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SC schon 360 Minuten ohne Gegentore

So macht Trainer Schünemann aus Börry „Fort Knox“

Wer will noch mal – wer hat noch nicht? Wenn Börry auftauchte, stand beim Gegner meist ein fröhliches Preisschießen auf dem Stundenplan. Doch die Tage des Donners sind vorbei, denn der Sport Club hat seine Schießbude in der Fußball-Kreisliga geschlossen. Und das recht spektakulär. Seit vier Spielen oder genauer gesagt 360 Minuten ist hinten nichts mehr passiert bei Gelb-Schwarz.

veröffentlicht am 17.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Roland Giehr

Autor

Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Dafür vorne um so mehr. Im Eiltempo von null Punkten auf acht lautet hier die respektable Ausbeute. Die ersten Schritte zurück ins sportliche Glück sind damit im Schatten des Kernkraftwerks gemacht. Es geht wieder aufwärts, und die Konkurrenz im Abstiegskampf reibt sich derweil verwundert die Augen: „Was ist denn da passiert?“

Nun hat Börrys neuer Trainer Rolf Schünemann gewiss nicht den Zaubertrank der Gallier mit in das kleine Fußball-Dorf gebracht, aber wie schnell der 45-Jährige dort den Strafraum von der einst hochgradig gefährdeten Zone in ein zweites „Fort Knox“ verwandeln konnte, entbehrt nicht einer gewissen Magie. Ein bisschen in die Karten schauen ließ sich der Rekordtorjäger der Kreisliga (50 Treffer) aber schon. „Wir haben nach meinem Dienstantritt erst einmal versucht, ein paar Defizite im konditionellen Bereich aufzuarbeiten. Das ist erstaunlich schnell gelungen“, brachte Schünemann mit Marathonmann Miron Kantzoglou auch gleich einen laufstarken Co-Trainer mit. Und fortan lief es – auch, weil die junge Mannschaft um Kapitän Ludwig Hörning von Beginn an voll mitzog.

Natürlich musste der einstige Verbandsliga-Stürmer von Preußen Hameln und dem TuS auch taktisch noch etwas nachbessern, eben die Aufgaben neu verteilen. Aber alles mit dem nötigen Fingerspitzengefühl, versteht sich. „Wir haben ohne Zweifel den richtigen Trainer geholt“, sieht sich Dirk Brockmann bestätigt. Der Macher im Hintergrund hatte Schünemanns Verpflichtung als Nachfolger von Andreas Meissner vor rund vier Wochen maßgeblich mit in die Wege geleitet.

„Die Mannschaft arbeitet wirklich hart, hat dafür aber auch endlich einen roten Faden im Spiel und weiß, wo die Reise hingehen soll“, hofft Brockmann nun auf weitere Erfolgserlebnisse. Die nächste Partie am Sonntag gegen Tündern II wird es zeigen.

Seit er auf dem Trainerstuhl beim SC Börry Platz genommen hat, läuft es: Rolf Schünemann holte zuletzt acht Punkte in Serie und hat nun wieder Anschluss an das Mittelfeld der Kreisliga gefunden.

Foto: nls



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