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VfB gewinnt erstmals in der Vereinsgeschichte den Kreispokal / Inter Holzhausen triumphiert bei den Frauen

Stefan Schwanz macht Eimbeckhausens Fans glücklich

Fußball (aro/rhs). Es wurde mit Sekt geduscht, denn erstmals in der Vereinsgeschichte gewann der VfB Eimbeckhausen gestern den Kreispokal. Die Elf von Spielertrainer Michael Wehmann nutzte den Heimvorteil und besiegte im Finale mit 1:0 (1:0) den TuS Rohden-Segelhorst.

veröffentlicht am 05.06.2011 um 19:17 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:21 Uhr

Die Schröer-Elf war zwar ein durchaus gleichwertiger Gegner, aber im Angriff viel zu harmlos. Rohdens einzige nennenswerte Torchance hatte Christian Kolb, dessen Kopfball Eimbeckhausens Keeper Steffen Schuster aus dem Winkel fischte. Den umjubelten Siegtreffer für den VfB erzielte Stefan Schwanz bereits nach knapp einer Viertelstunde, als er einen von Alexander Jugan verursachten Freistoß direkt verwandelte. Eimbeckhausens Sieg hätte noch höher ausfallen können: Schwanz, Wehmann und Tim Dolle trafen entweder den Pfosten oder die Latte. So stand die Partie bis zum Abpfiff auf des Messers Schneide. Doch obwohl Rohden alles auf eine Karte setzte, gelang der Ausgleichstreffer nicht mehr. „Klar ist die Enttäuschung groß, aber der Stolz ist umso größer, dass wir das Endspiel überhaupt erreicht haben“, sagte TuS-Coach Stephan Schröer, der sich gerne mit dem Kreispokalsieg in Rohden verabschiedet hätte. „Meinen Jungs kann ich keinen Vorwurf machen. Sie haben heute wieder bis zum Umfallen gekämpft und waren am Ende stehend k. o., weil ihnen noch das anstrengende Halbfinale gegen Bisperode in den Knochen steckte“, sagte Schröer, der dem Gegner Respekt zollte: „Eimbeckhausen hat verdient gewonnen.“ Die Pechvögel des Tages waren ausgerechnet die beiden Kapitäne Mario Prochnau (Eimbeckhausen) und Raphael Pasternak (Rohden), für den die Partie bereits wieder beendet war, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Pasternak, der angeschlagen in die Partie gegangen war, wollte zwar unbedingt spielen. Aber schon nach zwei Minuten musste Schröer ihn wieder auswechseln. Im Gegensatz dazu verzichtete Prochnau, der sich mit Rückenschmerzen herumplagte, schweren Herzens aufs Finale: „Es hätte keinen Sinn gemacht.“

Nach Sekt- und Wasserduschen pitschnass – aber dennoch überglücklich zeigte sich Holzhausens Trainer Mario Reinhold über den 3:1-Sieg seiner Frauen im Kreispokal-Endspiel gegen die SG Diedersen/Lauenstein II. „Jetzt haben wir nach der knapp verpassten Kreismeisterschaft endlich etwas Vorzeigbares in den Händen“, sagte der 48-jährige Inter-Coach, der seine Elf natürlich über den grünen Klee lobte. „Wir haben als Neulinge eine tolle Saison gespielt, der heute in Eimbeckhausen die Krone aufgesetzt wurde.“

Dabei sah es zunächst gar nicht gut für sein Team aus. Denn vor der Pause hatte Diedersen klare Vorteile, ging durch Francesca Rüscher in der 33. Minute auch verdient in Führung. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Holzhausen übernahm das Kommando auf dem Platz, kam durch Manuela Bürgel nach Vorarbeit von Jennifer Reinhold (53.) zum Ausgleich. Während sich Diedersen danach immer wieder in der gut postierten Inter-Abwehr festlief oder an Ersatzkeeperin Kelly Stratmann scheiterte, schlug auf der anderen Seite die Stunde für die antrittsschnelle Torjägerin Jennifer Reinhold. Die 23-Jährige narrte immer wieder ihre Bewacherinnen, ließ sie einfach stehen und machte durch ihre beiden Treffer in der 72. und 77. Minute alles klar.

„Herzlichen Glückwunsch an den Kreispokalsieger“, so Diedersens Trainer Karsten Pramann-Kruppki, der von einem guten Spiel seines Teams sprach, das allerdings aufgrund der langen Verletztenmliste diesmal nicht in Bestbesetzung antreten konnte.

Kreisfußball-Boss Andreas Wittrock, der an beide Mannschaften Pokale und rote Rosen überreichte, sprach von einer echten Werbung für den Frauenfußball, wobei es auch an Spannung nicht gefehlt habe. Den Sieg von Holzhausen bezeichnete er als „nicht unverdient.“

Rohdens Keeper Stefan Dreier schnappt Eimbeckhausens Torjäger Stefan Schwanz den Ball vor den Füßen weg.

Foto: haje



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