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Jung und mutig: Der künftige Trainer des TuS Hessisch Oldendorf sucht die Herausforderung

Tarik Önelcin – die Viererkette ist seine Perle

Fußball. Neue Trainer mit Ideen, Mut und Weitblick braucht das Land. Nicht nur in der Bundesliga sorgt die Generation um Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Robin Dutt erfolgreich für frischen Wind auf der Bank, auch im Kreis Hameln-Pyrmont rückt der Nachwuchs immer mehr ins Rampenlicht.

veröffentlicht am 16.03.2011 um 16:37 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:55 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Fußball. Neue Trainer mit Ideen, Mut und Weitblick braucht das Land. Nicht nur in der Bundesliga sorgt die Generation um Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder Robin Dutt erfolgreich für frischen Wind auf der Bank, auch im Kreis Hameln-Pyrmont rückt der Nachwuchs immer mehr ins Rampenlicht. Einer aus der neuen Trainergilde ist Tarik Önelcin. Derzeit noch in Diensten der SF Amelgatzen, übernimmt der 36-jährige Hamelner (wir berichteten) ab Sommer die sportliche Verantwortung beim TuS Hessisch Oldendorf. Auch wenn der einstige Drittligist schwere Zeiten durchlebte und erst vor Kurzem wieder aus der sportlichen Versenkung auftauchte, ist der Klub aus der Leistungsklasse für einen jungen, ehrgeizigen Trainer immer noch eine Hausnummer und eine echte Herausforderung. Sieht auch Tarik Önelcin so. „Das ist eine große Chance für mich und ich bin überzeugt davon, dass beim TuS viel zu bewegen ist“, freut er sich auf die Arbeit im traditionsreichen Waldstadion. Der Inhaber der C-Lizenz will etwas erreichen und „schnellen, modernen Fußball spielen lassen“, wie er sagt. Technik und taktisches Verständnis der Spieler vorausgesetzt. Ein Coach wie Önelcin traut sich aber auch was zu, ist zudem experimentierfreudig. Obwohl viele Experten den Kopf schüttelten, ließ er in der Hinserie die Sportfreunde Amelgatzen in der 1. Kreisklasse mit einer Viererkette spielen. Eine absolute Rarität in der 10. Liga, aber vor allem ein großes Wagnis. „Das hat zwar nicht immer geklappt, aber einen Versuch war es allemal wert“, zieht der städtische Jugendpfleger nicht unzufrieden Bilanz. Weil aber letztlich das Personal beim Tabellenneunten dafür fehlt, hat die Viererkette in der Rückserie erst einmal ausgedient. „Grundsätzlich wird sie aber meine bevorzugte Abwehrvariante bleiben“, lässt Önelcin durchblicken. Denn Rückschritt soll für den Trainer, der einst bei der FSG Wickbolsen ins Geschäft einstieg, ein Fremdwort bleiben. Auch in seiner fast 15-jährigen Karriere als knallharter Abwehrspieler bei der TSG Emmerthal, deren Kassenwart er heute noch ist, ging es eigentlich immer nach vorne. „Ich durfte noch die goldenen Zeiten im Bezirk miterleben“, erinnert sich der 36-Jährige. Durchaus möglich, dass Tarik Önelcin mit seinem neuen Klub schon bald dienstlich in Emmerthal aufkreuzt, denn der TuS Hessisch Oldendorf schnuppert als Dritter der Leistungsklasse noch am Kreisliga-Aufstieg.

„Die Mannschaft hat auf alle Fälle das Potenzial dazu“, traut der künftige TuS-Coach den beiden Interimstrainern Roman Zolynski und Dirk Gelhaar auch den ganz großen Wurf zu.

Ein junger Trainer mit Weitblick: Tarik Önelcin wechselt im Sommer von SF Amelgatzen auf die Trainerbank des TuS Hessisch Oldendorf.

Foto: nls



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