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Jubel in Tündern – Frust in Halvestorf: SSG-Pleite sorgt für Katerstimmung am Piepenbusch

Tegtmeyers geniales Tor würzt lahmes Derby

Fußball. Der Frust saß nicht nur bei Halvestorfs Kapitän Josef Selensky nach der 0:2-Pleite im Landesliga-Derby gegen Tündern tief. Kein Wunder, denn eigentlich hätte die SSG die Partie gegen Selenskys Ex-Klub unbedingt gewinnen müssen, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze nicht zu verlieren. Doch nach der achten Saisonniederlage sieht es jetzt für die Piepenbuschkicker im Hinblick auf den angepeilten Klassenerhalt düster aus, denn das rettende Ufer ist schon sieben Punkte entfernt …

veröffentlicht am 23.10.2011 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:26 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Ungefähr 300 Zuschauer pilgerten am Samstagnachmittag zur Hamelner Kampfbahn. Sie sahen ein Derby, das in der ersten halben Stunde so langweilig war, dass Schwalben-Coach Siegfried Motzner auf der Trainerbank fast eingeschlafen wäre. Denn Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Für den einzigen Hallo-Wach-Effekt sorgte in der ersten Viertelstunde ein Halvestorfer: Nach einer Fabrizius-Flanke köpfte Jannik Schmidt den Ball knapp am Tor vorbei. Das war’s.

Für das erste Lebenszeichen im Tünderaner Angriff sorgte Niklas Beckmann (32.), dessen Schuss Fabian Moniac parierte. Doch keine fünf Minuten später war der SSG-Keeper machtlos: Nach einer Tegtmeyer-Ecke köpfte Rico Stapel das 1:0 (36.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte der fleißige Michael Bloß das 2:0 auf dem Fuß, der Tünderaner scheiterte aber am glänzend reagierenden Moniac.

Während sich die Schwalben nach dem Seitenwechsel fast nur noch in der eigenen Hälfte einigelten, bissen sich die Halvestorfer am blau-weißen Abwehrbollwerk die Zähne aus. Bis auf einen Selensky-Freistoß, den Tünderns Keeper Sebastian Kelle gekonnt aus dem Winkel fischte, war von der SSG in der zweiten Hälfte nicht viel zu sehen. Motzners Mauertaktik ging gegen die über weite Strecken spielbestimmenden aber viel zu harmlosen Halvestorfer auf. Für die Vorentscheidung sorgte eine Viertelstunde vor Schluss der wieselflinke Robin Tegtmeyer, der nach einer Flanke von Tim Piontek das 2:0 (74.) köpfte. „Das war wirklich genial“, schwärmte Tünderns Trainer, der nach dem Spiel seinen Jungs sogar eine Kiste Bier spendierte, „weil wir endlich mal wieder zu Null gespielt haben“. Das war wohl der Schlüssel zum Erfolg. Und die Motzner-Elf nutzte ihre wenigen Torchancen konsequent – im Gegensatz zur SSG. „Wir haben mit Eugen Fabrizius nur einen Stürmer. Mir fehlen aufgrund des kleinen Kaders die Alternativen“, machte Coach Sakir Urunow die Misere deutlich.

2 Bilder

Tündern: Kelle, Junker, Achilles, Hau, Gurgel, Stapel, Bloß (88. Engel), Blum, Piontek, Beckmann, Tegtmeyer.Halvestorf: Moniac, Bleil, Möller (46. Hill), Kowalski, Günzel, Hau, Bertram (76. Bierwirth), Selensky, Schmidt, Schimanski, Fabrizius.

Glanzparade von Tünderns Keeper Sebastian Kelle (linkes Foto). Tünderns Patrik Blum spitzelt Halvestorfs Björn Bertram (rechtes Foto) den Ball vom Fuß.



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