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Update: 2:1 – Hagen schlägt Tabellenführer Halvestorf!

Germania Hagen hat für die Überraschung des Bezirksliga-Spieltages gesorgt: Das Team um Florian Büchler besiegte den Tabellenführer SSG Halvestorf, der nach acht Siegen in Folge die erste Saisonniederlage kassierte, mit 2:1 (2:0).

veröffentlicht am 10.10.2021 um 16:18 Uhr
aktualisiert am 10.10.2021 um 20:00 Uhr

Staffel 10

TuS Germania Hagen – SSG Halvestorf-Herkendorf 2:1 (2:0).

Am Ende einer intensiv geführten, von zahlreichen Gelben Karten durchzogenen Partie stand fest: Die in dieser Saison vermeintlich „unschlagbare“ und bis heute Mittag verlustpunktfreie SSG Halvestorf ist doch bezwingbar – die Germanen um Coach Markus Loges fügten dem Tabellenführer die erste Niederlage zu und siegten am Hütelandsweg mit 2:1. Nach einer halben Stunde in dieser vom Kampf geprägten Partie setzten die Gastgeber das erste Ausrufezeichen. Abbas Issa bekam den Ball auf den Schlappen, zog quer zum Tor und wurde in letzter Sekunde regelwidrig von Halvestorfs Marlow Jürgens gestoppt – Strafstoß für die Hausherren, den Leitwolf Florian Büchler eiskalt zur Führung in den Maschen versenkte (31.). Nur kurze Zeit später legte Can Gürek sogar noch einen drauf und erhöhte fünf Minuten vor dem Gang in die Kabine sogar auf 2:0 für die Germanen. Hagens Übungsleiter Markus Loges erläuterte den Matchplan seiner Mannschaft: „Zum einen wollten wir eine Reaktion zeigen nach dem Hinspiel, in dem wir deklassiert worden sind. Das war unser größtes Bestreben: uns zu rehabilitieren.“

„Von 1 bis 14 haben wir alles gegeben“

Auch nach dem Seitenwechsel setzte seine Mannschaft weiter alles daran, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. Halvestorf wechselte offensiv, so kam unter anderem Julian Maaß in die Partie, der die Offensivbemühungen des Spitzenreiters in der Schlussphase der Partie mit einem Treffer belohnte (82.) - allerdings reichte es nicht mehr zum Punktgewinn. „Von 1 bis 14 haben wir alles gegeben, leidenschaftlich gekämpft und verdient gewonnen. Richtig dicke Chancen hatte Halvestorf nicht, wir hatten deren Sturm gut im Griff. Insgesamt ein rassiges, umkämpftes Derby, hart geführt und mit vielen Gelben Karten, aber nie unfair. Die gesamte Mannschaft hat bravourös gefightet, jeder hat für den anderen gekämpft – heute waren alle stark“, zeigte sich Markus Loges mehr als nur zufrieden. Sein Gegenüber, SSG-Spielertrainer Michael Jarzombek, beurteilte die erste Saisonniederlage seiner Mannschaft: „Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, sondern die, die Profit daraus geschlagen hat, wie schülerhaft wir uns bei den Gegentoren angestellt haben. In der zweiten Halbzeit waren wir besser, aber uns haben die Ruhe und der kühle Kopf gefehlt für einen vernünftigen Torabschluss. Ich habe heute heute 11:0 Torschüsse, fünf Freistöße und sieben Eckbälle gezählt, da machen wir zu wenig draus. Hier hätte eine normale Leistung gereicht, um das Spiel erfolgreich zu gestalten, aber es hat nicht gereicht. Der Mannschaft muss man aber trotzdem ein Kompliment machen, sie hat nicht aufgesteckt und weitergemacht. Wir sind als Trainerteam jetzt gespannt, wie das Team in der Trainingswoche damit umgeht. Heute ist mal der Fall eingetreten, dass es mit halber Kraft nicht reicht – aber Niederlagen gehören in einer Saison auch dazu.“

TuS Germania Hagen: Motzkun, Manka (90. Brandes), Kutsch, Konstantinidis (46. Ördek), Büchler, Gürek, Yousof Issa, David (83. Avci), Rellensmann, Abbas Issa (89. Wennemann), Groß.

SSG Halvestorf-Herkendorf: Kallmeyer, Witthuhn (46. Arndt), Elias, Bleil (46. Ersan), Paraschiv (46. Maaß), Brixius (77. Bartelt), Lehnhoff, Baal, Latowski, Musliji, Jürgens.

