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Torfabrik Großenwieden kommt: Eimbeckhausen will nicht „baden gehen“

33 Tore in sieben Spielen: Tabellenführer TSV Großenwieden ist die Torfabrik der Fußball-Kreisliga. Dementsprechend groß ist der Respekt von Eimbeckhausens Trainer Michael Wehmann, der mit dem VfB im Abstiegskampf steckt.

veröffentlicht am 10.09.2021 um 17:33 Uhr

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VfB Eimbeckhausen – TSV Großenwieden (Samstag, 16 Uhr).

„Wir treffen am Samstag auf die Torfabrik aus Großenwieden. Auf unsere Defensive wird da mit Sicherheit Schwerstarbeit zukommen“, weiß Eimbeckhausens Spielertrainer Michael Wehmann. Die Gäste reisen als aktueller Tabellenführer in den Nordkreis und haben in sieben Partien bereits 33 (!) Treffer erzielt. „Wir machen einfach in der Defensive zu viele Fehler, auch in der taktischen Anordnung passt es teilweise nicht. Es muss eine deutliche Leistungssteigerung her, um gegen Großenwieden nicht baden zu gehen“, weiß Wehmann. Am Donnerstag kassierte der VfB bei den Hamelner Preussen noch eine späte 1:2-Niederlage. Somit stehen Trotz & Co. mit derzeit vier Punkten in der gefährlichen Tabellenregion. Dabei sind die Einsätze von Maik Hoffmann und Maurizio di Tullio noch gefährdet. Definitiv ausfallen wird der privat verhindert Jörn Dahlbock. Der zuletzt angeschlagene Roman Bandorski ist wieder fit. Das VfB-Gehäuse wird dieses Mal Stefan Schuster hüten. „Wir wollen zu Hause bestenfalls nicht verlieren“, gibt Wehmann die Devise aus. Großenwiedens Sprecher Rassan Abdi warnt vor dem VfB: „Kämpferisch werden sie uns alles abverlangen. Wir müssen Geduld haben und Eimbeckhausen unser Spiel aufzwingen. Mit Geduld und Ausdauer können wir die Punkte aus Eimbeckhausen mitnehmen“, ist sich Abdi sicher.

TSV Bisperode – TSG Emmerthal (Samstag, 16 Uhr).

„Am Samstag empfangen wir mit der TSG aus Emmerthal die nächste Mannschaft, die aktuell einen guten Lauf hat. Schließlich stehen drei Siege am Stück für Emmerthal zu Buche“, erläutert Bisperodes Co-Trainer Konrad Voss. Die Ostkreisler feierten am Mittwoch gegen Grohnde einen 5:3-Heimsieg. „Da haben wir uns endlich einmal belohnt und unsere Torchancen genutzt. Allerdings haben wir dafür leider auch mehr Chancen zugelassen. Es gilt also für das Spiel gegen die TSG die richtige Balance zwischen verteidigen und angreifen zu finden. Wir wollen natürlich den Lauf von Emmerthal stoppen und möchten, wie immer bei Heimspielen, die Punkte gerne in Bisperode behalten“, hat Voss eine klare Zielsetzung. Im Vergleich zum Donnerstag hat Emmerthals Trainer Daniel Wohlleben wieder den Kapitän an Bord. Yannick Garbsch ist im Pappelstadion wieder dabei. Dennis Matzeit wird weiterhin ausfallen. Zudem ist der Einsatz von Luca-Fabian Schulz noch ungewiss. „Spiele gegen Bisperode sind immer etwas Besonderes für uns und waren in der Vergangenheit sehr umkämpft. Von daher freuen wir uns auf die Partie. Zuletzt haben wir ein Sechs-Punkte-Spiel gegen Lauenstein gewonnen. Wir müssen uns nicht verstecken. Unser Selbstbewusstsein wächst von Spiel zu Spiel“, freut sich TSG-Trainer Daniel Wohlleben. Mit fünf Siegen aus sieben Begegnungen mischen die Grün-Weißen in der Spitzengruppe mit.

MTV Lauenstein – FC Preussen Hameln (Sonntag, 15 Uhr).

