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Am Saisonende ist Schluss in Nettelrede

Schwekendiek hat die Nase voll

Nettelrede. Zehn Spiele noch, dann ist Schluss: Werner Schwekendiek hat seinen Rücktritt als Frauen-Trainer des Bezirksligisten TSV Nettelrede zum Saisonende erklärt. „Ich bin der mit Abstand Ehrgeizigste im Team“, sagt der 53-Jährige. Und das stört ihn gewaltig. „Wenn man immer fragen muss, wer zum Training kommt, macht es auf Dauer keinen Spaß mehr“, sagt Schwekendiek, „das hat sich in knapp dreieinhalb Jahren nicht geändert – also war ich wohl nicht erfolgreich.“ Ein weiterer Punkt, „aber bei weitem nicht der Hauptgrund“, den er krisitiert: Die fehlende Zusammenarbeit zwischen der ersten und zweiten Mannschaft. „Es funktioniert nicht, dass die besten Spielerinnen der Zweiten in die Erste kommen“, sagt er – an dem Problem hatten sich allerdings auch schon seine Vorgänger Yvonne Frank und Arno Seemann die Zähne ausgebissen. Und es wird wohl auch sein Nachfolger, der jetzt gesucht wird, nicht in den Griff bekommen. „Es fehlt aber auch in meiner eigenen Truppe die Bereitschaft“, sagt Schwekendiek, „ich habe 20 Spielerinnen auf dem Zettel, aber ich hatte in fast vier Jahren nicht ein einziges Mal 100 Prozent Beteiligung beim Training oder beim Spiel. Ich selbst habe vielleicht drei- oder viermal gefehlt“, sagt er. Er habe für viele Argumente bei den Absagen Verständnis, „aber trotzdem stehe ich oft genug alleine da und frage mich: Willst du das noch? Die Antwort ist: Nein“.

veröffentlicht am 15.03.2015 um 11:53 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

Als Trainer will Werner Schwekendiek allerdings weitermachen: „Ich könnte mir vorstellen, auch mal eine Herrenmannschaft zu trainieren.“ Bis zum Ende seiner Amtszeit will er nun alles daransetzen, den Klassenerhalt zu schaffen. Und das wird schwer genug, denn mit 12 Punkten stecken Nettelredes Frauen mittendrin im Abstiegskampf. jab



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