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Das Comeback von Michael Wolter

So wurde der verlorene Sohn wieder ein Preuße

Fußball. Sein Weg zurück war lang, sehr lang sogar. Fast 25 Jahre dauerte die Odyssee durch die heimische Fußball-Provinz. Doch nun ist Torhüter Michael Wolter am Ziel. Der verlorene Sohn ist zu seinem Stammverein FC Preußen Hameln 07 zurückgekehrt. Plötzlich und unerwartet, denn eigentlich hatte er seine Karriere schon beendet und fungierte zuletzt beim TSV Großenwieden nur noch als Stand-by-Keeper.

veröffentlicht am 12.01.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:37 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Sein Weg zurück war lang, sehr lang sogar. Fast 25 Jahre dauerte die Odyssee durch die heimische Fußball-Provinz. Doch nun ist Torhüter Michael Wolter am Ziel. Der verlorene Sohn ist zu seinem Stammverein FC Preußen Hameln 07 zurückgekehrt. Plötzlich und unerwartet, denn eigentlich hatte er seine Karriere schon beendet und fungierte zuletzt beim TSV Großenwieden nur noch als Stand-by-Keeper.

Mit 19 war Wolter („Damals hatte ich oben keine Chance und spielte in der 4. Herren“) von 07 zum MTV Coppenbrügge gewechselt. Es folgten weitere Stationen in Tündern, Aerzen, Hilligsfeld und Königsförde. Nun ist er 43 Jahre alt und erstmals die Nummer eins beim mittlerweile in der 2. Kreisklasse gelandeten Hamelner Klub. Irgendwie kurios. Aber lieber spät als nie berufen.

Den Überraschungs-Coup eingefädelt hatte Preußen-Trainer Bernd Wollborn. Bei ihm herrschte Alarmstufe Rot, denn Schlussmann Jens Günther fällt mit einem Fußbruch auf unbestimmte Zeit aus. Also musste schnell ein adäquater Ersatz her. Ein, zwei Anrufe und Wolter sagte schließlich zu. „Wir kennen uns schon lange und haben nie den Kontakt verloren. Für mich schließt sich so der Kreis“, klärt der Industriefachwirt auf. Natürlich hat ihn auch der Ehrgeiz noch einmal kräftig gepackt. Neben der Zuverlässigkeit übrigens seine zweite große Stärke.

Denn: Auch wenn Michael Wolter mit seinen 1,72 Metern nicht gerade Gardemaß besitzt, in puncto Einstellung macht ihm keiner etwas vor. Immer wach bleiben, nicht auf der Linie kleben und mitspielen ist seine Devise. „Mit der bin ich stets gut gefahren“, meint er und will nun auch bei den Preußen noch einmal in seinen siebten oder achten Frühling durchstarten.

Neun Spiele bis Saisonende stehen vorerst auf dem Plan. Und dann? „Wenn alles passt, bleibe ich“, verspricht Wolter. Nur in der Halle lief es mit 07 noch nicht optimal. „Hoffentlich gewinnen wir beim Marienauer Turnier wenigstens mal ein Spiel“, würde er sein Tor dort gerne vernageln.

Torhüter Michael Wolter (43) ist in der Winterpause nach über 20 Jahren zu seinem Stammverein zurückgekehrt.

Foto: nls



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