Reserve des MTSV Aerzen ein. „Wir sind froh, nach zuletzt drei sieglosen Spielen mal wieder gewonnen zu haben. Das war wichtig, um den Blick wieder nach oben zu richten und nicht zu sehr nach unten“, freut sich SG-Sprecher Marc Knoesel. Allerdings haderte der Coach zuletzt mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Das muss am Donnerstag gegen Wallensen auf jeden Fall besser werden, denn so viele Chancen wie gegen Aerzen werden wir sicher nicht bekommen. Wir müssen vor allem konzentriert und diszipliniert auftreten, dann haben wir auch in Wallensen eine Chance auf Punkte.“

FC Preussen Hameln – VfB Eimbeckhausen (Donnerstag, 19 Uhr).

Wiedergutmachung ist am Donnerstagabend in Hameln angesagt. Nach dem 1:3 gegen den TuS Rohden hofft der FC Preussen Hameln beim Spiel gegen den VfB Eimbeckhausen wieder auf etwas Zählbares. „Wir wollen und werden nach zwei sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückkehren“, findet FC-Trainer Rik Balk deutliche Worte vor der kommenden Partie. „Das erwarte ich als Reaktion auf die schlechte Leistung in Rohden, wo wir uns kaum Torchancen erspielt haben. Das lag daran, dass wir keine nötige Konsequenz im letzten Spieldrittel gehabt haben und wir uns immer für den falschen Weg entschieden haben“, analysiert Balk. Die Mannschaft dürfe sich nur nicht selbst im Weg stehen, wenn „mal die erste Aktion im Spiel misslingt.“ Einen anderen Auftritt der Gastgeber erwartet auch VfB-Spielertrainer Michael Wehmann: „Nach der Niederlage gegen Rohden wird Preussen mit Sicherheit verärgert sein. Die wollen bestimmt eine Reaktion zeigen. Deshalb kann es für uns nur heißen: hinfahren, sich im Stadion gut sortieren und bestenfalls einen Punkt holen.“ Wehmann beschäftigt dabei vor allem die Personalsituation seiner Mannschaft. Durch den urlaubsbedingten Ausfall von Dominik Trotz und die Verletzung von Sven Dettmar sei man personell „arg gebeutelt“. Zudem steht hinter den Einsätzen von Sascha Flemes, Roman Bandorski und Maik Hoffmann ein Fragezeichen.

BW Tündern U23 – VfB Hemeringen (Donnerstag, 19 Uhr).

Die Oberliga-Reserve von BW Tündern bekommt es unter der Woche mit dem VfB Hemeringen zu tun. Nach zuletzt vier Siegen in Folge sind die Blau-Weißen aktuell in blendender Verfassung. BW-Trainer Alexander Liebegott mahnt dennoch zur Vorsicht: „Mit dem VfB Hemeringen treffen wir auf eine gefestigte Kreisligatruppe, gegen die es immer schwierig zu spielen ist. Sie fighten meist über 90 Minuten und haben eine unglaubliche Moral.“ Der Platz sei in keinem guten Zustand. Deshalb spiele wieder die Lauf- und Kampfbereitschaft eine große Rolle, wenn die drei Punkte auf der Kampfbahn bleiben sollen, so der Coach. Hemeringens Sprecher Michael Albrecht ist sich indes der Stärke der Gastgeber bewusst: „Tündern wird am Donnerstag sicherlich ein schwieriges Spiel. Die U23 ist weiterhin der Meisterschaftsfavorit.“ Man wolle die Motivation aus dem 3:3-Unentschieden gegen Großenwieden auch mit in die kommende Partie nehmen. „Es wird wichtig sein, als geschlossene Mannschaft auf den Platz zu treten. Dann ist für den VfB etwas zu holen“, ist sich Albrecht sicher. Die Gäste werden voraussichtlich nicht auf den kompletten Kader zurückgreifen können. Tündern hingegen hat die Ausfälle von Niklas Berndt und Dominik Hermann zu verkraften.



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