Tore: 1:0 Florian Büchler (Strafstoß/31.), 2:0 Can Gürek (40.), 2:1 Julian Maaß (82.).

MTSV Aerzen – TSV Holenberg 3:2 (0:0).

Durch Afferdes Niederlage in Lenne ist der MTSV auf den zweiten Platz geklettert. Die Hummetaler feierten auf eigenem Geläuf gegen den TSV Holenberg einen knappen 3:2-Erfolg. Dennoch war Aerzens Manager Stephan Meyer mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit nicht zufrieden. „Wir sind in den ersten 45 Minuten mit unserem Platz gar nicht klar gekommen. Die Gemeinde Aerzen hat so viel Sand auf unseren Platz geschüttet. Wir haben in einer Sandkuhle gespielt. Holenberg ist in der ersten Halbzeit damit besser klar gekommen“, so Meyer. Die besseren Möglichkeiten im ersten Durchgang hatten die Gäste. Kurz vor dem Pausenpfiff verhinderte MTSV-Keeper Frederik Quindt den Rückstand. „In der ersten Halbzeit hat es Holenberg verpasst, das eine oder andere Tor zu schießen. Da haben wir mächtig Glück gehabt. In der Pause hat unser Trainer anscheinend die richtigen Worte gefunden. Die Jungs sind mit Dampf, Feuer und Leidenschaft aus der Kabine gekommen“, freute sich Meyer. Innerhalb von wenigen Minuten besorgten Leandro Ribeiro und Andrej Gljanz die beruhigende 2:0-Führung. „Nach dem 1:0 haben wir mehr Sicherheit gehabt und sind deutlich besser in die Zweikämpfe gekommen“, erklärte Meyer. Nach dem Anschlusstreffer von Patrick Schiermeister stellte Max Dobisha postwendend den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Der erneute TSV-Anschluss in der Nachspielzeit kam zu spät. „Holenberg hätte sich durchaus heute einen Punkt verdient gehabt“, so Meyer abschließend.

MTSV Aerzen: Quindt, Specht, Gljanz, Pieper, Hanses, Dobisha (87. Gess), Hoppe (75. Guckel), Kiupel, Razlaw, Ribeiro (88. Niemeyer), Klein.

Tore: 1:0 Leandro Ribeiro (49.), 2:0 Andrej Gljanz (56.), 2:1 Patrick Schiermeister (73.), 3:1 Max Dobisha (74.), 3:2 Kevin Suchy (90+4).

FC Stadtoldendorf – TSV Nettelrede 1:6 (0:3).

Der Knoten ist geplatzt! Die „Grönjer“ haben das Kellerduell in Stadtoldendorf deutlich mit 6:1 gewonnen. „Das war heute ein Riesenschritt nach vorne. Auch für die Moral war der Sieg ganz wichtig. Die Jungs haben gesehen, dass sie Fußball spielen können und in der Liga wettbewerbsfähig sind“, war TSV-Sprecher Frank Voges kurz nach der Partie die Erleichterung anzumerken. Nach einem Doppelpack von Mirko Rak führten die Nordkreisler nach 36 Minuten bereits mit zwei Toren. Noch vor dem Seitenwechsel legte Philipp-Moritz Meyer den dritten Treffer nach. „Wir haben es richtig gut gemacht. Bis auf die ersten Minuten haben wir das Spiel bestimmt. Nach dem frühen 1:0 ist der Knoten dann geplatzt“, schilderte Voges. Auch durch das 1:3 durch Patrik Kirschnick, der einen Strafstoß verwandelte, ließen sich die Gäste nicht aus der Ruhe bringen. In der Folge machten Meyer (2) und der eingewechselte Henri Böttcher das halbe Dutzend voll. „Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Wir hatten noch mehrere gute Möglichkeiten“, analysierte Voges, der Jonah-Nicolas Hirtz und Levin Ketterer ein Sonderlob aussprach.

TSV Nettelrede: Bartelt, Niclas-Max Meyer, Ketterer, Rak (65. Mehrberg), Niemeyer, Hirtz (75. Böttcher), Böckmann, Haußer, Herzig, Philipp-Moritz Meyer, Milos.

Tore: 0:1 Mirko Rak (15.), 0:2 Rak (36.), 0:3 Philipp-Moritz Meyer (45.), 1:3 Patrik Kirschnick (46./Strafstoß), 1:4 Meyer (70.), 1:5 Meyer (82.), 1:6 Henri Böttcher (85.).