„Meine Mannschaft hat sich in den letzten beiden Spielen zu viele Fehler geleistet und wurde dafür bestraft. Zwei Niederlagen in Folge reichen. Wir müssen wieder in die Spur kommen, vor allen Dingen hellwach sein und im Strafraum nicht naiv verteidigen. Zwei klare Elfmeter gegen uns im letzten Spiel in Emmerthal sind kaum im Spiel aufzuholen. Das gesamte Team muss sich erheblich steigern, damit die Punkte bei uns bleiben“, nimmt Lauensteins Trainer Stefan Gluba sein Team in die Pflicht. Nach zwei Niederlagen in Serie rutschten die Ostkreisler vorerst auf den neunten Rang ab. Die Hamelner haben nach dem „Last Minute“-Sieg gegen Eimbeckhausen vier Zähler mehr auf dem Konto. „Nach zwei Niederlagen wird Lauenstein alles versuchen, um zu Hause wieder in die Erfolgsspur zu kommen. So wie es scheint, hat auch der MTV mit personellen Problemen zu kämpfen. Bei uns sieht es ähnlich aus. Unser Team wird sich am Sonntag von selbst aufstellen, aber ich vertraue jedem einzelnen Spieler. Wenn jeder alles reinlegt für die Mannschaft und wir als Team überzeugen, werden wir auch mindestens einen Punkt aus Lauenstein mitnehmen“, vermutet Preussens Trainer Rik Balk.

TSV Grohnde – SpVgg. Bad Pyrmont II (Sonntag, 15 Uhr).

Erstmals in dieser Saison hat der TSV Grohnde personell große Probleme. „Wir wissen schon lange, dass wir an diesem Termin viele Urlauber haben und haben dementsprechend beim Spielausschuss auf dem Wunschzettel, den jeder Verein vor der Saison ausgefüllt hat, diesen Termin geäußert. Leider wurde auf diesen Wunsch nicht reagiert“, meint Grohndes Spielertrainer Christopher Thomas. Unter Woche musste sich der TSV in Bisperode mit 3:5 geschlagen geben. „Wir haben trotz der Niederlage die letzten Wochen sehr viel Selbstbewusstsein gesammelt und können auch befreit aufspielen. Die vielen Spiele kosten ganz schön Körner und auch wenn viele wichtige Leistungsträger nicht dabei sind, hat jeder Spieler mein vollstes Vertrauen. Vielleicht brauchen wir am Sonntag einfach mal Glück“, so Thomas abschließend. Pyrmonts Trainer Eldar Zahirovic hat großen Respekt vor der Aufgabe: „Mit Grohnde haben wir einen harten Brocken vor uns. Für mich sind sie die Überraschungsmannschaft. Ich glaube, dass der TSV gerade zu Hause sehr stark ist und jeden Punkt holen möchte.“ Die Gäste hatten in den letzten Wochen einen guten Lauf und sind vorne mit dabei. „Wir denken nur von Spiel zu Spiel. Mir ist die Tabellensituation relativ egal, weil es oben und unten sehr eng ist“, verrät Zahirovic.

SG Hajen/Latferde – SC RW Thal (Sonntag, 15 Uhr).

Nach dem überraschenden Auswärtssieg in Wallensen geht es für die SG mit einem Heimspiel gegen Thal weiter. Bei den Gastgebern ist die Personalsituation etwas angespannt. Marcel Lutter, Jan Knoesel und eventuell Blend Raci fallen am Sonntag aus. „Wir haben mit dem Sieg gegen Wallensen den Anschluss an das obere Tabellendrittel wieder hergestellt. Kämpferisch und auch spielerisch war das eine gute Auswärtsleistung und wieder ein Schritt nach vorne. Darauf können wir aufbauen. Jetzt gilt es, zu Hause genauso aggressiv und konzentriert aufzutreten, um nachzulegen“, hofft SG-Sprecher Marc Knoesel auf den nächsten Dreier. Zu dem kommenden Gegner sagt Knoesel Folgendes: „Thal steht als Tabellenletzter schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand und kann sich eine weitere Niederlage eigentlich nicht erlauben. Dementsprechend entschlossen werden sie sicher auch in das Spiel gehen. Mit den letzten Zugängen haben sie durchaus spielerische Qualität dazugewonnen. Das wird keine einfache Aufgabe, auch wenn die Tabellensituation das eigentlich nicht widerspiegelt.“ Die Rot-Weißen kassierten unter der Woche im Derby gegen Pyrmont II eine 1:5-Niederlage. „Da haben wir in der zweiten Halbzeit aber ein gutes Spiel gezeigt. Die Jungs haben kämpferisch gut dagegen gehalten. Über den nächsten Gegner kann ich nicht viel sagen. Wir stellen uns auf einen heißen Tanz ein. Anhand der Ergebnisse kann man sehen, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann“, so Thals Trainer Muhammet Sen.

