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Hauptrolle für Hamelner Urgestein im Halvestorfer Trikot beim Ballyhoo am Piepenbusch

Tonis Tor-Traum: Schießt Deck Preußen weg?

Fußball. Film ab zum Ballyhoo am Piepenbusch. In der Hauptrolle Anatoli Deck, der eiskalte Torjäger aus Sibirien. Der Mann aus Omsk spielt zwar seit dieser Saison für den Landesligisten SSG Halvestorf, ist aber beim heutigen Prestige-Duell (18.30 Uhr) gegen die völlig neu formierten Elf von 07 eigentlich der einzig „wahre“ Preuße auf dem Platz. Ein Hamelner also im falschen Trikot? „Nein, ich fühle mich in Halvestorf wohl“, sagt „Toni“, der sich zuvor zwölf Jahre durch die diversen Junioren- und Herrenmannschaften von 07 zauberte und nicht unwesentlich zum rasanten Aufstieg des Vereins bis in die 5. Liga beitrug. Doch jede Treue hat eben auch mal ein Ende. „Das waren schöne Zeiten, doch die sind nun leider vorbei. Es ist sehr traurig, wie sich die ganze Situation bei Preußen 07 entwickelt hat“, ist das Kapitel für den 25-jährigen Internet-Experten, der einst 1997 nach Deutschland kam, mittlerweile abgeschlossen.

veröffentlicht am 05.08.2010 um 17:08 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 15:21 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Aber gleich im ersten Punktspiel gegen seinen alten Verein antreten zu müssen, das ist auch für einen kaltschnäuzigen Stürmer wie ihn nicht so leicht. „Gott sei Dank ist das aber eine ganz andere Mannschaft, da werden sich meine Emotionen wohl in Grenzen halten“, ist Anatoli Deck sicher. Einzig mit Dursun Yilmaz und Rostom Youssef hat er kurzzeitig mal zusammengespielt. Das war’s aber auch schon – mehr verbindet ihn nicht mit den aktuellen Schützlingen von Trainer Rolf Schünemann.

Wie sich der neue Halvestorfer Angreifer den Ausgang des Derbys vorstellt, ist auch kein Geheimnis. „Ich rechne mit einem knappen Sieg für uns. Natürlich würde ich auch gerne einen Treffer dazu beisteuern“, hofft Toni auf ein positives Ende der ersten Begegnung mit seiner sportlichen Vergangenheit.

Und die Wahrscheinlichkeit, dass er auch trifft, ist hoch, denn seit seinem Wechsel von Preußen Hameln nach Halvestorf spielt Deck endlich wieder da, wo er sich am liebsten sieht: vorne drin. Sieben Tore hat er schon für seinen neuen Klub erzielt und damit seine Vollstreckerqualitäten nachhaltig unter Beweis gestellt. Zuletzt in der Oberliga durfte er meist nur im Mittelfeld ran und musste dabei auch noch viel nach hinten arbeiten. „Das liegt mir aber nicht so, da lasse ich zu viel Kraft und Konzentration“, gesteht er freimütig ein. Hat auch Trainer Milan Rukavina schnell erkannt und seinen Neuzugang deshalb gleich zur Nummer 9 gemacht. Bislang fristete Toni aus taktischen Gründen sein Dasein in vorderster Front noch als Einzelkämpfer, doch nun bekommt er mit dem Ex-Nienstädter Tayfun Dizdar wertvolle Unterstützung. „Alles muss sich zwar erst einspielen, aber wir beide werden bestimmt harmonieren“, hat Deck keine Zweifel. Auch daran nicht, dass die SSG Halvestorf als Aufsteiger ihr vorrangiges Ziel, den Klassenerhalt, erreicht. „Die Qualität in der Mannschaft ist vorhanden“, stellt er seinem neuem Team ein gutes Zeugnis aus. Den ersten Schritt in diese Richtung können Deck und Co. nun bereits heute mit einem Dreier gegen Schünemanns „Wundertüte“ machen. Doch ein entspannter Abendspaziergang wird das gewiss nicht. „Wer glaubt, wir schießen die Preußen mal eben so im Vorbeigehen ab, der ist klar auf dem Holzweg“, warnt der SSG-Torjäger.



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