TSV Lenne – SV Eintracht Afferde 2:1 (0:1).

„Das war eine unglückliche Niederlage, die auf jeden Fall vermeidbar gewesen wäre. Lenne liegt uns einfach nicht. Wir haben die letzten vier Partien gegen sie verloren. Sie sind unser Angstgegner“, war Afferdes Sprecher Julian Koch enttäuscht. Durch die Niederlage rutschte der Sportverein vorerst auf den dritten Rang ab. „In der ersten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft. Deshalb gehen wir auch verdient in Führung“, skizzierte Koch die ersten 45 Minuten. Zwölf Minuten vor dem Pausenpfiff schoss Jörn Heinzelmann die Gäste in Front. „Im zweiten Durchgang haben wir durch Jörn die große Chance auf das 2:0. Leider bekommen wir dann unglücklich nach einer Ecke den Ausgleich“, schilderte Koch. Das sollte sich rächen. Innerhalb von wenigen Minuten drehten Andrej Herzen und Stefan Stratmann die Partie zu Gunsten von Lenne. „Heute hat uns leider auch das Quäntchen Glück gefehlt. Bei uns hat heute Hamo Alnasser eine starkes Spiel gezeigt. An seiner Leistung müssen sich die anderen in den nächsten Wochen orientieren“, lobte Koch.

SV Eintracht Afferde: Conrad, Müller, Helmsen, Lange, Heinzelmann, Oefler, Selchow (86. Henne), Noah Rohloff, Brandt (74. Garbsch), Kraus, Alnasser.

Tore: 0:1 Jörn Heinzelmann (33.), 1:1 Andrej Herzen (60.), 2:1 Stefan Stratmann (69./Strafstoß).

Staffel 9

FC Ambergau-Volkersheim – BW Salzhemmendorf 1:2 (1:1).

Die Ostkreisler kommen immer besser in Fahrt! Beim FC Ambergau-Volkersheim landeten die Blau-Weißem den nächsten Dreier – und gleichzeitig sorgten sie gegen eine Mannschaft, die um die Aufstiegsrunde kämpft, für eine große Überraschung. „Wir sind jetzt das dritte Spiel ungeschlagen. Die Jungs haben heute kämpferisch eine geile Leistung gezeigt. Wir haben auf einem ganz kleinen und engen Platz gespielt. Da haben wir um jeden Grashalm gefightet“, lobte BW-Trainer Heiko Schröer seine Mannschaft. Die Gäste haben Ambergau immer wieder im Spielaufbau früh gestört. „Das hat gut geklappt“, freute sich Schröer. Bereits in der 7. Minute schoss Marcel Tost die Blau-Weißen in Front. „Nach dem 1:0 war es ein offenes Spiel. Es war eine Begegnung mit vielen Zweikämpfen“, gab Schröer zu Protokoll. Nach knapp einer halben Stunde bekam der FC nach einem Handspiel von Rouven Müller im Strafraum einen Elfmeter zugesprochen. Jan Laumann verwandelte eiskalt zum Ausgleich. Wenig später hatte Salzhemmendorf vom Punkt die Chance auf die erneute Führung. Doch Philipp Eickhoff scheitere an Ambergaus Keeper. „Wir wussten, dass Ambergau mit neuem Schwung aus der Kabine kommen würde. Doch wir haben viele Zweikämpfe und Kopfballduelle gewonnen. Wir hatten heute die Lufthoheit“, schilderte Schröer den weiteren Spielverlauf. Die Gäste sollten sich für einen couragierten Auftritt mit einem Auswärtssieg belohnen. Yannik Kassubek schloss einen Konter erfolgreich zum 2:1 ab. „Danach war es noch einmal eine Abwehrschlacht. Am Ende haben wir verdient gewonnen. Wir haben heute einen Plan gehabt und den haben wir eiskalt durchgezogen. Ambergau ist nichts eingefallen. Das war eine tolle Mannschaftsleistung“, war Schröer rundum zufrieden.

BW Salzhemmendorf: Meyer, Philipp Eickhoff, Künze (46. Knoke), Müller, Fitzner, Simon Eickhoff (68. Ruhnow), Granzow, Tost, Kassubek, Liemant, Werra.

Tore: 0:1 Marcel Tost (7.), 1:1 Janlaumann (31.(Handelfmeter), 1:2 Yannik Kassubek (84.).

Besonderes: Salzhemmendorfs Philipp Eichkoff verschießt Strafstoß (45+2).



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