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Tündern empfängt SSG zum Derby

Siegfried Motzner macht sich Sorgen um die Zukunft

Fußball. Vor dem Landesliga-Derby zwischen Blau-Weiß Tündern und der SSG Halvestorf (heute, 16 Uhr) macht sich Schwalben-Coach Siegfried Motzner Sorgen um die Zukunft des heimischen Fußballs. Zu Recht.

veröffentlicht am 22.10.2011 um 12:50 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 12:26 Uhr

Tünderns Trainer Siegfried Motzner
aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Sollte langsam nichts passieren (Stichwort: Fusion), drohen die Hameln-Pyrmonter Klubs in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Schon jetzt bewegen sich die „Top“-Klubs unserer Region laut Motzner nur noch im unteren Amateurfußballbereich: „Das ist für eine Stadt mit der Größe von Hameln unzureichend.“ Man könnte aber auch peinlich sagen, denn wenn es dumm läuft, dann steigen in dieser Saison mit Tündern (12.) und Halvestorf (16.) gleich beide Landesligaklubs ab – und die Spvgg. Bad Pyrmont, zurzeit „nur“ Dritter in der Bezirksliga, nicht auf. Die Folge: Hameln-Pyrmont hätte nächste Saison erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit kein einiges Landesliga- bzw. Bezirksoberligateam mehr. Damit nicht genug: Auch Germania Hagen schwebt als 13. in der Bezirksliga in akuter Abstiegsgefahr.

Vor nicht einmal drei Jahren schien die Welt im heimischen Fußball noch einigermaßen in Ordnung zu sein: Preußen Hameln 07 spielte in der Saison 08/09 in der Oberliga – und schaffte als Zehnter den Klassenerhalt. Tündern belegte in der damaligen Bezirksoberliga, die heute Landesliga heißt, als Achter einen einstelligen Tabellenplatz. Außerdem spielten mit Vize-Meister und Bezirkspokalsieger Halvestorf, Bad Pyrmont, Klein Berkel und Preußen II vier Klubs aus dem Kreisgebiet in der Bezirksliga. Inzwischen sind es nur noch zwei.

2008 wurde von Preußen, Halvestorf und Tündern die Chance verpasst, die Kräfte im Hinblick auf das seinerzeit noch existierende Oberligateam zu bündeln. Das in vielen Vereinen vorhandene Kirchturmdenken machte der Zusammenarbeit einen Strich durch die Rechnung, weil die Vereinsvorstände noch nicht bereit waren, über ihren eigenen Schatten zu springen.

Jetzt, nachdem das Kind schon fast in den Brunnen gefallen ist, startet Siegfried Motzner den nächsten Versuch. Vielleicht stößt Tünderns Trainer ja diesmal auf offene Ohren …

 

 



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