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Halbzeit-Bilanz der Dewezet: Nach der guten Hinrunde hat der TSG-Trainer mit Emmerthals Kreisligakickern Relegationsplatz im Visier

Vertrag noch nicht verlängert: Darum zögert Roddy Quartey

Was Roddy Quartey anpackt, das macht er für gewöhnlich auch richtig. Halbe Sachen liegen ihm nicht. „Dafür bin ich auch viel zu ehrgeizig“, gibt Emmerthals Trainer zu. Viel arbeiten und viel erreichen lautet deshalb seine Maxime. Und der 52-Jährige hat mit der TSG schon sehr viel erreicht, immerhin steht der in der Vergangenheit oft im Niemandsland rumdümpelnde Klub auf Platz zwei der Fußball-Kreisliga. Also Friede, Freude, Eierkuchen an der Emmer?

veröffentlicht am 07.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:49 Uhr

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Roland Giehr

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Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Nun, nicht so ganz. Denn noch hat der Erfolgscoach seinen Vertrag nicht verlängert. Warum eigentlich nicht? „Ich habe doch keinen Druck. Außerdem will ich die Entwicklung im Verein und bei den Spielern abwarten. Es macht für mich keinen Sinn, jetzt schon zu verlängern und ich bereue das dann vielleicht in sechs Wochen wieder“, klärt Roddy Quartey auf.

Was er damit auch meint: Die Einstellung einiger Spieler hat ihm in der Hinserie nicht immer gefallen. Hier fordert er mehr Kontinuität – und eben keine halben Sachen. Ganz böse aufgestoßen ist ihm vor allem die peinliche 3:8-Klatsche in Lachem. „Da war ich so sauer, dass ich meinen Schirm zerdeppert habe. Ein teures Stück. Der hat immerhin 80 Euro gekostet“, erinnert sich das einstige Abwehr-Ass von Preußen 07 nur ungern an den 21. August 2011. Zwar patzte Emmerthal insgesamt nur dreimal, doch auch bei den beiden anderen Niederlagen in Aerzen (0:2) und gegen die SG Hameln 74 (0:3) präsentierte sich die TSG nicht so, wie es sich der Chef vorstellt. „Verlieren ist keine Schande, es kommt immer nur darauf an, wie man verliert“, meint Quartey und will nun nach der Winterpause mit seiner Elf noch einiges geraderücken. Die Revanche gegen Lachem ist mit einem eindrucksvollen 5:2-Triumph bereits geglückt. „Für mich war diese Partie unser absolutes Highlight in der Hinserie. So stelle ich mir Fußball vor.“

Und: Fortsetzung folgt? Wird sich schon am 25. März zeigen, wenn der Emmerthaler Tross an die Heinestraße zum Spitzenreiter SG Hameln 74 reist. „Keiner ist unschlagbar“, weiß Quartey und würde dem Tabellenführer liebend gerne ein Bein stellen. Zwingender ist für ihn aber ein Erfolg im „Schlüsselspiel“ gegen Aerzen am 21. April.

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  • Mit Emmerthal auf Erfolgskurs: Trainer Roddy Quartey. Foto: nls

„Dann wären wir unserem Ziel, den Relegationsplatz zu erreichen, schon sehr nahegekommen. Aber wir dürfen auch nicht den Rückrunden-Auftakt gegen Börry vergessen. Das Spiel haben wir auch noch nicht gewonnen“, hat Quartey alles im Blick. Zwar verzichtete der Tabellenzweite auf Wintertransfers, mit Slava Gess kehrt aber ein Akteur in den Kader zurück, der in der Hinserie nur sporadisch zur Verfügung stand.

„Mit ihm habe ich wieder eine Alternative mehr“, freut sich Quartey. Auch wenn es schon ein paar Spekulationen gab, er selbst wird in der Kreisliga nicht mehr die Stiefel schnüren. „Spielertrainer ist für mich kein Thema. Da fehlt mir einfach der nötige Abstand. Wen soll ich kritisieren, wenn ich selber mitspiele“, wiegelt der 52-Jährige ab. Nur einmal wird er noch seine einst in ganz Niedersachsen gefürchtete Grätsche ausfahren – und zwar im Sommer beim Gemeindepokal in Latferde. „Ich habe mit Philipp Gasde eine Wette laufen, aus der Nummer komme ich nicht mehr raus“, wird er ab sofort ein paar Trainingseinheiten mehr mitmachen. Und vielleicht ganz nebenbei auch seinen Vertrag verlängern ...



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