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Dewezet-Umfrage: Heimische Fußballtrainer erklären, wie der HSV die SpVgg. Fürth besiegen kann

So schafft der Dino den Klassenerhalt

Hameln/Hamburg. Happy End oder Jammertal? Für die wohl schwächste HSV-Mannschaft aller Zeiten brechen heute (20.30 Uhr) zum Auftakt der Relegation gegen die SpVgg. Greuther Fürth die schwersten 180 Minuten in der traditionsreichen 127-jährigen Vereinsgeschichte an. Und wer kann nach dieser Katastrophen-Saison in der Fußball-Bundesliga wirklich noch ausschließen, das Maskottchen Herrmann zum vorläufig letzten Mal im deutschen Oberhaus die Pranken über seinem Dinosaurier-Schädel zusammenschlägt? Wohl keiner, denn selbst durch die blau-weiß-schwarze Vereinsbrille sieht das Dauer-Dilemma an der Elbe auch nicht rosiger aus. Aber noch tickt die berühmteste Bundesliga-Uhr im Hamburger Volkspark und noch haben die vielen Fans mit der Raute im Herzen Hoffnung. Aber wie kann der HSV gegen die hochmotivierten Fürther bestehen? Die Sportredaktion befragte heimische Fußball-Trainer, wie sie anstelle von Mirko Slomka die Mission Klassenerhalt angehen würden.

veröffentlicht am 15.05.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:21 Uhr

Oliver Bock (TSV Grohnde): Also auf Heiko Westermann würde ich wohl verzichten, denn der scheint seine Nerven nicht im Griff zu haben. Gesetzt wäre bei mir Hakan Calhanoglu, dem würde ich alle Freiheiten lassen. Wie auch Lasogga, der für die nötige Torgefahr sorgt. Kaum verzichten würde ich trotz seiner Formschwäche auf Rafael van der Vaart. Der könnte die Mannschaft noch einmal mitreißen.

Werner Brennecke (TSV Bisperode): Ich bin Slomka-Fan und deshalb auch fest davon überzeugt, dass er die richtige Taktik wählt. Da könnte ich ihm wohl nicht viel raten. Rafael van der Vaart würde ich aber trotzdem ganz besonders in die Pflicht nehmen. Wenn der jetzt nichts bringt, wann dann?

Stephan Schröer (MTV Lauenstein): Ich würde der Mannschaft in erster Linie Selbstvertrauen mit auf den Weg geben. Außerdem bleibt der einfachste Fußball noch immer der effektivste. Also keine Kunststücke machen, die dann wie zuletzt im Fall Heiko Westermann gehörig ins Auge gehen.

Augen zu und durch? Schwere Zeiten auch für Hamburgs Dino-Maskottchen Herrmann. dpa

Tarik Önelcin (TSG Emmerthal): Zunächst würde ich die Defensive umstellen und Heiko Westermann eine Pause gönnen. Der ist nicht in der Verfassung, um zu helfen. Auch das Umschalten bei Ballverlusten war zuletzt miserabel. Schneller die Mitte zumachen und kompakter auftreten. Im Vorwärtsgang hätte Hakan Calhanoglu bei mir alle Freiheiten. Er und Lasogga können Spiele alleine entscheiden. Aber letztendlich entscheiden Mut und Herz.

Thomas Fenske (TSV Klein Berkel): Der Grundstein für den Klassenerhalt muss zu Hause gelegt werden. Also kann die Marschroute nur Offensive heißen. Fürth wird sich hinten reinstellen, dürfte aber über die Außenpositionen zu knacken sein. Präzise Flanken auf Torjäger Pierre-Michel Lasogga, dann könnte es klappen. Auf Westermann würde ich als Unsicherheitsfaktor verzichten.

Andreas Meissner (TSV Brünnighausen): Ich zweifle nicht am Klassenerhalt des HSV und würde deshalb von Beginn an voll auf Offensive setzen. Denn mit einem 0:0 oder 1:0 kann man nicht viel bestellen. Mit Lasogga als Spitze sowie van der Vaart und Calhanoglu dahinter ist auch einiges möglich. Nur in der Abwehr würde ich auf Heiko Westermann verzichten. Der ist einfach ein zu großer Risikofaktor, der hat sich zu viele Schnitzer geleistet.

Stephan Meyer (MTSV Aerzen): Ich bin kein HSV-Fan. Aber ich meine, dass auf Heiko Westermann zuletzt zuviel herumgehackt wurde. Zur WM würde ich ihn zwar auch nicht mitnehmen, aber gegen Fürth sollte er schon spielen. Ansonsten sehe ich die Lage beim HSV ähnlich wie Thomas Strunz. Beim HSV ist Abstiegskampf das falsche Wort, denn hier hat bislang keiner richtig gekämpft. Und da würde ich den Hebel in der Relegation ansetzen. ro/kf



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