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Fußball: 1:1 im Bezirksliga-Spitzenspiel

Tünderns Tor weckt Lachem auf

BEZIRK HANNOVER. Das war ein richtig griffiges Derby. Gastgeber SV Lachem und Bezirksliga-Spitzenreiter HSC BW Tündern boten den Zuschauern eine Partie, die 90 Minuten auf Biegen und Brechen stand. Und am Ende erkämpften die Lachemer tatsächlich ein noch 1:1 (0:0) gegen die Blau-Weißen, deren Vorsprung auf Verfolger SC Harsum sechs Spieltage vor Saisonende auf sechs Punkte zusammenschmolz.

veröffentlicht am 23.04.2017 um 19:42 Uhr

Tanz um den Ball: Der Lachemer Marco Elias (li.) spitzelt Tünderns Tim-Niclas Schumachers die Kugel vom Fuß. Foto: nls
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In der ersten Halbzeit hätte es schon auf beiden Seiten klingeln können. So verbuchte Lachem einen Lattentreffer, die Tünderaner hatten Pech mit einem Pfostenschuss. Nach der Pause sah die Welt für SV-Coach Tarik Önelcin zunächst nicht gut aus: „Da kam Tündern besser ins Spiel. Auch wenn sie spielerisch nicht so viel zu bieten hatten.“ Aber erst in der 82. Minute durften die Schwalben jubeln, als Lucas Neckritz den Ball zum 1:0 über die Torlinie drückte. Doch für Lachem war das keinesfalls das Ende, sondern eher der Weckruf. Der Tabellendritte machte tatsächlich noch einmal Druck, und wurde dafür auch belohnt. David Schrader (87.) traf zum 1:1 und riss die Elf von Trainer Siegfried Motzner tatsächlich aus den Siegesträumen. Im Blickpunkt standen nicht nur die beiden Tore, sondern vor allem das Mittelfeld-Duell zwischen Lachems Egcon Musliji und Tünderns Jannik Hilker. Für Tarik Önelcin ein Duell auf Augenhöhe: „Die beiden haben sich nichts geschenkt.“
MTSV Aerzen – Germania Hagen 6:0 (2:0). Alles ist gut! Ausgerechnet gegen Angstgegner Germania Hagen setzte Aerzen zum Befreiungsschlag an. Und dürfte mit dem Sieg die letzten Probleme in Sachen Klassenerhalt gelöst haben. Für die Hagener, die weiterhin im Abstiegskampf stecken, begann der Niedergang in der 37. Minute, als Jovien Meyer nach einen Konter den Ball zum 1:0 ins lange Eck setzte. Hektik pur kam in der 44. Minute auf, als Hagens Keeper Niklas Frye den Aerzener Ole Nehrig im Strafraum stoppte. Ein Foulelfmeter, die Rote Karte für Frye und reichlich Tumult waren die Folge. Ungeachtet dessen verwandelte Eduard Mittelstädt zum 2:0, und dann schickte der Unparteiische auch noch Hagens Coach Eldar Zahirovic auf die Tribüne. Im zweiten Spielabschnitt hatte die Elf von Trainer Uwe Filla in Überzahl leichtes Spiel. Erst erhöhte Nehrig (55.) auf 3:0, dann traf Josef Selensky (67.) zum 4:0. Damit nicht genug für die Germanen, denn Stephan .Clavien (70.) und Sebastian Specht (84.) machten das halbe Dutzend komplett.
MTV Bevern – SSG Halvestorf 0:0. Das war weder Fisch noch Fleisch, was für die Halvestorfer in der wichtigen Begegnungen beim Fast-Absteiger an der Weser heraussprang. Doch gegen kampfstarke MTVer, die ihre letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt nutzen wollten, boten sich der SSG auch kaum zwingende Torchancen. Björn Bertram traf lediglich das Torgebälk. Zwei weitere Möglichkeiten hatten zudem Kai Brixius und Sascha Maaß auf dem Fuß. Für Pressesprecher Burkhard Büchler bleibt alles beim Alten: „Wir müssen in den kommenden Spielen alles daransetzen den Relegationsplatz zu verhindern.“
TSV Bisperode – FC Ambergau 0:2 (0:1). Trotz einer ansprechenden Leistung stand der TSV auch diesmal wieder mit leeren Händen da. Der Strohhalm im Existenzkampf wird nach der mittlerweile 16. Saisonniederlage nun immer dünner. Zwar hatte Bisperode in einer Partie ohne große Höhepunkte auch seine Möglichkeiten, die Tore machte aber nur der Gast aus Ambergau. Zunächst traf Dennis Sydow (41.) zum 0:1, kurz vor dem Abpfiff machte Rene Grubner (86.) dann alles klar. Wenig später sah Lennart Rohloff (88.) dann auch noch die Gelb-Rote Karte. „Beim 1:0 haben wir leider etwas geschlafen“, stellte TSV-Sprecher Grupe fest. Ein Lob gab es von ihm aber noch für Mathias Stenke, der eine „überragende Partie“ zeigte.kf/ro

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