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Kreisliga-Spitzenreiter legt Einspruch gegen die Rote Karte ein

„Tobias Schulz ist unschuldig!“ SG Hameln 74 fordert Freispruch

Fußball (kf). Die SG Hameln 74 fordert Freispruch für seinen Rotsünder Tobias Schulz. Denn der wurde im Kreisliga-Spiel der SG Hameln 74 gegen den MTSV Aerzen von Schiedsrichter Ingo Schürmann mit einer Roten Karte bestraft. Für eine Notbremse, die gar nicht er, sondern sein Mannschaftskollege Rik Balk begangen hat.

veröffentlicht am 11.04.2012 um 19:58 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 07:41 Uhr

„Tobias Schulz ist unschuldig,“ sagt Vereinschef Thomas Thimm und fordert deshalb von der spielleitenden Stelle des Kreisfußball-Verbandes (KFV) Freispruch für seinen Abwehrspieler: „Es geht uns darum, dass ein Spieler, der nachweislich wegen eines Schiedsrichterfehlers vom Platz geschickt wird und völlig unschuldig ist, keine Sperre erhält. Was danach kommt, ist Sache des Kreisfußball-Verbandes.“

Für Hans-Jürgen Hartmann, den Spielausschuss-Vorsitzenden des KFV, ist die Sache aber nicht ganz so einfach. Denn den Videobeweis, mit dem die Unschuld des Hamelner Abwehrspielers eindeutig zu beweisen wäre, lässt Hartmann erst einmal außen vor: „Der ist nicht zugelassen.“ So gilt für den erfahrenen Spielausschuss-Chef aus Eimbeckhausen im „Fall Schulz“ erst einmal die Tatsachenentscheidung des Unparteiischen. Ein entsprechender Verwaltungsentscheid mit der entsprechenden Sperre für Tobias Schulz, die nach dem Regelwerk nun mal für eine Notbremse vorgeschrieben ist, wird der SG Hameln 74 vom Spielausschuss-Vorsitzenden folgerichtig zugestellt.

Schulz ist aufgrund des Spielberichtes und der Roten Karte auch automatisch vorgesperrt. Im Klartext, Schulz darf am Sonntag gegen den TSV Bisperode nicht spielen. Ob diese Vorsperre am Wochenende aufgrund des Einspruchs, den die SG 74 bereits eingereicht hat, kurzfristig ausgesetzt wird, ließ Hartmann gestern noch offen.

Doch eins ist für den Chef der spielleitenden Instanz klar: „Einer der beiden Spieler muss bluten.“ Zunächst gilt die Tatsachenentscheidung von Schiedsrichter Ingo Schürmann. Dadurch würde sich für Tobias Schulz die Sachlage nicht ändern – am Sonntag bliebe für ihn an der Heinestraße nur ein Platz unter den Zuschauern. Nur wenn der Unparteiische die Sache klarstellt und den „Fall Schulz“ aufklärt, könnte sich das Blatt wenden. Für Hans Jürgen Hartmann kein Problem: Der würde die Sperre gegen Schulz aufheben und gleichzeitig einen neuen Entscheid an die SG Hameln 74 schicken. Das Urteil wäre das gleiche. Nur mit einem Unterschied: Dann würde mit Rik Balk der Täter bestraft, der die Notbremse tatsächlich auch gezogen hat.

Tobias Schulz: Nach der unberechtigten Roten Karte im Spiel gegen Aerzen hofft der Abwehrspieler der SG 74 auf einen Freispruch von der spielleitenden Stelle des Fußballkreises.

Foto: haje



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