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Landesliga-Derby der Frauen im Fokus / Für Hastenbecks Trainer Günther ist Diedersen Favorit

Stamm: „Nehme auch ein dreckiges 1:0“

Hameln-Pyrmont. PremierenFieber bei den Fußball-Frauen des SC Diedersen. Jahrelang trennten sie Welten vom SV Hastenbeck – am Sonntag (11 Uhr) nun begegnen sich beide Mannschaften erstmals in einem Punktspiel auf Augenhöhe. Große Emotionen sind in diesem Landesliga-Derby garantiert. Auch deshalb, weil es um die Vormachtstellung im Kreis Hameln-Pyrmont geht. Die sportliche Lage ist klar: Oberliga-Absteiger Hastenbeck ist nach zwei Ligaspielen noch punktlos, hat bereits zehn Gegentore und ist Tabellenletzter. Diedersen holte bei seinem bislang einzigen Auftritt wenigstens schon einen Zähler. Und was denken die beiden Trainer Alexander Stamm und Jens Günther vor dem ersten Derby? Unser Mitarbeiter Thilo Schinke fragte mal nach.

veröffentlicht am 24.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:21 Uhr

Wie sind Sie mit dem Start in die Saison zufrieden?

Alexander Stamm: Eigentlich sind wir ganz zufrieden. Wir konnten die ersten zwei Pokalspiele für uns entscheiden und in der Liga beim 2:2 in Sulingen einen Punkt mitnehmen. Da wäre auch durchaus mehr drin gewesen. Durch zwei individuelle Fehler haben wir dort aber leider Punkte verschenkt.

Jens Günther: Wir sind natürlich nicht zufrieden. Die Ergebnisse sind absolut nicht so wie gewünscht und wir konnten das Potenzial, welches wir immer wieder beim Training zeigen, noch nicht widerspiegeln.

Alexander Stamm, Trainer des SC Diedersen. nls

Wieso?

Günther: Wir haben einige jüngere Spielerinnen, die in der vergangenen Saison nicht so im Fokus standen und die jetzt noch nicht frei im Kopf aufspielen können. Das braucht seine Zeit.

Welche Erwartungen haben Sie denn für die Saison?

Stamm: Wir hatten Anfang der Saison Probleme mit dem Personal. Diese wollen wir überwinden. Das ist unser Hauptziel. In der Tabelle wollen wir uns bei Platz vier bis sieben einsortieren. Wir möchten einfach guten Fußball spielen und an die starke Rückrunde der vergangenen Saison anknüpfen.

Günther: Wir haben das System geändert und die Mannschaft umgekrempelt, deswegen werden wir mindestens die Hinrunde brauchen, um meine neuen Vorgaben umzusetzen. Wir wollen nach der letzten Saison den Spaß am Fußball wieder neu entdecken und aus den Fehlern der ersten Spiele lernen. Leider wurden diese auch gleich bestraft.

Am Sonntag steigt nun das erste Landesliga-Derby. Was erhoffen Sie sich, wie sehen Ihre Ziele aus?

Stamm: Natürlich würden wir gerne, die beiden Pokalsiege mitgerechnet, unsere Serie fortsetzen und gewinnen, aber unser Ziel ist, mindestens einen Punkt mitzunehmen. Das Ergebnis ist mir dabei auch völlig egal. Ich würde auch ein dreckiges 1:0 annehmen.

Günther: Diedersen ist für mich der Favorit. Sie sind in der Liga etabliert und haben die letzten Siege im Rücken. Da werden sie mutig aufspielen. Wir haben sie zweimal in der Vorbereitung geschlagen, aber das zählt jetzt nicht mehr. Wir müssen unsere Nervosität ablegen und die individuellen Fehler abstellen, die gerade in so einer Partie bestraft werden.

Wie sehen Sie die Rollenverteilung untereinander in der Liga für die Zukunft?

Stamm: Wir wollen jetzt erst mal das Spiel auf uns zukommen lassen und die Punkte mitnehmen. Für die Leistungen der letzten Jahre muss man Hastenbeck natürlich respektieren und diese anerkennen. Trotzdem haben wir keine Angst, sondern freuen uns auf das Derby.

Günther: Ebenso wie Diedersen wollen wir uns in der Liga etablieren. Wir haben den Kader in der Breite noch nicht zusammen und den will ich langsam aufbauen. Da ist der Tabellenplatz erst einmal egal. Wenn wir junge, engagierte Spielerinnen für uns finden, ist das gut. Interviews: Thilo Schinke



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