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Das Halbfinale gegen Bisperode weckt bei Rohdens Coach Erinnerungen an 1989

Schröer – Pokalsieger der Schmerzen

Geschichten, die der Fußball schreibt: 1989 gewann Rohdens Coach Stephan Schröer mit Bisperode den Kreispokal. Es war übrigens der erste und bisher einzige Pokalsieg in der Vereinsgeschichte des Ostkreisklubs. Wenn sich heute um 19 Uhr diese beiden Mannschaften im Kreispokal-Halbfinale in Eimbeckhausen wieder gegenüberstehen, werden bei Stephan Schröer „alte Erinnerungen wieder wach“. Vor 22 Jahren stürmte der TSV-Torjäger a. D. noch für Bisperode, heute coacht Schröer Rohdens Kreisligakicker. „Meine Jungs sind schon richtig heiß. Seit Wochen ist der Kreispokal in unserer Kabine das Gesprächsthema Nummer eins.“

veröffentlicht am 30.05.2011 um 16:49 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:01 Uhr

aro

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Sportreporter zur Autorenseite

Auch für ihn ist das Halbfinale gegen seinen Ex-Klub kein Spiel wie jedes andere. Nicht nur, weil sein Bruder Heiko das Bisperoder Tor hütet. Das Kreispokalfinale, das Bisperode am 11. Juni 1989 mit 4:2 (2:0) gegen den damaligen Kreisklassen-Klub TuS Rohden klar gewann, wird Schröer wohl nie vergessen, denn er verletzte sich damals so schwer, dass ihm sogar das Karriere-Aus drohte.

An das, was damals passiert ist, kann sich Schröer noch ganz genau erinnern. Nach knapp einer halben Stunde führte Bisperode 2:0 durch Jens-Uwe Schaper und ein Eigentor von Rohdens Spielertrainer und Libero Rüdiger Schmidt. Doch noch bevor der Ball die Torlinie überquerte, prallte Schröer nach einer Flanke von Michael Elsner – dem Sohn des heutigen Vereinsvorsitzenden Andreas Elsner – mit Rohdens Keeper Hermann Hülzhoff so unglücklich zusammen, „dass ich mir das Schien- und Wadenbein brach“. Schröer schrie vor Schmerzen. Das Finale vor über 400 Zuschauern in Klein Berkel wurde für fast 20 Minuten unterbrochen. Mit Blaulicht und Sirene wurde Schröer ins Krankenhaus gebracht. „Die Pokal-Party habe ich damals leider verpasst. Da wäre ich wirklich gerne dabei gewesen. Aber am nächsten Tag kamen die Bisperoder Jungs zu mir mit dem Pokal ins Krankenhaus.“ Auch Hülzhoff besuchte ihn in der Klinik, um sich zu entschuldigen. „Das hätte er aber gar nicht tun müssen. Das war ja keine Absicht von ihm“, sagt Schröer, der gerade ein paar Tage Urlaub in Dresden macht, den er aber extra fürs heutige Halbfinale unterbrechen wird. „Es ist doch klar, dass ich so ein Spiel nicht verpassen will.“ Immerhin könnte es ja sein letztes Spiel als TuS-Coach sein. „Aber das glaube ich eigentlich nicht. Wir haben in einer Saison noch nie dreimal gegen die gleiche Mannschaft verloren.“



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