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0:6 gegen Bavenstedt II / Heinzelmann-Hattrick beendet Afferder Derby-Fluch

Schwarzer Tag für Blau-Weiß

BEZIRK HANNOVER. Unverhofft kommt oft, und so stand plötzlich Marlon Reckemeyer nach langer Abstinenz mal wieder im Tor des Fußball-Bezirksligisten MTSV Aerzen. Aber sein Comeback in der 1. Herren hatte er sich trotz solider Leistung sicherlich ganz anders vorgestellt, denn im Kreis-Derby gegen Eintracht Afferde blieb beim 1:3 (0:0) das erhoffte Erfolgserlebnis aus.

veröffentlicht am 14.08.2018 um 21:58 Uhr

Der Salzhemmendorfer Tim Geffert – hier beim Laufduell mit dem Bavenstedter Marcel Heise – konnte sich, genau wie sein Team, nur selten in Szene setzen. nls
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Ole Nehrig (57.) brachte den MTSV zwar in Führung, aber Afferdes mittlerweile personifizierte Lebensversicherung Jörn Heinzelmann drehte den Spieß mit einem Hattrick (62./71./77.) noch um – und beendete mit seinen Saisontreffern vier, fünf und sechs auch schlagartig den sich anbahnenden Derby-Fluch der Eintracht. Während Trainer Oliver Bock nach dem ersten Saisonsieg nun erst einmal kräftig durchatmen kann, findet sich sein Aerzener Pendant Gaetano Bartolillo mit nur einem Zähler aus drei Partien dort wieder, wo keiner hin will: In der Abstiegsregion. Für wie lange, wird die Zukunft zeigen. Sicher ist nur, dass sich etwas ändern muss. „Wir haben hochverdient verloren. Spielerisch und läuferisch war Afferde klar überlegen. Mit dem Ergebnis sind wir noch gut bedient“, brachte Sprecher Karsten Hoppe die enttäuschende Aerzener Vorstellung auf den Punkt.
SSG Halvestorf – Koldinger SV 3:1 (2:0). Am Piepenbusch war wieder einmal Julian Maaß der Mann des Tages. Bereits in der ersten Halbzeit sorgte er mit seinem Doppelschlag (1./43.) für eine beruhigende 2:0-Führung. Damit nicht aber genug, drei Minuten nach dem Wiederanpfiff zerstörte er mit seinem dritten Treffer (48.) schon frühzeitig alle Hoffnungen der Gäste. Die machten zwar von Beginn an viel Druck nach vorn, konnten die kompakte Abwehr vor Torhüter Fabian Moniac aber kaum mal ernsthaft in Gefahr bringen. Einzige Ausnahme blieb der Anschlusstreffer, den Hassan Jaber (74.) erzielte.
BW Salzhemmendorf – SV Bavenstedt II 0:6 (0:4). Der Traum vom ersten Heimsieg in der Bezirksliga war für Salzhemmendorf bereits nach 24 Minuten und drei schnellen Toren von Mats Weinert (6.) und Julian Mielicki (14./24.) wie eine Seifenblase geplatzt. Lennart Gauger (40./78.), Patrick Mildner (49.) sorgten dann später mit weiteren Treffern noch dafür, dass es am Ende ein ganz schwarzer Tag für Blau-Weiß wurde. Verbunden mit der Gewissheit, dass sich der Aufsteiger schnell steigern muss, um in der neuen Umgebung auf Sicht auch zu bestehen. Kampf alleine reicht jedenfalls nicht.
TSV Barsinghausen – SV Lachem 3:2 (0:0). Als Flamur Dragusha mit dem Schlusspfiff zum vermeintlichen 3:3 ausglich, war die Welt bei Trainer Tarik Önelcin kurzzeitig wieder in Ordnung. Doch der Treffer zählte nicht, weil der Schiedsrichter eine angebliche Abseitsstellung gesehen hatte. So blieb nur Enttäuschung. „Das war sehr schade“, kommentierte der Coach die Schlussszene. Zuvor trafen Soner Aslan (58.) und Tayfun Dizdar (89.) für Lachem. Alexander Wissel (77.) im Nachschuss nach einem Elfmeter, und Marvin Körber (77/86.), der bei seinem zweiten Tor allerdings von einem dicken Patzer von Torhüter Frederick Quindt profitierte, waren für den TSV erfolgreich. ro/kf



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