SV Azadi Hameln – WTW Wallensen (Sonntag, 15 Uhr).

„Gegen Wallensen im Kreispokal-Viertelfinale hat unsere Pechsträhne diese Saison angefangen und gegen diesen Gegner soll sie am Sonntag wieder enden“, hofft Hamelns Manager Yalcin Uzun. Unter der Woche feierten die „Adler“ in Aerzen den ersten Saisonsieg. „Wir möchten jetzt am liebsten nachlegen und diese Gier auf Siege entwickeln. Durch mannschaftliche Geschlossenheit und harte Arbeit hat die Mannschaft sich diesen Sieg verdient. Wir wissen aber, dass noch viele weitere schwierige Aufgaben anstehen“, erklärt Uzun. WTW-Sprecher Marcel Woyciechowski schildert die aktuelle Lage wie folgt: „Um uns aus der derzeitigen Situation zu befreien, muss am Sonntag auf jeden Fall ein Sieg her. Azadi Hameln hat gute Spieler in seinen Reihen, deswegen sagt für mich der Tabellenstand nicht allzu viel aus. Es wird eine schwierige Aufgabe in Hameln, bei der wir mit vollster Konzentration agieren müssen, um die drei Punkte mitzunehmen. Wir haben leider viele angeschlagene oder verletzte Spieler, bei denen es sich erst am Sonntag zeigen wird, wer auf dem Platz stehen wird.“

VfB Hemeringen – MTSV Aerzen II (Sonntag, 15 Uhr).

Am Sonntag hat der VfB Hemeringen Aerzens Bezirksliga-Reserve zu Gast. Dieses Spiel garantiert Spannung, da der VfB auf einen direkten Tabellennachbarn trifft. Während die Gastgeber derzeit acht Punkte auf dem Konto haben, finden sich die Hummetaler direkt dahinter wieder. „Wir wollen vor den heimischen Fans den Abstand zu den unteren Tabellenplätzen ausbauen. Dies kann nur durch eine geschlossene Mannschaftsleistung erreicht werden. Gerade im Bereich Chancenverwertung werden wir noch nachlegen müssen“, berichtet VfB-Sprecher Michael Albrecht. Die Gäste müssen beim Auswärtsspiel personell wieder einige Änderungen vornehmen. „Das sind wir ja schon gewohnt. Wir müssen ein bisschen mehr zeigen als am Mittwoch gegen Azadi, da haben wir zu schnell die Bälle verloren und das Umschaltspiel nach hinten war nicht optimal. Gerade zu Hause ist Hemeringen sehr stark“, weiß MTSV-Trainer Oliver Kosowski, der sich auf seinen Ex-Spieler Maximilian Ringleff freut: „Gegen seine ehemaligen Jungs kann er gerne mal einen schlechten Tag haben.“

TuS Rohden – BW Tündern U23 (Sonntag, 15 Uhr).

Nach dem 0:9-Debakel im Derby gegen Großenwieden hat Rohden Tünderns U23 zu Gast. „Damit treffen wir auf den nächsten großen Brocken. Die Einstellung gegenüber den Großenwieden-Spiel muss sich stark ändern, ansonsten wird es schwierig“, appelliert Rohdens Trainer Jörg Pydde an sein Team. Tünderns Coach Alexander Liebegott warnt von der Tabellensituation. „Wir dürfen uns davon nicht blenden lassen. Wenn wir das Spiel falsch angehen, kann es eine böse Überraschung geben. Preussen Hameln hat in Rohden 1:3 verloren. Deshalb sind wir gewarnt, nehmen aber die Favoritenrolle an und wollen uns mit drei Punkten oben festsetzen. Zeigen wir weiterhin die Spielfreude aus den letzten Spielen, werden wir drei Zähler holen“, ist sich Liebegott sicher.



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