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Auch Trainer Markus Schwarz weiß noch nicht, wie es nächste Saison am Piepenbusch weitergeht

SSG Halvestorf: Darum ist die Fusion mit Lachem geplatzt

Es war ein heißer Flirt zwischen der SSG Halvestorf und dem SV Lachem – mehr nicht. Wie die Dewezet-Sportredaktion erfuhr, ist die geplante Fußball-Fusion der beiden Klubs geplatzt. Die geplante „Hochzeit“ fällt aus.

veröffentlicht am 18.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:09 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Der SV Lachem hat die Gespräche mit dem Noch-Landesligisten gestoppt. Das bestätigt der kommissarische Vereinschef Friedrich Homeyer auf Anfrage dieser Zeitung: „Ja, das ist richtig“, sagt Homeyer, der keinen Hehl daraus macht, „dass ich mir einen anderen Ausgang der Gespräche gewünscht hätte“. Doch ausgerechnet der Förderverein der Lachemer Fußballsparte machte ihm mit dem Veto einen Strich durch die Rechnung. Die Begründung: Weil die früher finanziell auf Rosen gebetteten Halvestorfer inzwischen am Hungertuch nagen, hat eine Fusion aus Lachemer Sicht keinen Sinn. Wie auch Halvestorfs Vereinschef Wilfried Binder gilt eigentlich auch Homeyer als Befürworter der Fusion, die letztendlich nur am fehlenden Geld gescheitert ist, wie auch Lachems Vereinsboss durchblicken ließ: „Das war der einzige Knackpunkt. Alles andere war perfekt.“

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Homeyer geht zwar davon aus, dass sich die geplante Fusion im Hinblick auf die neue Saison nun endgültig erledigt hat. Aber der Vereinsvorsitzende ist sich sicher, dass das Thema in Lachem früher oder später wieder auf die Tagesordnung kommt „und dann neu diskutiert wird“. Halvestorf und Lachem hätten seiner Meinung nach aus sportlicher Sicht perfekt zusammengepasst, aber auch andere Klubs kämen als mögliche Kooperationspartner infrage. Nach der gescheiterten Fusion weiß am Halvestorfer Piepenbusch zurzeit niemand, wie es mit der SSG weitergeht. Auch Trainer Markus Schwarz nicht: „Wir hängen zurzeit in der Luft. Eine vernünftige Planung für die neue Saison ist nicht möglich“, sagt Schwarz, der von einer „undankbaren Situation“ spricht. Seinen Vertrag hat der Trainer übrigens noch nicht verlängert. Ob er das tun wird, hängt von den Rahmenbedingungen ab. „Ich bin nicht der Typ, der das sinkende Schiff verlässt. Deshalb könnte ich mir durchaus vorstellen, auch beim Abstieg hier in Halvestorf zu bleiben. Aber die sportliche Perspektive muss stimmen.“ Die Frage, ob es nach dem so gut wie feststehenden Landesliga-Abstieg der Halvestorfer im nächsten Jahr überhaupt ein Bezirksligateam geben wird, kann der SSG-Coach momentan noch nicht beantworten. Man munkelt, dass nach der gescheiterten Fusion auch ein Rückzug der Halvestorfer auf Kreisebene nicht mehr ausgeschlossen ist, weil Ebbe in der Vereinskasse ist. Schwarz will sich zu diesem kursierenden Gerücht nicht äußern: „In den nächsten Tagen wird es ein Gespräch mit dem Vereinsvorstand geben. Danach wissen wir, wo die Reise hingeht.“ Solange liegen auch die Gespräche mit möglichen Neuzugängen auf Eis. Doch schwarz sieht Schwarz nicht, denn der Teamgeist sei intakt – trotz der sportlichen Misere. Diesen Eindruck hatte der SSG-Coach jedenfalls nach einem Gespräch mit dem Mannschaftsrat, dem René Hau, Timo Möller, Fabian Kowalski, Matthias Günzel und Kapitän Josef Selensky angehören. „Ich habe das Gefühl, dass die Spieler die vielen Niederlagen besser verdauen als ich.“ Die Stimmung im Team sei wesentlich besser, als der aktuelle Tabellenplatz 16 vermuten lässt. Auch wenn der Abstieg so gut wie besiegelt ist, befürchtet Schwarz nicht, dass die Mannschaft auseinanderbrechen könnte. „Meines Wissens wollen fast alle Spieler hier bleiben.“ Abschiedsgedanken hegt offenbar nur Yannick Hill, der beim FC Springe als Neuzugang im Gespräch ist.

Die Frage, wie es bei der SSG weitergeht, könnte Halvestorfs Vereinschef Wilfried Binder beantworten. Der war gestern telefonisch allerdings nicht erreichbar. Gleiches gilt für seinen Stellvertreter Jörg Schmidt.



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