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Wintercheck der Dewezet, Teil III: Die Bezirksliga-Frauen von Inter bekommen die Note zwei plus für eine phänomenale Hinrunde

Tolle Trefferquote – Jennifer Reinhold lässt Holzhausen träumen

Die erste Hälfte der Saison ist vorbei. Beim Winter-Check der Dewezet stellt unser Mitarbeiter Andreas Korsch den heimischen Frauen-Fußballteams auf Bezirksebene Halbjahres-Zeugnisse aus. Heute sind im dritten Teil der Serie die Frauen von Inter Holzhausen dran.

veröffentlicht am 11.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 11:21 Uhr

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Zielsetzung: Wer hätte das gedacht? Der Liganeuling stieg mit dem Wunsch vom Klassenerhalt auf, mischt aber jetzt schon ganz oben in der Bezirksliga mit. Deshalb hat jetzt das Tiefstapeln beim Drittplatzierten ein Ende und man setzt sich höhere Ziele. Fußball-Obmann Thomas Bertram gibt zu: „Wir streben jetzt den zweiten Rang an.“

Spielstil: 40 Tore in 11 Partien sprechen eine eindeutige Sprache. Die Elf von Mario Reinhold ist ganz klar nach vorne ausgerichtet. Torjägerin Jennifer Reinhold bildet mit Alina Hundertmark und Kelly Stratmann ein Offensiv-Dreieck mit Torgarantie. Besonders Reinhold kann Partien alleine entscheiden und ist nicht wegzudenken. „Unser Spiel ist stark auf sie zugeschnitten“, so Bertram.

Hinrunden-Highlight: Das gewonnene Derby gegen Spitzenreiter TSV Nettelrede ist heute noch in bester Erinnerung. Beim 2:1-Sieg gelang Reinhold ein Doppelpack, und die gesamte Mannschaft überzeugte vor allem durch Kampf und Einsatzwille. „Nach dieser Partie wurde uns klar, dass wir noch mehr können“, erinnert sich Bertram.

Hinrunden-Blackout: Einen Tiefpunkt erlebten die Pyrmonterinnen am 3. Spieltag beim 1:3 in Krankenhagen.

Gewinnerin der Hinrunde: Mit 27 Toren und dem ersten Platz in der Torjägerliste führt kein Weg an Jennifer Reinhold vorbei. Schon viele gegnerische Trainer sind der Meinung, die 24-Jährige spiele in einer Liga für sich. Auch Coach Mario Reinhold ist stolz auf seine Tochter: „Sie ist in einer bestechenden Form.“ Dennoch möchte er die Defensivspielerinnen Cindy Neubert und Jule Walter hervorheben. Fußball-Chef Bertram lobt auch Torfrau Carina Neumann, die „einen starken Rückhalt bietet“.

Pokal: Von Losglück konnte man in Holzhausen nicht sprechen. Mit Eintracht Hameln kam der erwartet schwere Landesligist, und mit ihm das frühe Pokal-Aus. „Trotzdem haben wir eine gute Vorstellung gezeigt. Hut ab!“, meinte Reinhold nach der 1:2-Niederlage.

Neuzugänge: Mit Isabell Mundhenk, Raphaela Kutschia, Viviane Fourestier sowie Nele Klappheck hat man den 14-köpfigen Kader etwas aufstocken können. Die Defensivspielerinnen kamen allesamt vom aufgelösten Frauenteam der Germania Hagen. „Nun hat der Trainer mehr Alternativen“, meint Bertram.

Verbesserungswünsche: Was vorne blendend klappt, hat hinten noch Verbesserungsbedarf. Zwar haben die Pyrmonterinnen mit 15 Gegentreffern die zweitwenigsten der Liga, doch der Coach fordert: „Wir müssen weiter an uns arbeiten und vor allem läuferisch besser werden.” Bertram fügt hinzu: „Wir sind noch zu sehr von Reinhold abhängig. Darum müssen wir versuchen, alle ins Spiel einzubeziehen.“

Prognose: Die Zukunft hängt besonders von der Winterpause ab. Wird diese sinnvoll genutzt, kann sich Inter am Ende einen Podiumsplatz ergattern. Es gilt, sich konditionell fit zu halten und die Defensive zu stabilisieren. Wenn das gelingt, kann sich die Kurstadt auch in der Rückrunde über viele Siege freuen.

Gesamtnote: Gut (2), mit einem dicken Plus. Inter ist jetzt schon eine Hausnummer in der Bezirksliga. Selbst Trainer Mario Reinhold kommt aus dem Staunen nicht mehr raus: „Auch ich hätte damit nicht gerechnet.“

Alleinunterhalterin im Inter-Sturm: Jennifer Reinhold.

Foto: haje



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