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Bisperodes Ziel im Relegations-Derby: viele Tore vorlegen

Schröer glaubt nicht an ein Fußball-Wunder

Bisperode. An ein Fußball-Wunder glaubt Lauensteins Coach Stephan Schröer nicht mehr. Durch die 1:4-Heimpleite des MTV im ersten Relegationsspiel gegen Stadtoldendorf „sind unsere Chancen, in die Bezirksliga aufzusteigen, fast gegen Null gesunken. Trotzdem werden wir alles in die Waagschale werfen und versuchen, das Spiel zu gewinnen“. Nicht nur das klare Ergebnis ist eine schwere Hypothek, denn im Ostkreisderby beim TSV Bisperode, das heute um 16 Uhr im Pappelstadion angepfiffen wird, müssen die Lauensteiner mit einer Rumpftruppe antreten, weil einige Spieler die Saison schon auf Mallorca ausklingen lassen.

veröffentlicht am 06.06.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:36 Uhr

„Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Als sie die Reise gebucht haben, hatte niemand damit gerechnet, dass wir in der Relegation um den Aufstieg in die Bezirksliga spielen“, nimmt Schröer seine Jungs in Schutz. „Wenn wir gegen Stadtoldendorf gewonnen hätten, hätten es sich die Spieler vielleicht noch überlegt.“ Trotz der vielen Verletzten und Urlauber ist sich Lauensteins Coach sicher, „dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft auf dem Platz haben werden“. Das Ostkreisderby ist für Schröer, der beim TSV Bisperode mit dem Fußballspielen angefangen hat und dort auch noch Vereinsmitglied ist, kein Spiel wie jedes andere. Denn es ist auch ein Duell gegen seine Brüder Peter (2. Vorsitzender) und Heiko (Torwart-Trainer). Theoretisch könnte Lauensteins Coach sogar noch einmal für den TSV spielen: „Mein Spielerpass liegt immer noch in Bisperode. Wenn Werner Brennecke also einen Spieler braucht, kann er sich ja mal bei mir melden“, scherzt Schröer.

Doch auf den Anruf von Werner Brennecke wird Schröer wohl vergeblich warten, denn Bisperodes Coach hat keine Not. Der kann heute, wenn alles gut läuft, sogar sein Topteam auf den Rasen schicken. Timon Scharmann, Dustin Anders und Marcel Mietzner sind wieder dabei. Daniel Ivicic, Szymon Dera, Benjamin Dreier und Dominik Fecho mussten in Aerzen zwar angeschlagen vom Platz, brennen aber schon auf das Ostkreis-Derby. Denn das wollen die Bisperoder auf gar keinen Fall verlieren. Brennecke hat sich den 1:4-Auftritt der Lauensteiner gegen den FC Stadtoldendorf angeschaut und auch wichtige Erkenntnisse über den Ith mitgenommen. „Sicher sind beide Aufgaben machbar, aber gegen Lauen-stein wird es richtig rundgehen“, ahnt der TSV-Coach. Deshalb bringt Brennecke seinen Spielern den Aerzen-Sieg noch einmal nahe: „Da haben wir gezeigt, dass zum Fußballspiel auch Kampf gehört.“ Den erwartet er auch gegen die Rumpftruppe des MTV: „Die werden alles versuchen, um uns zu ärgern.“ Dennoch hat Brennecke ein klares Ziel: Möglichst viele Tore vorlegen, um dann auf dem Kunstrasen in Stadtoldendorf vielleicht schon mit einem Punkt den Verbleib in der Bezirksliga perfekt machen zu können.aro/kf

Für Werner Brennecke ist die Bezirksliga-Relegation machbar. awa


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