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Eintracht-Coach Stefan Siekmann: „Wir müssen die Kurve kriegen“

So stolpert Afferde in die Krise

Fußball. Beim Blick auf die Kreisliga-Tabelle kann den Afferder Fans Angst und Bange werden. Denn schon jetzt steht die Elf von Eintracht-Kapitän Markus Nickel mit dem Rücken zur Wand. Magere 4 Punkte aus 8 Spielen sind zu wenig. Das weiß auch Interimscoach Stefan Siekmann: „Wir müssen die Kurve kriegen, sonst wird es eng für uns.“ Stimmt. Schon bei der peinlichen 1:7-Heimpleite im Kellerderby gegen Hemeringen spielte die Eintracht erschreckend schwach – wie ein Absteiger. Aber warum sind die Grün-Weißen so schlecht?

veröffentlicht am 14.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:43 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Diese Frage beschäftigt auch Siekmann. Denn eigentlich ist er davon überzeugt, „dass wir in Bestbesetzung jeden Gegner schlagen können, mit Ausnahme der Topteams vielleicht“. Aber auch nur, wenn die Einstellung stimmt. Und das war zuletzt nicht immer der Fall, wie Siekmann einräumt. Die Folge: Statt um einen einstelligen Tabellenplatz zu spielen, steckt man schon jetzt mitten im Abstiegskampf. Der Grund: Die Eintracht-Abwehr ist zurzeit so löchrig wie ein Schweizer Käse. Im Schnitt kassiert der Tabellen-15. über vier Treffer pro Spiel. Kein Wunder, dass man mit 35 Gegentoren inzwischen die Schießbude der Kreisliga ist. „Wir sind momentan verunsichert“, sagt Siekmann. Nachdem es eine Niederlage nach der anderen hagelte, fehlt das Selbstvertrauen, das man braucht, um endlich mal wieder zu gewinnen. Das Problem: Im Kader fehlt ein Typ, der die Ärmel hochkrempelt und die Verantwortung übernimmt, wenn es mal nicht so läuft. Einer, wie der nach Tündern gewechselte Ex-Kapitän Bastian Koring – oder Sascha Hartwig, der aber noch nicht wieder fit ist. Das 3:0 gegen Schlusslicht Börry war bisher der einzige Sieg für Afferde. Beim 2:2 gegen Tünderns Reserve verspielte man eine 2:0-Halbzeitführung. Auch beim 0:1 gegen Aerzen war Afferde ein gleichwertiger Gegner, ging aber am Ende wieder einmal leer aus. Schon in der vergangenen Saison blieb die Eintracht als Elfter hinter den Erwartungen zurück. Das hatte sich auch Ex-Coach Andreas Scheler anders vorgestellt, der im Sommer von Thomas Piepho abgelöst wurde. Gebracht hat der Trainerwechsel nichts. Im Gegenteil.

Nur knapp einen Monat nach dem Saisonstart war der neue Trainer, der an der Einführung der Viererkette verzweifelt sein soll, schon wieder weg. Der 48-jährige Piepho zog einen Schlussstrich, weil die Chemie zwischen ihm und den Spielern nicht stimmte. Nach seinem Aus wurde Stefan Siekmann vom Co- zum Cheftrainer befördert. Das will er vorerst auch bleiben. Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt, denn der Abstieg wäre für die Eintracht, die in den nächsten Jahren die Früchte der Jugendarbeit ernten möchte, der Super-GAU. Sowohl im A- als auch im B-Junioren-Bezirksligateam tummeln sich nämlich viele hoffnungsvolle Talente, die bestimmt nicht in der 1. Kreisklasse – wie die Leistungsklasse ab nächster Saison wieder heißt – kicken wollen.



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