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Mädchen-Quartett glänzt nicht nur in der Kreisauswahl, sondern auch bei der Junioren-Hallenkreismeisterschaft

Sunja, Nele, Rieke und Marie – der Ball ist ihr Freund

Fußball (rhs). In der Kreisauswahl kämpfen Sunja, Rieke, Marie und Nele Seite an Seite. Das Mädchen-Quartett geht gemeinsam auf Torejagd, freut sich über Siege und tröstet sich bei Niederlagen. Doch bei den Hallenkreismeisterschaften der C-Mädchen ist alles ganz anders.

veröffentlicht am 06.12.2011 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 12:41 Uhr

Hier spielt das Quartett nicht in einer Mannschaft, sondern jede mit großem Ehrgeiz im Team ihres Heimatvereins. „Alle wollen ins Finale“, stellten die beiden Kreis-Auswahltrainer Thomas Fedder und Sylvan Spilker als stille Beobachter auf der Tribüne fest. Bei ihnen erhalten sie den notwendigen Feinschliff für mögliche höhere Aufgaben. „In einigen Jahren werden die heute elf- und zwölfjährigen Mädchen nicht nur die Mannschaften im Kreis verstärken, sondern möglicherweise auch die Fühler nach einem Bundesliga-Klub ausstrecken“, meint die Hastenbeckerin Rieke Appel.

Sie würde gerne einmal das Trikot des FC Bayern München tragen. Schon heute ist der niederländische Dribbelkönig Arjen Robben ihr großes Vorbild. Doch vorher hat die Zwölfjährige, die auch noch bei den D-Jungen der TSG Emmerthal spielt, erst einmal ihren Klub in die nächste Runde gebracht. „Allerdings sind wir mit einem blauen Auge davongekommen, weil wir gegen Holzhausen knapp verloren und gegen Lauenau nur remis gespielt haben. Aber durch Siege gegen Tündern und Löwensen haben wir Trainerin Sabine Thimm doch noch das Donnerwetter erspart“, schmunzelt Rieke. Weniger Glück hatte Marie Schröder, die in Holzhausen bei den B-Mädchen auf dem Rasen kickt und mit 50 Toren die alles überragende Torschützin ist. Aber auch sie konnte als Dreh- und Angelpunkt ihres Teams nicht verhindern, dass bereits nach der Vorrunde das Aus kam. „Ein Sieg gegen Hastenbeck und ein Remis gegen Lauenau waren zu wenig“, war sich der Blondschopf mit dem Trainergespann Thomas Bertram und Boris Megerle einig.

Ebenfalls mit traurigem Gesicht verließ auch Nele Thielke die Sporthalle in Groß Berkel. Die zweikampfstarke Elfjährige aus Löwensen schoss zwar Nachbar Holzhausen mit ihrem Treffer aus dem Meisterschaftsrennen, aber das blieb auch der einzige Sieg. „Das haut uns aber nicht um. Auch in der Trostrunde können wir zeigen, welche Substanz in uns steckt“, so die Realschülerin, die sich zur Freude ihres Trainers Björn Blanke als Allroundtalent auf dem Parkett entpuppte.

Sunja Wilhelm hatte dagegen von Beginn an keinen Zweifel daran, dass sie mit Tündern II in die nächste Runde einzieht. „Es war zwar eng, aber es hat gereicht“, atmete sie auf. Als Einzige im Team von Trainerin Katja Maluschka ziert die aus Langenfeld kommende Angriffsspielerin ein langer Zopf, der sie aber eher beflügelt denn behindert. „Auch die D-Jungen in Großenwieden haben sich längst an den Rückenschmuck gewöhnt“, so die selbstbewusste Schülerin des Schiller-Gymnasiums, die seit ihrem sechsten Lebensjahr in den Fußballsport förmlich „verknallt“ ist.

Auch für die Kreisauswahl im Einsatz: Marie Schröder (Inter Holzhausen), rechts Rieke Appel (SV Hastenbeck), Mitte: Nele Thielke (SW Löwensen). Unten: Sunja Wilhelm (HSC BW Tündern II).

Foto: rhs



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